Gianettino (nachdrücklich). Mit drei Brüdern.
Lomellin (schreibt). Weiter.
Gianettino. Fiesco von Lavagna.
Lomellin. Geben Sie Acht! geben Sie Acht! Sie werden über diesem
schwarzen Stein noch den Hals brechen.
Gianettino. Scipio Bourgognino.
Lomellin. Der mag anderswo Hochzeit halten.
Gianettino. Wo ich Brautführer bin--Raphael Sacco.
Lomellin. Dem sollt' ich Pardon auswirken, bis er mir meine
fünftausend Scudi bezahlt hat. (Schreibt.) Der Tod macht quitt.
Gianettino. Vincent Calcagno.
Lomellin. Calcagno--den Zwölften schreib' ich auf meine Gefahr, oder
unser Todfeind ist vergessen.
Gianettino. Ende gut, Alles gut. Joseph Verrina.
Lomellin. Das war der Kopf des Wurms. (Steht auf, streut Sand,
fliegt die Schrift durch, reicht sie dem Prinzen.) Der Tod gibt
übermorgen prächtige Gala und hat zwölf genuesische Fürsten geladen.
Gianettino (tritt zum Tisch, unterzeichnet). Es ist geschehen--In
zwei Tagen ist Dogewahl. Wenn die Signoria versammelt ist, werden
die Zwölf auf das Signal eines Schnupftuchs mit einem plötzlichen
Schuß gestreckt, wenn zugleich meine zweihundert Deutsche das
Rathhaus mit Sturm besetzen. Ist das vorbei, tritt Gianettino Doria
in den Saal und läßt sich huldigen. (Klingelt.)
Lomellin. Und Andreas?
Gianettino (verächtlich). Ist ein alter Mann. (Ein Bedienter.) Wenn
der Herzog fragt, ich bin in der Messe. (Bedienter ab.) Der Teufel,
der in mir steckt, kann nur in Heiligenmaske incognito bleiben.
Lomellin. Aber das Blatt, Prinz?
Gianettino. Nimmst du, lässest es durch unsre Partei circulieren.
Dieser Brief muß mir Extrapost nach Levanto. Er unterrichtet den
Spinola von Allem und heißt ihn früh acht Uhr in der Hauptstadt hier
eintreffen. (Will fort.)
Lomellin. Ein Loch im Faß, Prinz! Fiesco besucht keinen Senat mehr.
Gianettino (zurückrufend). Doch noch einen Meuter wird Genua
haben?--Ich sorge dafür. (Ab in ein Seitenzimmer, Lomellin fort
durch ein anderes.)