Bourgognino. Bertha verkleidet.
Bourgognino. Hier ruhe aus, lieber Kleiner. Du bist in Sicherheit.
Blutest du?
Bertha (die Sprache verändert). Nirgends.
Bourgognino (lebhaft). Pfui, so steh auf! Ich will dich hinführen,
wo man Wunden für Genua erntet--Schön, siehst du? wie diese. (Er
streift seinen Arm auf.)
Bertha (zurückfahrend). O Himmel!
Bourgognino. Du erschrickst? Niedlicher Kleiner, zu früh eiltest du
in den Mann--Wie alt bist du?
Bertha. Fünfzehn Jahr.
Bourgognino. Schlimm! Für diese Nacht fünf Jahre zu zärtlich--Den
Vater?
Bertha. Der beste Bürger in Genua.
Bourgognino. Gemach, Knabe! Das ist nur Einer, und seine Tochter
ist meine verlobte Braut. Weißt du das Haus des Verrina?
Bertha. Ich dächte.
Bourgognino (rasch). Und kennst seine göttliche Tochter?
Bertha. Bertha heißt seine Tochter.
Bourgognino (hitzig). Gleich geh und überliefre ihr diesen Ring. Er
gelte den Trauring, sagst du, und der blaue Busch halte sich brav.
Jetzt fahre wohl! Ich muß dorthin. Die Gefahr ist noch nicht aus.
(Einige Häuser brennen.)
Bertha (ruft ihm nach mit sanfter Stimme). Scipio!
Bourgognino (steht betroffen still). Bei meinem Schwert! Ich kenne
die Stimme.
Bertha (fällt ihm um den Hals). Bei meinem Herzen! Ich bin hier
sehr bekannt.
Bourgognino (schreit). Bertha! (Sturmläuten in der Vorstadt.
Auflauf. Beide verlieren sich in einer Umarmung.)