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ist einliegende Karte mit der alten Frau, die in das Kaminfeuer bläst,

mit ihrem Hund, nicht erschütternd? ein Schicksalsbild des armen

Frankreich. Unser Leben ist umgeben von solchen Bildern. Ich kenne für

mein Gemüt nichts Fürchterlicheres als den seltsamen Blick dieser alten,

über alle Vorstellung vereinsamten Greise und Großmütter Frankreichs.

Die Kirche von Senzey ist auch von einer namenlosen Traurigkeit. Helmuts

Karte lege ich auch bei; vielleicht hat er doch das Glück und kommt

durch; ich wußte ja, daß dieses Gemetzel im Westen kommen würde. Es

hilft kein Reden und Klagen und Anklagen. Es ist ziemlich sinnlos, den

paar Regierungsmännern die Verantwortung für dies Inferno zuschieben zu

wollen. _Jeder einzelne ist genau so schuldig._ Was versteht der

einzelne unter »Frieden«?? Das begierige Wiederaufnehmen desselben

friedenswidrigen sündlichen Lebens und Strebens, das diesen Weltbrand

erzeugt. Die Axt muß an die _Wurzel_ gelegt werden. Ich finde, Du redest

Dich in Deiner Trauer und in Deinem Zorn in einen ganz falschen

Demokratismus hinein.

Ich verstehe wohl, daß Du Dich zuweilen nach Berlin oder Bonn sehnst, --

ich zweifle nur, ob Du Dich jetzt dort wohl fühlen könntest, gar in

Berlin!!! Das würde für Dein Gemüt katastrophal enden; Bonn --

vielleicht; erholen würdest Du Dich auch dort kaum. -- -- -- -- --

Mit den Rehchen scheint es ja gottlob besser zu gehen; bestelle mal

wieder die Photographie von unserem Häuschen und schicke sie mir. Ich

werde hier so oft drum gefragt, wie es aussieht -- etc.

Nun Schluß.

Briefe, Aufzeichnungen und Aphorismen. Erster Band · 第 84 / 158 题