+Anderer Sonnenuntergang in sehr reicher Färbung.+
Motiv: Die oberen zwei Drittel der Luft mit langgestreckten,
horizontalen, tiefpurpurnen Wolkenzügen, Lage über Lage durchsetzt;
zwischen den unteren glänzend gelbe Lichter. Das untere Drittel gelb in
Orange übergehend mit wenigen Wölkchen und einigen mattblauen Streifen.
Farben: ~Cobalt~ -- ~Indigo~ und ~Indian Red~ -- ~Yellow Ochre~ --
~Yellow Ochre~ und ~Rose Madder~ -- ~Yellow Ochre~ und ~Gamboge~ --
~Indigo~, ~Indian Red~ und ~Rose Madder~ -- ~Cobalt~ und ~Rose Madder~.
Vorausgesetzt, daß das Papier den früher erwähnten ersten Ton erhalten
hat und nunmehr zur Aufnahme weiterer Farbe bereit ist, setzt man die
blauen Streifen im unteren Theile der Luft mit entschiedenen Umrissen
ein. Sodann legt man die oberen Wolkenschichten mit ~Indigo~ und
~Indian Red~ an, wobei an den oberen Rändern Blau, an den unteren
aber Roth vorherrschen muß. Im unteren Drittel beginnt man gegen die
Mitte hin mit Wasser und setzt dann bis zum Horizont von dem rötheren
Ton zu. -- Ist alles trocken, so beginnt man am Zenith mit Wasser und
setzt nach einiger Zeit einen etwas kräftigen Ton von ~Yellow Ochre~
ein, welchen man bis zum Horizont führt und gegen diesen hin etwas
~Rose Madder~ zusetzt. -- Hierauf werden die Farben der oberen Wolken
mit ~Indigo~ und ~Indian Red~ verstärkt. -- Im unteren Drittel beginnt
man dann abermals oben mit Wasser, ohne jedoch die purpurnen Wolken zu
berühren, setzt dann ~Yellow Ochre~ ein und verstärkt ihn nach unten
mit etwas ~Rose Madder~. -- Ist dies trocken, so wäscht man die ganze
Oberfläche mit reinem Wasser, trocknet aber nicht ab. Ist die Nässe
verschwunden, die Oberfläche aber noch feucht, so legt man den dunklen,
warmen Purpurton über die oberen Wolken mit ~Indigo~, ~Indian Red~ und
~Rose Madder~, wobei die Farbe nach unten an Tiefe zunehmen muß, aber
nicht bis zum Rande der Wolken geführt werden darf. Diese Manipulation
ist zwei bis dreimal zu wiederholen, jeder folgende Auftrag aber an
Umfang zu verringern, um Abstufung der Töne zu erreichen und für die
beiden letzten Male ist anstatt des ~Indigo Cobalt~ zu nehmen. Hierauf
trägt man im untern Theil den warmen Ton mit ~Yellow Ochre~ und ~Rose
Madder~ auf, welchem man, gegen den Horizont hin, etwas ~Indian Red~
zusetzt und muß dieses ebenfalls mehrmals wiederholt werden, wobei man
jedesmal etwas tiefer beginnt. -- Ist dieses beendet, so setzt man
die kleinen, fliegenden Wölkchen im unteren Theil mit ~Rose Madder~
und ~Cobalt~ ein, sowie die Schichte ~Cobalt~, welche, um unbestimmt
und zart zu verlaufen, oben und unten einen Streifen mit wenig Wasser
erhalten muß. In die hellen Stellen zwischen den oberen Wolken bringt
man ~Rose Madder~ mit ~Gamboge~ und auf die hellsten Lichter ~Yellow
Ochre~ mit ~Gamboge~. Die Ausführung muß eine leichte, transparente
sein, weßhalb man nicht zu viel Farbe in den Pinsel nehme, die Töne
stets sehr dünn anwende und die Tiefe des Tons durch +öftere+ Aufträge
zu erreichen suche, wodurch alle Schwere verbannt bleibt. Mit nur
wenigen Aufträgen ist in derartigen Stimmungen nichts zu erreichen als
Schwere und Dunkel.
* * * * *
Nach Rowbotham empfiehlt sich für Darstellung eines glühenden
Sonnenunterganges +mit+ Sonne folgende Behandlung: Die Sonne
lege man mit recht dickem ~Chinese White~ an, welches man, wenn
trocken, je nach der nothwendigen Farbe, entweder mit ~Cadmium~
oder mit ~Indian Yellow~ und ~Vermilion~ lasirt, -- oder aber man
radire die Sonnenscheibe aus, glätte das Papier gut und colorire
dann mit vorstehenden Tönen. Am Horizont lagern häufig kalttönige
Wolkenstreifen, welche nicht selten quer vor der Sonnenscheibe liegen
und letztere halbiren. Sie lassen sich am besten mit ~Cobalt~,
~Rose Madder~ und ein wenig ~Chinese White~ geben; man sei indessen
vorsichtig, damit nicht durch Zusatz von etwas zu viel von letzterem
diese Wolken ein kreidiges Ansehen erhalten.
Die oben angeführten Beispiele sind so verschieden im Charakter, daß
sie wenigstens zu mehr als allgemeiner oder einseitiger Kenntniß der
Behandlung der Lüfte den Grund zu legen geeignet sind. Es sind Motive,
welche in der Natur sowohl, wie in Gemälden, häufig wiederkehren und
dem Lernenden den Einblick in das Entstehen der ausgeführtesten und
vollendetsten Werke vermitteln. ~Cadmium~ ist nur in einem Falle
angewendet worden. Wo aber ein sehr glänzender Effekt wiedergegeben
werden soll, wird seine Anwendung stets eine erfolgreiche sein.
An dieser Stelle muß noch betont werden, daß der Luftton stets über
die ganze Ferne bis in den Mittelgrund und bei Vorhandensein von
Wasser, Teichen, Flüssen etc. im Vordergrunde, auch über diesen zu
legen ist. Größere helle Lichter spart man aus. Schließlich will ich
auch bemerken, daß bei Gemälden von größeren Dimensionen, oder bei
solchen, welche zu größerer Vollendung bestimmt sind, das auch in
den angeführten Beispielen mehrmals eingehaltene Verfahren, wonach
bei Anlage der ersten Töne das genäßte Papier nicht mit Löschpapier
abgetrocknet wird, sondern die Anlage der ersten Farbentöne noch in
ziemlich nassem Zustande erfolgt, mit Vortheil angewendet wird, da
hierdurch ein hoher Grad von Weichheit erzielt wird und die einzelnen
Töne sehr schön in einander laufen. Legt man eine größere Luftfläche
in dieser Weise an, so nimmt man keine weitere Rücksicht auf die
Formen der Farbentöne, als etwa in Bezug auf Lage und setzt alle Töne
ohne Unterbrechung neben oder in einander. Ist die Fläche trocken,
so zeigt die Luft eine Anzahl formlos in einander verlaufender
Farbentöne, worauf abgewaschen, die überschüssige Nässe nunmehr aber
aufgetrocknet wird. Der zweite Auftrag wird dann in der gewöhnlichen
Weise behandelt und wird dabei selbstverständlich näher auf die Formen
der Wolkenbildungen etc. eingegangen.
~=B.=~ =Die Ferne.= -- Gebirg.
=1. Colorit.=
~a.~ +Töne für größte Ferne.+
~Cobalt~ allein, oder lasirt mit ~+Light Red+~ -- ~+Indian Red+~
-- ~Burnt Sienna~ -- ~Vermilion~ -- ~+Rose Madder+~ oder ~+Brown
Madder+~.
~+Cobalt+~, ~+Rose Madder+~ und ~+Yellow Ochre+~ in den
verschiedensten Nüancen (auch 1. 3. 2. -- 2. 3. 1. -- 2. 1. 3. --
3. 2. 1.)
~+Cobalt+~, ~+Naples Yellow+~ und ~+Rose Madder+~ wie voriger Ton,
besonders aber 2. 3. und wenig 1. für +neblige+ Stimmungen und
dämpfige Schwüle unersetzlich, darf aber immer erst bei Beendigung
der Ferne aufgetragen werden, wobei man gewöhnlich oben mit Wasser
anfängt und etwa, von der Mitte der Luft an mehr und mehr von
diesem Ton zuzusetzen beginnt.
~Cobalt~, ~Indigo~ und ~Rose Madder~.
~Cobalt~, ~Indigo~ und ~Brown Madder~.
~French Blue~ und ~Lamp Black~, milder Ton.
~French Blue~, ~Rose Madder~ mit wenig ~Yellow Ochre~.
~Indigo~ und ~Lamp Black~ in Seestücken für ferne Klippen etc.
~+Indian Red+~ und ~+Indigo+~, tiefer, dunkler Ton.
~Ultramarin Ash.~
~Payne’s Grey.~
~b.~ Töne für Ferne bei heller Beleuchtung.
~+Light Red+~ -- ~+Rose Madder+~ -- ~+Raw Umber+~ -- ~Raw Sienna~.
~+Vermilion+~ und ~+Rose Madder+~.
~+Neutral Orange+~ und ~+Rose Madder+~ oder ~Brown Madder~.
~Cadmium~ allein oder mit ~Yellow Ochre~.
~+Lemon Yellow+~, (+nicht+ als erster Ton oder zur Untermalung.)
~Naples Yellow~ allein oder mit ~Rose Madder~.
~Yellow Ochre~ allein oder mit ~+Rose Madder+~, ~Indian Red~ oder
~Light Red~.
Für die +Schattentöne+ empfehlen sich:
~Cobalt~ und ~Rose Madder~.
~Cobalt~, ~Rose Madder~ und ~Yellow Ochre~ oder ~Raw Umber~.
~Cobalt~ und ~Indian Red~.
~Cobalt~, ~Lake~ und ~Burnt Sienna~.
~c.~ Töne für Ferne mittleren Grades
(weniger weit als unter ~a.~)
~+Cobalt+~ und ~+Brown Madder+~, sehr nützlicher Ton.
~Cobalt~, ~Indigo~ und ~Brown Madder~ oder ~Rose Madder~.
~+Cobalt+~ und ~+Light Red+~ (auch ~French Blue~ anstatt ~Cobalt~),
sehr schön für duftige Effekte.
~+Cobalt+~, ~+Light Red+~ und ~+Rose Madder+~ liefert eine Unzahl
brauchbarer Töne.
~Cobalt~, ~Sepia~ und ~Brown Madder~, sehr nützlich.
~Indigo~ und ~Purple Madder~, sehr zarter, schöner Purpurton.
~Cobalt~ und ~Purple Madder~, heller.
~Indigo~ mit ~Vermilion~ oder ~Rose Madder~.
~Indigo~, ~Yellow Ochre~ und ~Rose Madder~.
~French Blue~, ~Lamp Black~ und ~Rose Madder~.
~Naples Yellow~ allein oder mit ~Cobalt~, dick aufgesetzt, aber mit
+sicherer+ Hand, liefert scharfe Lichter auf fernes Gebirg.
~Cobalt~, ~Yellow Ochre~ und ~Chinese White~ eignet sich für die
Darstellung der Verzweigungen in den Gebirgsmassen; auch ~Cobalt~
allein, ebenfalls dick, mit wenig Wasser aufgetragen, paßt für
manche Fälle.
Zusatz von etwas ~French Blue~ gibt den Tönen größere Tiefe.
~d.~ Töne für +fernes+ Grün.
~Roman Ochre~ und Blau, (~Cobalt~, ~French Blue~ oder ~Indigo~),
tiefe, sanfte Töne. Zur Beurtheilung der Wirkungsweise der aus
den verschiedenen blauen Farben resultirenden grünen Töne, habe
man stets im Auge, daß ~+Cobalt+~ +zarte+ Töne +ohne große Tiefe+
liefert, ~+French Blue+~ dagegen +tiefe+, +dunklere+ Töne und
~+Indigo+~ +sehr dunkle+, leicht zu Schwärze neigende, weßhalb
man sich vor einem Uebermaß desselben zu hüten hat. Der Lernende
versäume nicht, sich mit den zahlreichen Nüancen des Grün möglichst
vertraut zu machen.
~Roman Ochre~, ~Chrimson Lake~ und ~Indigo~.
~Roman Ochre~, ~Indigo~, ~Rose Madder~ und etwas ~Cobalt~.
~+Yellow Ochre+~ und +Blau+ (auch 2. 1.) +sehr brauchbare+ Töne
besonders mit ~French Blue~, in +dicker+ Mischung d. h. mit wenig
Wasser angerieben, aufzutragen.
~+Yellow Ochre+~, ~+Cobalt+~ und wenig ~+Rose Madder+~, dick.
~Yellow Ochre~, ~Cobalt~ und ~Indigo~, tiefer im Ton.
~+Yellow Ochre+~, ~+Cobalt+~ mit ~+Light Red+~ -- oder ~Rose
Madder~ -- oder ~+Brown Pink+~.
~Yellow Ochre~, ~Indigo~, etwas ~Cobalt~ und ~Indian Red~.
~Gamboge~, ~Yellow Ochre~ und Blau.
~+Gamboge+~, ~+Brown Madder+~, ~+Indigo+~ und ~+Cobalt+~.
~+Raw Sienna+~, +Blau+ und ~+Rose Madder+~, schöne, graugrüne
Töne, besonders auch 2. 1. 3., mit Indigo aber weniger zu empfehlen.
~+Raw Umber+~ und +Blau+, besonders ~Cobalt~, desgleichen.
~+Raw Umber+~, ~+Indigo+~ und ~+Gamboge+~, ruhiges Grün.
~+Cobalt+~, ~+Chinese White+~, ~+Rose Madder+~ und ~+Brown Pink+~,
sehr brauchbares Graugrün von duftiger, nebelhafter Wirkung.
~Naples Yellow~ und ~Cobalt~ (auch 2. 1.)
~Brown Pink~ und ~French Blue~.
~Olive Green~ mit wenig ~Indigo~.
~+Naples Yellow+~, ~+Cobalt+~ und ~+Rose Madder+~, besonders
brauchbar für einzelne Bäume in Silhouette vor Luft oder Gebirg.
~Naples Yellow~ und ~Rose Madder~ mit wenig ~Cobalt~.
~Lemon Yellow~ und ~Cobalt~, schöner Ton für ferne Wiesen und
Felder.
~Cobalt~, ~Gamboge~ und ~Light Red~.
~Cobalt~, ~Yellow Ochre~, ~Chrimson Lake~ und ~Gamboge~.
~+Cobalt+~, ~+Rose Madder+~ und ~+Brown Pink+~.
~Cobalt~ und ~Light Red~ oder ~Neutral Orange~ liefert gute
Schattentöne.
* * * * *
In vielen Fällen ist es geeignet, obenverzeichneten Mischungen etwas
~Naples Yellow~ (sofern solches nicht bereits in denselben enthalten
ist) zuzusetzen und zwar vorzugsweise für neblige Effekte oder dicke,
dämpfige Atmosphäre, endlich auch da, wo Anwendung einer +deckenden+
Farbe erwünscht ist, wie auf dunkelem Hintergrund, wo es wegen
verschiedenartigen Gründen nicht rathsam gewesen die helleren, etwas
vorliegenden Gegenstände auszusparen.
~e.~ +Lasurfarben+ für obige Töne.
~Brown Pink.~
~Terra Verte~, reicher, kräftiger Ton.
~Viridian.~
~Lemon Yellow.~
~Indian Yellow~, auch mit ~Brown~ oder ~Purple Madder~.
~Gamboge~, allein oder mit ~Brown~ oder ~Rose Madder~, oder mit
~Vandyke Brown~.
~Burnt Sienna.~
~Raw Sienna.~
~Mars Orange~, sehr durchsichtig.
~Yellow Ochre~ allein oder mit ~Light Red~ oder ~Rose Madder~.
Diese Lasuren, welche für Vegetation überhaupt Anwendung finden,
kommen für Ferne nur da in Betracht, wo ein Ton nicht ganz nach
Wunsch ausgefallen ist und etwas verändert werden soll, sei es
durch lebhaftere oder gedämpftere Färbung, wie auch für Lichter und
Halblichter.
=2. Technik.=
Die Ferne (häufig auch der Mittelgrund) steht, in Hinsicht der Farbe
wie der technischen Behandlung, der Luft sehr nahe. Beleuchtung,
Tages- und Jahreszeit wie nicht minder Wind und Wetter üben sehr
bedeutenden Einfluß auf ihren Charakter; doch hat die Ferne in der
Regel einen kühlen, bläulichgrauen Luftton, auf dessen Wiedergabe man
stets bedacht sein muß, da dieser Ton, sobald er durch unzweckmäßige
Farbenaufträge vernichtet worden, meist nur sehr schwer wieder im
nöthigen Duft herzustellen ist. Wo überhaupt ein Bild im Luftton nicht
befriedigt, trägt meistens der Mangel jener in’s Blaue fallenden grauen
Töne hauptsächlich die Schuld. In den meisten Fällen besteht die Ferne
aus Gebirg und Wald und bildet, was Tiefe der Farbe anbelangt, einen
bedeutenden Contrast zu dem Himmel, von welchem sie sich bei hellem
Wetter dunkel +abhebt+, was der Anfänger stets beachte. Die Technik
ist, wie bereits erwähnt, dieselbe wie bei der Behandlung der Luft,
weßhalb man bei erster Anlage mit den Lufttönen in der Regel auch die
Ferne und alle +dunkleren+ Gegenstände in Mittel- und Vordergrund
(hellere nicht) übermalt. Hierdurch wird einerseits die spätere Arbeit
wesentlich erleichtert, andererseits aber auch das Glänzende und Rohe
der hellen Töne gebrochen und in das Ganze ein Luftton gebracht. Der
nothwendigen Weichheit der Töne der Ferne wegen, müssen sich daher
auch die Waschungen zwischen den einzelnen Aufträgen über die Ferne
erstrecken, mit Ausnahme der Fälle, wo letztere in der Farbe grün ist,
da grüne Töne meistens gegen Waschungen empfindlich sind und daher
erst +nach+ gänzlicher Vollendung der Luft und des blauen Theiles der
Ferne aufzutragen sind. Ueberhaupt gehe man stets erst nach Vollendung
der Luft an die Verstärkung der Aufträge der Ferne. Die Schatten der
Ferne müssen sehr luftig sein; da sie jedoch ziemlich kalt sind, so
empfiehlt es sich, zur Erreichung dieses Zweckes den Schattentönen
(~Cobalt~ mit ~Rose Madder~, ~Light Red~, ~Indian Red~ etc.) etwas
~Chinese White~ zuzusetzen. Im Allgemeinen genügt ~Cobalt~ für die
Ferne nicht, sondern muß mit ~Indigo~ oder ~French Blue~ verstärkt
werden, wobei wieder zu erinnern ist, mit ~Indigo~, der Schwärze
wegen, in tiefen Tönen vorsichtig umzugehen. Auch wird der Lernende
hier nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß Transparenz, welche den
Zauber der Ferne bedingt, nur durch öftere Aufträge dünner Farbentöne
+sicher+ zu erreichen ist. Bei diesen wiederholten Aufträgen ist
es, wie auch bei gewissen Theilen der Luft, unbedingt nothwendig,
+genau+ die Silhouette des früheren Auftrages einzuhalten, sofern,
selbstverständlich nicht zugleich eine Modellirung, z. B. eines
näher gelegenen Gebirgsabschnittes, gegeben wird, und ist dieses
genaue Einhalten der Grenze früherer Aufträge eine goldene Regel beim
Aquarelliren.
Die Behandlung des Mittelgrundes, in welchen die Ferne nicht selten
allmälig übergeht, ist im Wesentlichen dieselbe, doch ist es sehr
vortheilhaft, die Farbe hier etwas consistenter aufzutragen. Für solche
Behandlung eignen sich jedoch nur ganz bestimmte Farben, wie ~Cobalt~,
~Rose Madder~, ~Yellow Ochre~, ~Light Red~ und ~Naples Yellow~, und
zwar deßwegen, weil sie alle, selbst in großer Intensität, +hell+ und
somit auch für die Ferne vorzugsweise nützlich sind. Diese Farben haben
die weitere schätzbare Eigenschaft, daß, wenn sie zusammen in dickerer
Mischung angewendet werden, man, während sie noch naß sind, in sie
hinein malen kann, ohne die Töne zu stören, wodurch man befähigt ist,
wie beim Malen in Oel, Detail und Schatten vor dem Trocknen fertig
zu arbeiten. Auch im Mittelgrunde kann den Schatten, um solche wegen
der Mitteltöne nicht zu schwer zu bekommen, etwas ~Chinese White~
zugemischt werden. Schmidt hat für die Ferne ~Indian Red~ als Ersatz
für ~Rose Madder~ empfohlen und auf mehrfache Versuche hin kann ich
dies nur bekräftigen.
Die Ferne, wie bei Behandlung der Luft angeführt, in stärkeren Tönen
anzulegen, um solche alsdann mittelst Wasser und Schwamm wieder bis
zum gewünschten Grade aufzuhellen, möchte ich nicht empfehlen, da
dieses Verfahren nicht immer die für die Ferne meist nothwendige
Durchsichtigkeit und Leichtigkeit wahrt.
Kleinere Gegenstände, welche aus dem Vordergrund in die Ferne
hineinragen, oder solche, welche der Ferne selbst angehören und sich
besonders bemerkbar machen, beachtet man in den früheren Stadien der
Arbeit nicht, sondern, sofern sich dieselben hell abheben, nimmt
man sie mit Wasser und Waschleder oder einem seidenen Tuche bei
Fertigstellung des Bildes heraus und colorirt sie dann entsprechend,
-- oder aber setzt man ~Chinese White~ ziemlich trocken und dick
in entsprechender Form auf und colorirt nach dem Trocknen. Dunkle
Gegenstände werden dann einfach mit entsprechenden Tönen eingesetzt.
Sollte der Gegenstand aber der Art sein, daß er ohne besondere
Schwierigkeit ausgespart werden könnte, was indessen meist nicht
thunlich ist und der gleichmäßigen Anlage der Töne des Hintergrundes
leicht Eintrag thut, so spare man aus, was noch mit am natürlichsten
wirkt. Kleinere Lichter auf Gebirg, Felsen, Bäumen und der Vegetation
im Allgemeinen, werden, ihrer Form entsprechend, mit spitzem Pinsel
exact mit wenig Wasser gezeichnet und nach früher dargelegtem Verfahren
herausgenommen. Genügt ein Versuch nicht, dann wiederholt man das
Aufsetzen von Wasser, wendet dann Löschpapier an und reibt die Stelle
mit Brod, welches jedoch nicht zu frisch sein darf. Letzteres Verfahren
ist sehr sicher und nimmt die Farbe ohne Nachtheil für das Papier
weg, welch letzteres sofort jeden beliebigen Ton annimmt. Dieses
Herausnehmen der Lichter macht einen erstaunlich +frischen+ Effekt,
welcher nicht leicht in anderer Weise erreicht wird, und dieser
Fähigkeit, Farbe ganz oder theilweise entfernen zu können, verdankt
die Aquarellmalerei manche ihrer Schönheiten und Eigenthümlichkeiten.
Sehr +vorsichtig+ sei man aber in der Wiedergabe weißer Lichter durch
~Chinese White~. Welche der obigen Verfahrungsweisen man anwende, hängt
übrigens theils vom Bilde selbst, theils aber auch vom Geschmacke, wie
von der Geschicklichkeit des Darstellenden ab.
Die oben für das Colorit angegebenen Töne sind sämmtlich sehr schön und
entsprechen allen Anforderungen, welche an den Lernenden herantreten
können. Ich will aber noch ganz besonders darauf aufmerksam machen,
daß jede Mischung in den Verhältnissen ihrer Bestandtheile stets
etwas wechseln muß, damit nicht eine monotone, unangenehme Färbung
erzielt werde, welche in der Ferne nur sehr selten, im Mittelgrunde
aber niemals vorkommen dürfte. Bei Behandlung der Vegetation in Ferne
und Mittelgrund arbeite man mit der Seite des Pinsels, besonders wenn
man mit dicker Farbe operirt. Die Farbe läßt sich dann in breiten,
flachen Tönen auftragen und bietet eine günstige Fläche für die
weitere Vollendung. Man setzt stets zuerst den allgemeinen Ton, dann
die Schatten ein und geht dann zu etwaigem Detail über, vermeide aber
zu dunkle Drucker oder sonst auffallende Punkte, Striche oder Flecke,
welche besondere Aufmerksamkeit erregen und in den Leistungen von
Anfängern häufig angetroffen werden.
Ferne und Mittelgrund der Gemälde sind so wichtig und meist so
schön, daß dem Lernenden sorgfältige Studien nach der Natur, vom
Einfachsten bis zum Erhabenen, nicht genug zu empfehlen sind. Die
+richtige+ Darstellung ist häufig sehr schwierig, da die Formen in
der Regel so unbestimmt dem Auge sich darstellen, daß man wieder
und wieder sehen muß, um zum richtigen Verständniß zu gelangen. So
unbestimmt aber immerhin etwas wiederzugeben sein möge, so trachte der
Darstellende dennoch stets es so zu geben, daß der Beschauer, bei aller
Unbestimmtheit, über die wirkliche Bedeutung des Gegenstandes nicht in
Zweifel bleibe, was indessen bei der bloßen Skizze weniger in Betracht
kommt.
Da die Ferne häufig aus Gebirg besteht, so will ich hier noch etwas
einschalten, was von manchem Lernenden dankend anerkannt werden dürfte.
Alle Bergformen besitzen sowohl eine ihnen speziell eigenthümliche
Gestalt, wie eine gewisse Großartigkeit, welche beide Momente in dem
Abbild nicht selten beträchtlich Schaden nehmen. Es resultirt dies
lediglich aus den in der Zeichnung in der Regel zu flüchtig und
allgemein angedeuteten Formen, namentlich den +gerade+ fortlaufenden
Umrißlinien, welche in der Natur nur selten vorkommen. Man meide daher
diese gerade fortlaufenden Linien und halte solche etwas unregelmäßig,
copire getreu die auffallenderen Unterbrechungen und Absätze, besonders
die +Winkel+ der größeren Abweichungen, da der wahrheitsgetreue
Eindruck lediglich durch Aufmerksamkeit auf diese Unregelmäßigkeiten im
Detail der Umrißlinien bedingt wird.
Zum Untermalen von Gebirgsketten eignet sich in vorzüglicher Weise der
Neutralorangeton von ~Yellow Ochre~ mit ~Brown Madder~ in den Licht-,
und ~Brown Madder~ mit ~Yellow Ochre~ in den Schatten-Partien, da
die späteren blauen Töne auf diesem Unterton sehr gut wirken. Sehr
naturwahr läßt sich die verschiedene Beleuchtung ferner Gebirgsketten
wiedergeben, wenn man die verschiedenen Töne, etwa ~Cobalt~, ~Indigo~
und ~Rose Madder~ -- dann ~Rose Madder~ und ~Cobalt~ -- dann ~Rose
Madder~ und ~Yellow Ochre~ -- dann ~Yellow Ochre~ allein etc., naß
in einander laufen läßt; überhaupt versäume man nicht, bewaldete
Bergketten oder Höhenzüge bei der verschiedensten Beleuchtung, Tages-
und Jahreszeit zu studiren, da solches von immensem Nutzen ist.
=~C.~ Die Vegetation.=
=1. Colorit.=
~a.~ Grün für Laubwerk des Mittelgrundes.[B]
~+Brown Pink+~ und ~+Indigo+~ oder ~French Blue~.
~Indigo~ und ~Sepia~, sehr kalter, dunkler Ton.
~Neutral Orange~ und ~Cobalt~.
~Cobalt~, ~Chrimson Lake~ und ~Gamboge~.
~+Cobalt+~, ~+Naples Yellow+~, ~+Rose Madder+~ und ~+Yellow
Ochre+~, duftig.
~+Aureolin+~, ~+Sepia+~ und ~+Cobalt+~, duftig.
~Vandyke Brown~ und ~Indigo~, klarer, neutraler Ton.
~Burnt Sienna~, ~Sepia~, ~Indigo~ und ~Yellow Ochre~.
~Burnt Sienna~, ~Sepia~, ~Indigo~ und ~Raw Sienna~.
~Raw Umber~ und ~Indigo~.
~Olive Green~ und ~Indigo~.
~Olive Green~, ~Indigo~ und ~Sepia~ (auch mit Zusatz von ~Vandyke
Brown~.)
~Brown Pink~, ~Indigo~ und ~Sepia~ (auch mit Zusatz von ~Vandyke
Brown~.)
~Cobalt~, ~Chrimson Lake~ und ~Yellow Ochre~. }
~Brown Pink~, ~Cobalt~ und ~Chrimson Lake~ als }
Schattenton. }
~+Cobalt+~, ~+Brown Pink+~ und ~+Rose Madder+~. }
~+Cobalt+~, ~+Rose Madder+~ und wenig~ +Brown }
Pink+~, als Schattenton. }
~Yellow Ochre~ und ~Cobalt~. }
~Yellow Ochre~, ~Brown Pink~, ~Cobalt~ und etwas ~Rose }
Madder~ als Schattenton. }
~Rose Madder~ und ~French Blue~, für tiefste Schatten. }
~Sepia~ und ~Cobalt~, Rasenflächen.
~Vandyke Brown~ und ~Indigo~, Rasenflächen.
Für Bäume des Mittelgrundes in voller Beleuchtung eignen sich:
~+Gamboge+~ und ~+Neutral Tint+~.
~Gamboge~, ~French Blue~ und ~Raw Umber~ oder ~Burnt Umber~.
~Gamboge~, ~Cobalt~ und ~Brown Pink~.
~Gamboge~, ~French Blue~ und ~Yellow Ochre~.
~Oxyde of Chromium~, ~Brown Pink~ und ~Gamboge~.
~+Aureolin+~, ~+Sepia+~ und ~+Cobalt+~.
~Aureolin~ und ~Indigo~.
~+Indian Yellow+~, ~+Vandyke Brown+~ und ~+French Blue+~.
~+Indian Yellow+~, ~+Sepia+~, ~+Cobalt+~ und ~+Indigo+~.
~b.~ Grün für Laubwerk des Vordergrundes.
~NB.~ +Für Bäume des Vordergrundes ist ~Cobalt~ weniger geeignet als
~French Blue~ oder ~Indigo~.+
~+Gamboge+~, ~+Burnt Sienna+~ und ~+Indigo+~.
~+Gamboge+~, ~+Burnt Sienna+~ und ~+French Blue+~, klarer im Ton.
~+Indian Yellow+~, ~+Burnt Sienna+~ und +Blau+, für Laub im
Allgemeinen zu empfehlen.
~+Indian Yellow+~, ~+Vandyke Brown+~ und +Blau+.
+Die vorstehend namhaft gemachten Combinationen liefern fast jede
erdenkliche Nüance von Grün für vorliegenden Zweck.+
~+Gamboge+~, ~+French Blue+~ und ~+Burnt }
Umber+~, }
~Brown Pink~, ~French Blue~ und ~Burnt } düstere Töne.
Sienna~, }
~+Brown Pink+~, ~+Vandyke Brown+~ und }
+Blau+. }
~Burnt Sienna~, ~Indigo~ und ~Yellow Ochre~ oder ~Raw Sienna~.
~French Blue~, ~Burnt Umber~ und ~Indian Yellow~.
~Indigo~, ~Light Red~ und ~Yellow Ochre~ (auch 1. 3. 2.) für
Nadelholz, Kiefern etc.
~Brown Pink~, ~French Blue~ und ~Blue Black~, dick, für Nadelholz.
~Oxyde of Chromium~, ~Indigo~ und wenig }
~Gamboge~. }
~Gamboge~, ~Chrimson Lake~ und ~Indigo~ } für Nadelholz.
als Schattenton. }
~Brown Pink~, ~Oxyde of Chromium~ und }
~Blue Black~, tiefste Schatten. }
~Yellow Ochre~ und ~French Blue~.
~+Yellow Ochre+~ und ~+Indigo+~.
~Yellow Ochre~, ~French Blue~ und ~Indigo~.
~Yellow Ochre~ und ~Neutral Tint~ oder ~Payne’s Grey~.
~Gamboge~ und ~Neutral Tint~ oder ~Payne’s Grey~.
~+Gamboge+~, ~+Yellow Ochre+~ und ~+Indigo+~, warmer Ton.
~+Gamboge+~ und ~+Sepia+~, warmer Ton.
~+Gamboge+~ und ~+French Blue+~.
~Gamboge~, ~Brown Madder~ und ~Indigo~ oder ~Cobalt~.
~Gamboge~, ~Burnt Sienna~, ~Brown Pink~ und ~French Blue~.
~Gamboge~, ~Burnt Umber~, ~Brown Pink~ und ~French Blue~.
~Gamboge~, ~Brown Pink~ und ~Vandyke Brown~ oder ~Burnt Sienna~.
~Gamboge~, ~Brown Pink~ und ~French Blue~.
~+Lamp Black+~ und ~+Indian Yellow+~.
~Indian Yellow~ und ~French Blue~.
~Indian Yellow~, ~Sepia~, ~Cobalt~ und ~Indigo~.
~+Indigo+~ und ~+Burnt Sienna+~.
~Cadmium~ und ~French Blue~.
~Olive Green~ und ~Indigo~.
~Olive Green~ und ~Burnt Sienna~ oder ~Indian Yellow~.
~+Brown Pink+~, ~+Indigo+~ und ~+Burnt Sienna+~.
~+French Blue+~, wenig ~+Oxyde of Chromium+~ und ~+Brown Pink+~.
~Prussian Blue~ und ~Bistre~.
~Prussian Blue~, ~Bistre~ und ~Ind. Yellow~ oder ~Gamboge~.
~Emerald Green~ und ~French Blue~ (auch 2. 1.)
~Oxyde of Chromium~ und ~French Blue~ (auch 2. 1.)
~+Oxyde of Chromium+~ und ~Indian Yellow~ oder ~+Brown Pink+~
liefern glanzvolle Töne für breite massige Laubpartien von etwas
kaltem Grün.
~+Aureolin+~, ~+Vandyke Brown+~ und ~+Indigo+~.
~Aureolin~ und ~Oxyde of Chromium~.
~Aureolin~ und ~Emerald Green~.
~Aureolin~, ~Burnt Sienna~ und ~Indigo~.
Allen unter ~a~, ~b~ und ~c~ ausgeführten Tönen kann man für neblige
Stimmung etwas ~Naples Yellow~ zusetzen; auch wo deckende Farbe
erwünscht ist.
~c.~ Töne für Gras, Rasen etc. etc.
~Yellow Ochre~ und ~Gamboge~ eignet sich sehr zur Untermalung größerer
Rasen- und Wiesenpartien.
~+Yellow Ochre+~, ~+Gamboge+~ und wenig ~+French Blue+~, ~+Indigo+~
oder ~+Cobalt+~, sonniger Ton.
~+Brown Pink+~ und ~+Gamboge+~, auch mit ~French Blue~.
~+Brown Pink+~, ~+Indigo+~ und ~+Vandyke Brown+~, kalter Ton.
~Indian Yellow~ und ~Indigo~.
~+Indian Yellow+~ } und ~+Oxyde of Chromium+~, frisches
~+Aureolin+~ } sonniges Grün für Wiesen etc. etc. auch
~+Gamboge+~ } für Moose.
~Gamboge~ und ~Emerald Green~ (auch 2. 1.) für Moos.
~+Gamboge+~ und ~+Indigo+~ oder ~+Cobalt+~.
~+Gamboge+~ und ~+Burnt Sienna+~.
~Gamboge~, ~Indigo~ und ~Vandyke Brown~, kaltes Grün.
~Gamboge~, ~Brown Pink~, ~French Blue~ und ~Burnt Sienna~.
~Gamboge~, ~Cobalt~ und ~Brown Pink~.
~Gamboge~, ~Burnt Sienna~ und ~Brown Pink~.
~Raw Sienna~, ~Chrimson Lake~ und ~Indigo~.
~+Raw Sienna+~ und Blau.
~+Oxyde of Chromium+~ und ~+French Blue+~, kalter Ton, auch für
Laubwerk.
~Oxyde of Chromium~, ~French Blue~, und wenig ~Brown Pink~, tiefer.
~Oxyde of Chromium~ und ~Emerald Green~, frisches, sonniges Grün.
~+Lemon Yellow+~ und ~+Emerald Green+~ zum Coloriren einzelner
heller Grashalme.
~Lemon Yellow~ und ~Viridian~. Reiches helles Grün.
~Yellow Ochre~ und ~Brown Pink~. }
~Yellow Ochre~, ~Brown Pink~ und ~Indigo~, als zweiter Ton. }
~Yellow Ochre~, ~Brown Pink~, ~Indigo~ und ~Burnt Sienna~ }
als dritter Ton. }
~Naples Yellow~ für scharfe Markirung, Halme etc. etc.
~Brown Pink~, +dick+, für Zeichnung, Detail.
~d.~ Töne für +Herbstlaub+, dürre Blätter etc. etc.
~Brown Pink~.
~+Brown Pink+~ mit ~+Burnt Sienna+~, viele Abstufungen -- oder mit
~Vandyke Brown~ -- oder mit ~+Gamboge+~.
~Aureolin~ mit ~Burnt Sienna~ -- oder mit ~Burnt Umber~ -- oder mit
~Sepia~.
~Aureolin~ und ~Rose~ oder ~Brown Madder~, oder ~Vandyke Brown~.
~Aureolin~, ~Light Red~ und ~Cobalt~ oder ~French Blue~.
~Indian Yellow~.
~Indian Yellow~ mit ~Rose~, ~Brown~ oder ~Purple Madder~.
~+Indian Yellow+~ mit ~+Burnt Umber+~ (auch 2. 1.), reicher Ton.
~Mars Orange~.
~Brown Ochre~.
~Brown Ochre~ mit ~Brown Madder~.
~+Brown Ochre+~ mit ~+Indian Yellow+~, reicher Ton.
~+Raw Sienna+~.
~+Raw Sienna+~ und ~+Indigo+~.
~Gamboge~.
~Gamboge~ mit ~Brown~ oder mit ~Rose Madder~.
~Gamboge~ mit ~Vandyke Brown~ -- mit ~Brown Pink~ -- oder ~Burnt
Sienna~.
~Roman Ochre~ allein oder mit ~Brown Madder~.
~Yellow Ochre~ allein und mit ~Gamboge~.
~Burnt Sienna~ allein und mit ~Rose Madder~.
~Brown Pink~, dick, für tiefe Drucker.
~Brown Pink~ und ~Chrimson Lake~ oder ~Burnt Carmine~, tiefe,
feurige Farbe für dunkle Drucker.
* * * * *
Jedes Grün wird wesentlich im Ton verfeinert durch eine Lasur mit
~Brown Madder~; etwas herabgestimmt durch eine solche mit ~Sepia~
und in wirksamerer Weise durch eine Lasur von ~Lamp Black~.
Auch das Anbringen von ~Emerald Green~ im Bilde stimmt alles übrige
Grün energisch herab.
~e.~ Töne für Stämme und Aeste.
~Indian Yellow~, ~Vandyke Brown~ und ~French Blue~.
~+Indian Yellow+~, ~+Burnt Sienna+~ und ~+Indigo+~, für von
Laubmassen beschattete Aeste zu empfehlen.
~Cobalt~, ~Rose Madder~ und ~Burnt Sienna~.
~Neutral Tint~ oder ~Payne’s Grey~, auch mit Zusatz von ~Light Red~.
~Vandyke Brown.~
~Brown Madder~ allein oder mit ~Indigo~ -- ~French Blue~ oder
~Sepia~.
~Burnt Sienna~ und ~French Blue~.
~Lamp Black~ und ~Rose Madder~.
~French Blue~ und ~Purple Madder~.
~Indigo~, ~Lake~ und wenig ~Yellow Ochre~.
~Sepia~ und ~Purple Madder~.
~Sepia~ und ~Cobalt~.
~Neutral Orange~, auch mit ~Yellow Ochre~.
~Olive Green~, ~Indigo~, und ~Sepia~ oder ~Vandyke Brown~.
~Brown Pink~, ~Indigo~, und ~Vandyke Brown~ oder ~Sepia~.
~Light Red.~ }
~Light Red~ u. ~Rose Madder~. }
~Light Red~, ~Chrimson Lake~ } }
und ~Indigo~. } }
~Brown Pink~, ~French Blue~ } } für Kiefern.
und ~Chrimson Lake~. } Schattentöne }
~Brown Pink~, ~French Blue~ } }
und ~Blue Black~. } }
~Brown Pink~, ~Burnt Sienna~, ~Lake~ und }
~French Blue~ für tiefste Töne. }
~Cobalt~ u. ~Vandyke Brown~ für blattloses Astwerk (im Winter).
~Cobalt~ und ~Oxyde of Chromium~. }
~Oxyde of Chromium~ und ~Blue Black~. } grünliche Töne.
~Oxyde of Chromium~, ~Brown Pink~ }
und ~Blue Black~. }
~Vermilion~, ~Yellow Ochre~ und wenig }
~Chinese White~. } Orange Töne.
~Burnt Sienna~ und wenig ~Chinese White~. }
~Rose Madder~ und ~Vermilion~.
~Cobalt~, ~Lake~ und ~Burnt Sienna~. } Abtheilung der Rinde.
~Brown Pink~, ~Rose Madder~ u. ~Cobalt~. }