Wohl muss ein reiner tücht'ger Sinn sich freuen
An von der Kunst geschaffenen Gestalten,
Die liebe Züg' und Formen aufbehalten
Und Menschen bilden in Wachs, Ton und Stein.
Wenn dann fühllose Zeiten sie entweihen,
Solch edles Werk zertrümmern und zerspalten,
So wird das Bild sich dennoch in der alten
Schönheit im Geist, der es erfasst, erneuen.
So ist es deiner Schönheit widerfahren:
Als Bild des Heiles, das den Himmel schmückt,
Hat sie der ew'ge Künstler ausgesendet.
Verringert sie nun gleich sich mit den Jahren,
Sieht meine Sehnsucht sie nur mehr vollendet,
Der Schönheit denkend, die kein Alter knickt.