Vorige. Fiesco.
Fiesco. Ich habe sie in den Wagen gehoben. (Er faßt Gianettinos
Hand und hält sie gegen seine Brust.) Prinz, ich bin jetzt doppelt in
Ihren Banden. Gianettino herrscht über meinen Kopf und Genua; über
mein Herz Ihre liebenswürdige Schwester.
Lomellin. Fiesco ist ganz Epikuräer worden. Die große Welt hat viel
an Ihnen verloren.
Fiesco. Aber Fiesco nichts an der großen Welt. Leben heißt träumen;
weise sein, Lomellin, heißt angenehm träumen. Kann man das besser
unter den Donnern des Throns, wo die Räder der Regierung ewig ins
gellende Ohr krachen, als am Busen eines schmachtenden Weibs?
Gianettino Doria mag über Genua herrschen. Fiesco wird lieben.
Gianettino. Brich auf, Lomellin! Es wird Mitternacht. Die Zeit
rückt heran. Lavagna, wir danken für deine Bewirtung. Ich war
zufrieden.
Fiesco. Das ist alles, was ich wünschen kann, Prinz.
Gianettino. Also gute Nacht. Morgen ist Spiel bei Doria, und Fiesco
ist eingeladen. Komm, Procurator.
Fiesco. Musik! Lichter!
Gianettino (trotzig durch die drei Masken). Platz dem Namen des
Herzogs.
Eine von den drei Masken (murmelt unwillig). In der Hölle! Niemals
in Genua!
Gäste (in Bewegung). Der Prinz bricht auf. Gute Nacht, Lavagna!
(Taumeln hinaus.)