Wohl darf mit meiner Liebe heissen Flammen
Gerechte Hoffnung sich zum Himmel schwingen,
Denn wollte unsre Wünsche Gott verdammen,
Warum hiess er die Welt aus Nichts entspringen?
Wie sollt' ich auch für Höh'res mich entflammen,
Als um der ew'gen Schönheit Ruhm zu bringen,
Von der die Reize, die dich zieren, stammen,
Die keusch und rein'gend jedes Herz durchdringen?
Trüg'risch ist nur die Hoffnung jener Lust,
Die mit der Schönheit stirbt und stets entflieht,
Weil sie der Züge Wechsel untertan.
Doch die ist unfehlbar in treuer Brust,
Die um der Hülle Wandlung nicht verglüht;
Durch sie wird uns der Himmel aufgetan.