Der Edelmann des Mirgoroder Kreises Iwan Nikiforows Sohn Dowgotschun.«

Dieses Schriftstück tat seine Wirkung. Der Richter gehörte, wie alle

gutmütigen Menschen, zu der ängstlichen Brüderschaft. Er wandte sich an

den Sekretär. Aber der Sekretär öffnete seine dicken Lippen, stieß nur

ein »Hm« hervor, ... und sein Gesicht nahm jene gleichgültige,

teuflisch-zweideutige Miene an, mit der etwa Satan eins seiner Opfer

betrachtet, das ihm ins Garn ging und sich hilflos zu seinen Füßen

windet. Es blieb nur noch ein Mittel übrig: die beiden Feinde zu

versöhnen. Aber wie sollte man das anfangen, da bisher alle Versuche

erfolglos geblieben waren. Man beschloß immerhin noch einen letzten

Versuch zu machen, aber Iwan Iwanowitsch erklärte kurz und bündig: er

wolle nicht, und wurde sogar ernstlich böse. Iwan Nikiforowitsch kehrte

dem Vermittler statt einer Antwort den Rücken und sagte kein Wort. So

ging denn der Prozeß mit der bekannten Geschwindigkeit, durch welche

sich die Gerichte auszeichnen, vorwärts. Das Papier wurde abgestempelt,

in die Listen eingetragen, numeriert, geheftet und unterschrieben, und

dies alles geschah an ein und demselben Tage; dann wurde es endlich in

den Schrank gelegt, und blieb ein, zwei, drei Jahre usw. liegen. Viele

Bräute fanden Zeit, ihre Hochzeit zu feiern, in Mirgorod wurde eine neue

Straße angelegt, der Richter verlor einen Backenzahn und zwei

Schneidezähne, auf Iwan Iwanowitschs Hof liefen noch mehr Kinder herum

als früher (Gott allein weiß, wo sie herkamen), Iwan Nikiforowitsch

baute Iwan Iwanowitsch zum Trotz einen neuen Gänsestall, der sich

freilich in einiger Entfernung von der Stelle befand, auf der der

frühere gestanden hatte, ja er verbaute sich ganz gegen Iwan

Iwanowitsch, so daß diese würdigen Männer sich fast nie mehr von

Angesicht zu Angesicht sahen: die Prozeßakten aber lagen noch immer in

schönster Ordnung im Schrank, der von den vielen Tintenklexen allmählich

ganz marmoriert wurde.

Unterdessen aber trat ein für ganz Mirgorod äußerst wichtiges Ereignis

ein: der Polizeimeister gab eine Assemblee. Wo nehme ich Pinsel und

Farben her, um die ganze Großartigkeit der Auffahrt, den Glanz und die

Pracht des Festmahls zu schildern. Nehmen Sie eine Uhr, öffnen Sie sie

und sehen Sie sich an, was darin vorgeht. Nicht wahr, das ist ein

furchtbares Durcheinander? Und nun stellen Sie sich vor, daß ebenso

viele, wenn nicht noch viel mehr Räder auf dem Hofe des Polizeimeisters

nebeneinander standen. Was gab es da nicht für Wagen und Kutschen! Die

einen hinten ganz breit und vorne schmal, die andern vorn breit und

hinten schmal; die eine war eine leichte Kalesche und zugleich ein

schwerer Lastwagen, die andere weder Kalesche noch Lastwagen, die eine

glich einem gewaltigen Heuschober oder einer dicken Kaufmannsfrau, die

andere einem flinken Juden oder einem Skelett, das sich noch nicht ganz

aus seiner Haut gelöst hat. Die einen sahen im Profil geradezu aus wie

eine Pfeife mit einem Pfeifenrohr, und andere ließen sich wieder

überhaupt mit garnichts vergleichen, sondern waren ganz seltsame Gebilde

von furchtbarer Häßlichkeit und außerordentlich phantastischen Formen.

Über dieses Chaos von Rädern und Kutschböcken erhob sich eine besondere

Art von Wagen; er hatte ein riesengroßes Fenster, das von einem dicken

Querholz durchkreuzt war. Die Kutscher in Kosakenröcken, grauen

Bauernkitteln und -Jacken, mit den verschiedensten Schaffell- und andern

Mützen führten, mit der Pfeife im Munde, ihre ausgespannten Pferde im

Hofe herum. Nein, was war das für eine herrliche Assemblee, die der

Polizeimeister gab! Gestatten Sie, daß ich Ihnen die Namen aller

Anwesenden aufzähle: Taraß Tarassowitsch, Jewil Akinfowitsch, Ewtichij

Ewtichijewitsch, Iwan Iwanowitsch (nicht der bekannte Iwan Iwanowitsch,

sondern ein anderer), Sawa Gawrilowitsch, unser Iwan Iwanowitsch,

Eleutherij Eleutheriewitsch, Makar Nazarjewitsch, Thomas Grigorjewitsch

... nein, ich kann nicht weiter, ich habe keine Kraft mehr. Und wieviel

Damen da waren! -- brünette und weißwangige, lange und kurze, so dicke

wie Iwan Nikiforowitsch und so magere, daß man meinte, sie in die

Degenscheide des Polizeimeisters stecken zu können. Und wieviel

verschiedene Hauben, wie viele Kleider es da gab! rote, gelbe,

kaffeebraune, grüne, blaue, neue, gewendete, umgearbeitete -- und dann

diese Bänder, Tücher, Ridicules! Ade, ihr armen Augen! Nach diesem

Schauspiel werdet ihr zu nichts mehr fähig sein. Und welch lange Tafel

da gedeckt war! Wie alles durcheinander schwatzte! Welch ein Lärm sich

überall erhob! Was ist eine Mühle mit all ihren Mühlsteinen, Rädern und

ihrem Stampfwerk dagegen! Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, wovon

man sprach, aber man darf annehmen, daß von vielen angenehmen und

nützlichen Dingen die Rede war: vom Wetter, von Hunden, von Weizen,

Hauben, Hengsten u. s. w. Endlich, sagte Iwan Iwanowitsch -- nicht unser

Iwan Iwanowitsch, sondern der andere, der mit dem schielenden Auge: »Es

wundert mich sehr, daß mein rechtes Auge (der schielende Iwan

Iwanowitsch ironisierte sich immer selbst), Iwan Nikiforowitsch, Herrn

Dowgotschchun nicht sieht.«

»Er wollte nicht kommen,« sagte der Polizeimeister.

»Warum denn nicht?«

»Herrgott, es sind schon bald zwei Jahre, daß sich Iwan Iwanowitsch und

Iwan Nikiforowitsch entzweit haben, und wo der eine ist, geht der andere

auf keinen Fall hin.«

»Was Sie sagen!« Hierbei erhob der schielende Iwan Iwanowitsch seinen

Blick gen Himmel und faltete die Hände: »Was soll nur werden, wenn auch

die Leute mit gesunden Augen sich nicht mehr vertragen wollen. Wie soll

ich mit meinem schielenden Auge in Frieden leben!« Bei diesen Worten

lachten alle aus vollem Halse. Der schielende Iwan Iwanowitsch war sehr

beliebt, weil er immer Witze machte, die dem damaligen Zeitgeschmack

angepaßt waren. Sogar der große dürre Herr im Friesrock und mit dem

Pflaster auf der Nase, der bisher unbeweglich in der Ecke gesessen und

keine Miene verzogen hatte -- auch da nicht, als ihm eine Fliege in die

Nase flog -- sogar dieser Herr stand jetzt auf, und näherte sich dem

Kreise, der sich um den schielenden Iwan Iwanowitsch gebildet hatte.

»Hören Sie,« sagte der schielende Iwan Iwanowitsch, als er sah, daß der

Kreis um ihn herum genügend groß war, »hören Sie, statt daß Sie sich

jetzt an meinem schielenden Auge ergötzen, wollen wir doch lieber unsere

beiden Freunde versöhnen! Iwan Iwanowitsch unterhält sich gerade mit den

Frauensleuten ... wollen wir doch heimlich nach Iwan Nikiforowitsch

schicken und die beiden zusammenführen?«

Der Vorschlag Iwan Iwanowitschs wurde einstimmig angenommen; man

beschloß, sofort nach Iwan Nikiforowitsch zu schicken und ihn zum

Polizeimeister zu Tisch zu bitten, es koste, was es wolle. Aber vorher

gab es noch eine wichtige Frage zu lösen: wen sollte man mit diesem

verantwortungsvollen Auftrag betrauen? Das brachte alle in Verlegenheit.

Lange wurde hin und her gestritten, wer wohl für derartige diplomatische

Missionen am geeignetsten sei: endlich aber wurde einstimmig

beschlossen, Anton Prokofjewitsch Golopuß zu diesem Zwecke zu entsenden.

Doch ich muß den Leser zuvor mit dieser außerordentlichen Persönlichkeit

bekannt machen. Anton Prokofjewitsch war ein vollkommen tugendhafter

Mensch in des Wortes höchster Bedeutung. Schenkte ihm einer der

Mirgoroder Honoratioren ein Halstuch oder ein Paar Unterhosen, so

bedankte er sich; gab ihm jemand einen Nasenstüber, so bedankte er sich

gleichfalls. Fragte man ihn: »Anton Prokofjewitsch, warum haben Sie

einen braunen Rock mit hellblauen Ärmeln an?« so antwortete er

gewöhnlich: »Sie haben ja nicht einmal einen solchen! Warten Sie, wenn

er etwas abgetragen ist, wird sich schon alles ausgleichen.« Und

tatsächlich: mit der Zeit begann das hellblaue Tuch unter dem Einfluß

der Sonne braun zu werden, und jetzt paßt es schon ganz gut zu der Farbe

des Rocks. Was aber am bemerkenswertesten war, war dies, daß Anton

Prokofjewitsch die Angewohnheit hatte, im Sommer Tuch- und im Winter

Nankinganzüge zu tragen. Anton Prokofjewitsch besitzt kein eigenes Haus.

Einst besaß er eins am Ende der Stadt, aber er verkaufte es, erstand

sich für den Erlös drei braune Pferde und einen kleinen Wagen, und fuhr

von einem Gutsbesitzer zum andern zu Besuch. Aber da die Pferde ihm doch

viel Umstände machten, und er in einem fort Geld für Hafer brauchte, so

tauschte Anton Prokofjewitsch sie gegen eine Geige, ein Dienstmädchen

und fünfundzwanzig Rubel ein. Die Geige verkaufte er später wieder, und

das Mädchen tauschte er gegen einen Saffiantabaksbeutel ein -- aber

dafür hat er jetzt auch einen Tabaksbeutel wie kein zweiter. Allerdings

mußte er diesen Genuß teuer erkaufen: er kann nun nicht mehr von einem

Dorf ins andere fahren, er muß in der Stadt bleiben und in den

verschiedensten Häusern, gewöhnlich bei Edelleuten, übernachten, denen

es Spaß macht, ihm Nasenstüber zu geben. Anton Prokofjewitsch liebt es,

gut zu essen, und spielt recht gut Schafskopf oder auch Mühle. Es war

immer seine Art, sich unterzuordnen, und darum ergriff er auch jetzt

Stock und Mütze, und machte sich ohne weiteres auf den Weg.

Unterwegs überlegte er sichs, wie er Iwan Nikiforowitsch bewegen könnte,

die Assemblee zu besuchen. Die schroffe Art des sonst gewiß würdigen

Mannes, machte sein Unternehmen fast zu einer Unmöglichkeit. Wie sollte

sich auch Iwan Nikiforowitsch dazu entschließen, da ihm doch schon das

bloße Aufstehen soviel Mühe machte? Aber angenommen selbst, daß er

aufstünde, wie sollte er dahin gehen wollen, wo -- und das wußte er

zweifellos -- wo sein unversöhnlicher Feind sich befand? Je länger Anton

Prokofjewitsch darüber nachdachte, um so mehr Hindernisse türmten sich

auf. Es war ein schwüler Tag, die Sonne brannte vom Himmel herab, Anton

Prokofjewitsch war wie in Schweiß gebadet. Obschon er oft Nasenstüber

bekam, war er in mancherlei Hinsicht ein gewiegter Mensch (nur beim

Tauschen hatte er manchmal Unglück). Er wußte sehr gut, wann man den

Narren spielen mußte, und fand sich mitunter in Situationen und

Verhältnissen zurecht, in denen selbst ein Kluger sich keinen Rat gewußt

hätte.

Während sein erfinderischer Geist nach Mitteln und Wegen suchte, Iwan

Nikiforowitsch zu überreden, gelangte Anton Prokofjewitsch allmählich

bis ans Haus und wollte schon mutig der Entscheidung entgegengehen, als

ihn ein ganz unvorhergesehener Umstand ein wenig in Verlegenheit

brachte. Hier ist es übrigens am Platz, dem Leser die Mitteilung zu

machen, daß Anton Prokofjewitsch unter anderm auch ein Paar recht

merkwürdige Hosen besaß; sobald er dieses Paar trug, bissen ihn die

Hunde immer in die Waden. Unglücklicherweise mußte er gerade heute diese

Hosen anhaben. Er war noch ganz in Gedanken vertieft, als ihn plötzlich

ein fürchterliches Hundegebell aufschreckte, das von allen Seiten an

sein Ohr schlug. Anton Prokofjewitsch begann so zu schreien, (lauter als

er kann man überhaupt garnicht schreien), daß nicht nur das bekannte

alte Weib und der Besitzer des unförmlichen Rocks ihm entgegenliefen,

sondern auch die Jungens aus Iwan Iwanowitschs Hause hinzugerannt kamen.

Und obgleich die Hunde nur Zeit gehabt hatten, nach einem seiner Beine

zu schnappen, setzte doch dies Anton Prokofjewitschs Mut beträchtlich

herab, und so trat er denn mit einer gewissen Befangenheit in den Flur.

Siebentes und letztes Kapitel.

»Ah guten Tag, warum necken Sie denn meine Hunde?« rief Iwan

Nikiforowitsch, als er Anton Prokofjewitsch erblickte, denn man sprach

allgemein nicht anders, als in scherzendem Tone mit ihm.

»Mögen sie alle verrecken! Wer denkt daran, sie zu necken!« versetzte

Anton Prokofjewitsch.

»Sie schwindeln!«

»Bei Gott nicht! Peter Fedorowitsch läßt Sie zu Tisch bitten.«

»Hm.«

»Bei Gott, er bittet Sie so dringend darum; ich kann es wirklich gar

nicht ausdrücken. >Was soll das heißen<, sagt er, >Iwan Nikiforowitsch

geht mir ja aus dem Wege, wie einem Feinde. Er kommt nicht mehr zu mir;

man sitzt nie mehr zusammen, und plaudert nicht mehr miteinander<.«

Iwan Nikiforowitsch strich sich über das Kinn.

»>Wenn Iwan Nikiforowitsch heute wieder nicht kommt, dann weiß ich

wirklich nicht, was ich davon halten soll. Sicher führt er etwas gegen

mich im Schilde. Anton Prokofjewitsch, tun Sie mir doch den Gefallen,

sehen Sie zu, ob Sie ihn nicht überreden können.< Nun, was meinen Sie

Iwan Nikiforowitsch? Kommen Sie mit? Sie finden dort eine reizende

Gesellschaft beisammen!«

Aber Iwan Nikiforowitsch lag ruhig da und betrachtete einen Hahn, der

auf einem Fuße stand und aus voller Kehle krähte.

»Wenn Sie wüßten Iwan Nikiforowitsch,« fuhr der eifrige Abgeordnete

fort, »was Peter Fedorowitsch für einen herrlichen Stör und für einen

frischen Kaviar bekommen hat!«

Hier wandte ihm Iwan Nikiforowitsch das Gesicht zu und begann

aufmerksamer zuzuhören.

Dies ermutigte den Abgesandten. »Kommen Sie schnell. Thomas

Grigorjewitsch ist auch da. Was ist denn nur?« fügte er hinzu, als er

sah, daß Iwan Nikiforowitsch noch immer in der gleichen Stellung liegen

blieb, »gehen wir -- oder gehen wir nicht?«

»Ich mag nicht.«

Anton Prokofjewitsch war durch dieses »Ich mag nicht« ganz verblüfft. Er

hatte geglaubt, daß seine überzeugenden Vorstellungen den so würdigen

Mann schon völlig gewonnen hatten: und nun mußte er ein glattes Nein

vernehmen.

»Warum wollen Sie denn nicht,« fragte er fast verdrießlich, obgleich ihm

so etwas nur ganz selten passierte, (nicht einmal dann, wenn man ihn,

wie das der Richter und der Polizeimeister zu ihrem Vergnügen zu tun

pflegten, ein Stück brennendes Papier auf den Kopf legte).

Iwan Nikiforowitsch nahm eine Prise.

»Nun denn, machen Sie was Sie wollen, Iwan Nikiforowitsch, obgleich ich

nicht verstehe, was Sie zurückhält.«

»Wozu soll ich hingehen,« sagte endlich Iwan Nikiforowitsch, »der Räuber

ist ja doch da.« So nannte er gewöhnlich Iwan Iwanowitsch. Gerechter

Gott! und wie lange war es her ...

»Bei Gott, er ist nicht da! So gewiß ein gerechter Gott im Himmel lebt,

er ist nicht da! Mich soll auf der Stelle der Blitz treffen!« antwortete

Anton Prokofjewitsch, der gewöhnt war, Gott in jeder Stunde zehnmal

anzurufen. »Kommen Sie schnell, Iwan Nikiforowitsch.«

»Sie schwindeln ja, Anton Prokofjewitsch, er ist sicher da!«

»Bei Gott nein, so wahr mir Gott helfe, nein! Ich will nie von dieser

Stelle weichen, wenn er da ist! Urteilen Sie selbst, warum sollte ich

lügen? Hände und Füße sollen mir verdorren ... Wie, Sie glauben mir noch

immer nicht? Ich will hier vor Ihren Augen verrecken! Mein Vater, und

meine Mutter und ich selbst, wir mögen alle um unsere Seligkeit kommen,

wenn es nicht wahr ist! Glauben Sie mir noch immer nicht?«

Diese Beteuerungen beruhigten Iwan Nikiforowitsch vollkommen. Er befahl

seinem Kammerdiener in dem endlosen Frack, ihm seine Hosen und seinen

Nankingrock zu bringen.

Ich halte es für ganz überflüssig zu beschreiben, wie Iwan

Nikiforowitsch seine Hosen anzog, wie man ihm die Halsbinde umwickelte

und wie man ihm endlich in den Rock hineinhalf, der hierbei unter dem

linken Ärmel platzte. Es genügt, wenn ich sage, daß er während dieser

ganzen Zeit eine würdige Ruhe bewahrte und mit keinem Wort auf die

Vorschläge Anton Prokofjewitschs einging, der ihm durchaus seinen

türkischen Tabaksbeutel gegen etwas andres eintauschen wollte.

Unterdessen wartete die ganze Gesellschaft mit Ungeduld auf den

entscheidenden Moment, wo Iwan Nikiforowitsch erscheinen, und wo endlich

der allgemeine Wunsch in Erfüllung gehen würde, die beiden Ehrenmänner

zu versöhnen. Viele waren nahezu überzeugt, daß Iwan Nikiforowitsch

garnicht kommen würde. Der Polizeimeister wollte sogar mit dem

schielenden Iwan Iwanowitsch eine Wette eingehen, daß er nicht kommen

würde. Die Wette kam jedoch nicht zustande, weil der schielende Iwan

Iwanowitsch vorschlug, der Polizeimeister solle sein angeschossenes Bein

gegen sein schielendes Auge einsetzen; -- der Polizeimeister fühlte sich

ernstlich verletzt, aber die ganze Gesellschaft lachte im geheimen über

diesen Scherz. Niemand wollte sich zu Tisch setzen, obwohl es schon

längst zwei Uhr war, eine Zeit, zu der man in Mirgorod auch bei den

feinsten Diners längst zu Mittag speist. Sowie Anton Prokofjewitsch in

der Tür erschien, umringte ihn die ganze Gesellschaft augenblicklich,

aber Anton Prokofjewitsch hatte auf die zahlreichen Fragen nur ein

entschiedenes und lautes: »Er kommt nicht!« Kaum war das Wort gefallen,

als ein Hagelwetter von Scheltworten, Vorwürfen und vielleicht sogar

Püffen seinen Kopf für die verfehlte Mission bedrohte, doch da tat sich

die Türe auf, und Iwan Nikiforowitsch trat herein.

Wenn in diesem Augenblick Satan in höchsteigener Person, oder irgend ein

Verstorbener eingetreten wäre -- sie hätten bei den Anwesenden kein

solches Erstaunen erregt, wie das unerwartete Erscheinen Iwan

Nikiforowitschs. Anton Prokofjewitsch aber hielt sich die Seiten vor

Lachen und freute sich unbändig, daß er die ganze Gesellschaft so zum

Narren gehalten hatte.

Wie dem auch sei, alle hielten es für völlig unwahrscheinlich, daß Iwan

Nikiforowitsch sich in so kurzer Zeit hatte ankleiden können, wie es

sich für einen Edelmann ziemt. Iwan Iwanowitsch war in diesem Moment

gerade nicht im Zimmer, er war aus irgend einem Grunde eben

hinausgegangen. Als man sich vom ersten Erstaunen erholt hatte, äußerte

die ganze Gesellschaft ihren lebhaften Anteil an dem Wohlbefinden Iwan

Nikiforowitschs, und alle sprachen ihre Freude über die Zunahme seiner

Körperfülle aus. Iwan Nikiforowitsch küßte alle Anwesenden und sagte:

»Sehr verbunden«.

Unterdessen aber drang der Duft der Rübensuppe in das Zimmer und

kitzelte in angenehmster Weise die Nasen der hungrigen Gäste. Alle

gingen ins Eßzimmer. Eine lange Reihe von stillen und gesprächigen,

dicken und dünnen Damen zog voran, und die lange Tafel erstrahlte in

allen Farben. Ich werde nicht alle Speisen beschreiben, die aufgetragen

wurden, werde nichts über die Knödel in saurer Sahne und das Gekröse,

das es zur Rübensuppe gab, sagen, auch nicht von dem Truthahn mit der

Pflaumen- und Rosinenfüllung, noch von der Speise, die einem in Kwas[4]

eingeweichten Paar Stiefeln gleicht, noch von der Sauce, dem

Schwanenliede des alten Kochs, noch vom Pudding, der brennend serviert

wurde, was die Damen immer sehr ängstigt und zugleich unterhält. Ich

werde nicht von diesen Speisen sprechen, denn ich muß gestehn, daß ich

sie viel lieber verzehre als mich des weiteren über sie auslasse.

[Fußnote 4: Eine Art kalte Schale.]

Iwan Iwanowitsch hatte besonders einem mit Meerrettich zubereiteten

Fisch Geschmack abgewonnen. Er beschäftigte sich eifrig mit dieser

nützlichen und nahrhaften Veranstaltung, löste die allerkleinsten Gräten

heraus und legte sie auf den Rand des Tellers. Dabei blickte er zufällig

auf sein Visavis. Himmlischer Vater, war das merkwürdig! Ihm gegenüber

saß Iwan Nikiforowitsch.

In demselben Augenblick sah auch Iwan Nikiforowitsch auf .... Nein --

ich kann nicht weiter! Man reiche mir eine andere Feder, nein -- die

meine ist viel zu matt und tot. Für dieses Bild bedürfte sie eines weit

feineren Kieles! Der Ausdruck großer Verwunderung, die sich in ihren

Gesichtern spiegelte, gab ihren Zügen etwas Steinernes. Jeder von ihnen

erblickte das längst vertraute Gesicht, jeder von ihnen war dem Anschein

nach unwillkürlich bereit, zum Freunde, der so unerwartet vor ihm saß,

hinzutreten und ihm die Tabaksdose mit den Worten hinzuhalten: »Bitte,

bedienen Sie sich« oder »Darf ich Sie bitten, sich zu bedienen!«

Zugleich aber hatten die Gesichter etwas Furchtbares und

Unheilverkündendes. Iwan Iwanowitsch und Iwan Nikiforowitsch waren wie

in Schweiß gebadet.

Alle Anwesenden, soviel ihrer bei Tische waren, verstummten vor Spannung

und konnten die Augen nicht von den einstigen Freunden wegwenden. Die

Damen, die bis dahin in ein sehr interessantes Gespräch über die

Entstehung der Kapaunen vertieft waren, brachen plötzlich ab. Alles

schwieg. Es war ein Bild, würdig des Pinsels eines großen Künstlers.

Endlich zog Iwan Iwanowitsch sein Taschentuch hervor und begann sich zu

schneuzen. Iwan Nikiforowitsch aber sah sich um und suchte mit den Augen

nach dem Ausgang.

Aber der Polizeimeister hatte schon bemerkt, was mit ihnen vorging, und

ließ die Türe noch fester verschließen. Die beiden Freunde wandten sich

daher wieder ihren Speisen zu und würdigten einander keines Blickes

mehr.

Sowie jedoch das Diner zu Ende war, sprangen die beiden alten Freunde

von ihren Sitzen auf und sahen sich nach ihren Mützen um, um sich

schleunigst davonzumachen. Da jedoch winkte der Polizeimeister, und Iwan

Iwanowitsch (nicht unser Iwan Iwanowitsch, sondern der andere, mit dem

schielenden Auge) stellte sich hinter Iwan Nikiforowitsch, während der

Polizeimeister hinter Iwan Iwanowitsch trat. Beide begannen, sie von

hinten zu stoßen, um sie gegeneinander zu drängen und nicht eher

loszulassen, als bis sie sich die Hände gereicht hätten. Iwan

Iwanowitsch (mit dem schielenden Auge) schob Iwan Nikiforowitsch, wenn

auch ein wenig schief, doch immerhin ganz geschickt nach der Stelle, wo

Iwan Iwanowitsch stand; der Polizeimeister dagegen nahm die Richtung

etwas zu sehr nach der Seite, da er mit seinen störrischen

Gehwerkzeugen, die ihrem Kommandanten diesmal garnicht parierten,

durchaus nicht zurechtkommen konnte. Wie zum Trotz schwenkte er das Bein

gar zu weit zurück und nach der entgegengesetzten Richtung (das kam

möglicherweise daher, weil bei Tisch sehr viel verschiedene Getränke

gereicht worden waren) -- jedenfalls fiel Iwan Iwanowitsch auf eine Dame

in einem roten Kleide, die sich aus Neugierde bis in die Mitte gedrängt

hatte. Dieses Omen ließ nichts Gutes vermuten. Um die Sache wieder

einzurenken, trat der Richter an die Stelle des Polizeimeisters, sog mit

der Nase allen Tabak von der Oberlippe auf und drängte Iwan Iwanowitsch

nach der andern Seite. Das ist die in Mirgorod übliche Art der

Versöhnung, sie erinnert entfernt an das Ballspiel. Kaum aber hatte der

Richter Iwan Iwanowitsch einen Stoß gegeben, als auch Iwan Iwanowitsch

mit dem schielenden Auge sich aus allen Kräften gegen Iwan

Nikiforowitsch stemmte und ihn vorwärts stieß. Der Schweiß floß Iwan

Iwanowitsch von der Stirne herab wie das Regenwasser von einem Dach.

Aber trotzdem beide Freunde sich heftig sträubten, wurden sie doch

aneinandergedrängt, da beide Parteien von den Gästen tüchtig unterstützt

wurden.

Man umringte sie von allen Seiten und ließ sie nicht früher auseinander,

als bis sie sich die Hände gereicht hatten.

»Gott mit Ihnen Iwan Nikiforowitsch, und Iwan Iwanowitsch, sagen Sie

doch ehrlich: warum haben Sie sich entzweit! Es war doch nur ein Unsinn!

Schämen Sie sich doch vor Gott und vor den Menschen!«

»Ich weiß nicht,« sagte Iwan Nikiforowitsch, der vor Müdigkeit laut

schnaufte, (kein Zweifel, er war durchaus nicht abgeneigt, sich zu

versöhnen) »ich weiß nicht, was ich Iwan Iwanowitsch getan habe. Aber

warum hat er meinen Stall zerstört? Warum wollte er mich zugrunde

richten?«

»Ich bin mir keiner bösen Absicht bewußt,« sagte Iwan Iwanowitsch, ohne

Iwan Nikiforowitsch anzusehen, »ich schwöre vor Gott und vor Ihnen

allen, verehrte Freunde und Edelleute, ich habe meinem Feinde nichts

getan! Warum verleumdet er mich, warum beschimpft er immer wieder meinen

Rang und meinen Namen?«

»Was habe ich Ihnen denn für einen Schaden zugefügt, Iwan Iwanowitsch?«

sagte Iwan Nikiforowitsch. Noch einen Augenblick der Aussprache -- und

die lange Feindschaft war dicht daran, ganz zu verlöschen. Schon griff

Iwan Nikiforowitsch in die Tasche, um seine Tabaksdose hervorzuholen und

zu sagen: »Bitte bedienen Sie sich.«

»Ist das vielleicht kein Schaden,« antwortete Iwan Iwanowitsch, ohne die

Augen zu erheben, »wenn Sie, geehrter Herr, mich, meinen Rang und meine

Familie durch ein Wort beschimpft haben, das hier zu wiederholen, nicht

anständig wäre!«

»Iwan Iwanowitsch, erlauben Sie mir, Ihnen in aller Freundschaft zu

sagen:« (hierbei packte Iwan Nikiforowitsch Iwan Iwanowitsch beim Knopf,

ein Zeichen seiner innigsten Sympathie) »der Teufel weiß, weswegen Sie

sich beleidigt gefühlt haben: weil ich Sie einen »Gänserich« genannt

habe!«

Iwan Nikiforowitsch sah sofort ein, was für eine Unvorsichtigkeit er

begangen hatte, als er dies Wort aussprach -- aber es war schon zu spät,

das Wort war heraus. Jetzt ging alles zum Teufel! War doch Iwan

Iwanowitsch schon damals, unter vier Augen und ohne Zeugen, bei Nennung

dieses Wortes ganz außer sich und in eine Wut geraten, die ich, weiß

Gott, keinem Menschen wünschen möchte; urteilen Sie also selbst, meine

verehrten Leser, was sollte nun geschehen, jetzt, wo das tödliche Wort

in Gesellschaft, in Gegenwart vieler Damen gefallen war -- denn da

liebte es Iwan Iwanowitsch besonders, seine noble Lebensart zu zeigen.

Wäre Iwan Nikiforowitsch etwas anderes eingefallen, hätte er _Vogel_

statt _Gänserich_ gesagt, die Sache hätte sich noch einrenken lassen,

aber so .... war natürlich alles vorüber!

Iwan Iwanowitsch warf Iwan Nikiforowitsch einen Blick zu -- einen Blick!

Hätte dieser Blick ausübende Gewalt gehabt, Iwan Nikiforowitsch wäre zu

Staub und Asche verbrannt worden. Die Gäste verstanden diesen Blick und

bemühten sich, sie zu trennen. Und dieser Mann, das Muster aller

Freundlichkeit, der keinen Bettler vorübergehen lassen konnte, ohne ihn

anzusprechen und auszufragen, dieser Mann lief in maßloser Wut davon. So

mächtig sind die Stürme der Leidenschaft!

Einen ganzen Monat hörte man nichts von Iwan Iwanowitsch. Er schloß sich

in seinem Hause ein. Der vorsintflutliche Kasten wurde geöffnet, und es

wurden alle möglichen Dinge aus ihm hervorgeholt -- ja was denn?

Silberrubel, alte vom Großvater ererbte Silberrubel. Und diese

Silberrubel wanderten in die schmutzigen Hände von Tintenklexern

hinüber. Die Sache ging an den Appellationshof weiter, und erst als Iwan

Iwanowitsch die freudige Nachricht erhielt, daß seine Sache morgen

entschieden sein würde, erst da entschloß er sich endlich, wieder einen

Blick in die Welt zu tun und etwas auszugehen. Oh, weh! Seit jenem Tage

benachrichtigt ihn das Appellationsgericht täglich im Laufe von zehn

Jahren, daß die Entscheidung morgen fallen werde.

* * * * *

Vor fünf Jahren kam ich einmal durch Mirgorod. Ich hatte mir eine

ungünstige Zeit zum Reisen ausgesucht. Es war Herbst, das Wetter war

feucht und trübe, überall lag Schmutz und Nebel. Ein unnatürliches Grün

-- die Folge des trübseligen, ununterbrochenen Regens -- bedeckte wie

ein dünnes Netz die Felder und Wiesen, und das stand ihnen so an, wie

einem Greise Torheiten, oder einer alten Frau Rosen anstehen. Meine

Stimmung war damals sehr vom Wetter abhängig: ich wurde stets traurig,

sowie das Wetter schlecht war. Nichtsdestoweniger fühlte ich mein Herz

heftiger schlagen, als ich mich Mirgorod näherte. Herrgott, wieviel

Erinnerungen drängten sich mir auf! Ich hatte Mirgorod zwölf Jahre lang

nicht gesehen. Damals lebten hier zwei einzigartige Freunde in rührender

Liebe vereinigt. Und wie viele berühmte Männer waren seitdem gestorben!

Der Richter Demian Demianowitsch war schon tot, auch Iwan Iwanowitsch

mit dem schielenden Auge hatte das Zeitliche gesegnet. Ich fuhr durch

die Hauptstraße. Überall ragten Stangen mit aufgehefteten Strohbündeln

empor; offenbar fand gerade eine neue Planierung statt. Einige von den

Hütten waren abgetragen, und die Reste von Zäunen und Flechtwerk standen

ganz melancholisch da.

Es war ein Feiertag, ich ließ meinen mit Matten gedeckten Wagen vor der

Kirche halten und trat so leise ein, daß niemand sich umsah. Freilich,

es war ja auch niemand da, der sich hätte umsehen können. Die Kirche war

fast leer, es war kaum ein Mensch darin: augenscheinlich fürchteten sich

auch die Allerfrömmsten vor dem Straßenschmutz. Die Kerzen machten bei

dem trüben oder besser kränklichen Tageslicht einen fast beängstigenden

Eindruck; die Hallen waren düster, und die runden Scheiben der

länglichen Kirchenfenster waren feucht von Regentränen. Ich trat in die

Vorhalle und wandte mich an einen ehrwürdigen Mann mit grauen Haaren.

»Gestatten Sie mir die Frage, lebt Iwan Nikiforowitsch noch?« In diesem

Augenblick flackerte das Lämpchen vor dem Gottesbild heller auf, und das

Licht fiel gerade auf das Gesicht meines Nachbars. Wie sehr erstaunte

ich, als ich bei näherem Hinsehen bekannte Züge entdeckte. Das war Iwan

Nikiforowitsch in eigener Person, aber wie hatte er sich verändert!

»Sind Sie gesund Iwan Nikiforowitsch? Wie alt Sie geworden sind!«

»Ja, ich bin alt geworden,« antwortete Iwan Nikiforowitsch. »Ich bin

heute aus Poltawa gekommen.«

»Was Sie sagen! Bei dem schlechten Wetter sind Sie nach Poltawa

gefahren?«

»Was soll man machen -- der Prozeß!«

Unwillkürlich seufzte ich.

Iwan Nikiforowitsch hatte meinen Seufzer gehört und sagte: »Beunruhigen

Sie sich nicht; ich habe die bestimmte Nachricht erhalten, daß die Sache

in der nächsten Woche entschieden sein wird, und zwar zu meinen

Gunsten.«

Ich zuckte die Achseln und ging, um mich nach Iwan Iwanowitsch zu

erkundigen.

»Iwan Iwanowitsch ist hier, er ist oben auf dem Chor,« sagte mir jemand.

Ich erblickte eine magere Gestalt. War das wirklich Iwan Iwanowitsch?

Sein Gesicht war mit Runzeln bedeckt, die Haare waren schneeweiß, und

nur die Pekesche hatte sich nicht verändert. Nach der ersten Begrüßung

wandte sich Iwan Iwanowitsch mit dem heiteren Lächeln, das seinem

trichterförmigen Gesicht so gut stand, zu mir hin und sagte: »Soll ich

Ihnen eine frohe Neuigkeit mitteilen?«

»Eine Neuigkeit?« fragte ich.

»Morgen wird meine Sache entschieden; das Appellationsgericht hat es mir

bestimmt versprochen!«

Ich seufzte noch tiefer und beeilte mich mit dem Abschied, da ich in

einer sehr wichtigen Angelegenheit reiste. Ich bestieg meinen Wagen. Die

elenden Gäule, die in Mirgorod unter dem Namen Kurierpferde bekannt

sind, zogen an und verursachten mit ihren, in der grauen Schmutzmasse

einsinkenden Hufen ein unangenehmes Geräusch. Der Regen floß in Strömen

auf den auf dem Bock sitzenden Juden herab, der sich durch eine Matte zu

schützen suchte. Die Feuchtigkeit drang mir durch Mark und Bein. Der

wehmütige Schlagbaum mit dem Wärterhäuschen, in dem der Invalide seine

graue Uniform flickte, zog langsam an mir vorüber. Und wieder breitete

sich das stellenweise aufgewühlte schwarze, hie und da grünlich

schimmernde Feld vor mir aus: nasse Krähen und Raben, der monotone Regen

und ein tränenfeuchter, trostlos grauer Himmel!

Es ist eine traurige Welt, meine Herren!

Sämmtliche Werke 4: Mirgorod · 第 24 / 34 题