Dieselben und Petruschin (Rechtsanwalt, wohlbeleibt, mit frischer
Gesichtsfarbe und lebhaftem Wesen; er tritt zu Fedja heran).
_Petruschin_: Nun, lieber Freund, unsere Sache steht gut; verderben Sie
sie mir nur nicht durch Ihre letzte Ansprache!
_Fedja_: Ich werde gar nicht reden. Was sollte ich ihnen sagen?! Ich
werde es nicht tun.
_Petruschin_: Nicht doch; reden müssen Sie. Haben Sie nur keine Angst!
Wir haben jetzt schon so gut wie gewonnenes Spiel. Sagen Sie nur das,
was Sie schon zu mir gesagt haben: daß Sie im Falle einer Verurteilung
nur deswegen verurteilt werden würden, weil Sie einen Selbstmord, das
heißt eine nach bürgerlichem und kirchlichem Rechte als Verbrechen
geltende Handlung nicht begangen hätten.
_Fedja_: Ich werde nichts sagen.
_Petruschin_: Warum nicht?
_Fedja_: Ich will es nicht und werde es nicht tun. Sagen Sie mir nur:
was kann im schlimmsten Falle erfolgen?
_Petruschin_: Das habe ich Ihnen bereits gesagt: im schlimmsten Falle
Verschickung nach Sibirien.
_Fedja_: Das heißt, wer würde verschickt werden?
_Petruschin_: Sowohl Sie als auch Ihre Frau.
_Fedja_: Und im besten Falle?
_Petruschin_: Kirchenbuße und selbstverständlich Annullierung der
zweiten Ehe.
_Fedja_: Das heißt also, man würde mich wieder an sie fesseln, oder
vielmehr sie an mich.
_Petruschin_: Ja, so wird es wohl kommen. Aber regen Sie sich nicht
auf! Und bitte, sprechen Sie nur so, wie ich es Ihnen sage, und nur die
Hauptsache, nichts Überflüssiges! Na, aber ... ($er bemerkt, daß sich
ein Kreis von Zuhörern um sie gebildet hat$) ich bin müde geworden und
will weggehen und mich ein Weilchen still hinsetzen. Sie sollten sich
ebenfalls ein bißchen erholen. Die Hauptsache ist: nicht ängstlich sein!
_Fedja_: Und anders kann die Entscheidung nicht ausfallen?
_Petruschin_ ($im Weggehen$): Nein, anders nicht.