1. Rumpfpackung. 2. Ganzpackung. 3. Im Sitzbade. 4.
Thure-Brandt-Gymnastik im Sonnenbade. 5. Knieguß. 7. Organuntersuchung
im Luftbade. 8. Vermessung der Körpermaße.]
Diese Art der Lichtanwendung geschieht in Form von Sonnen- und
elektrischen Lichtkastenbädern.
^a^) ~Das Sonnenbad~.
In einem vor Wind geschützten, umzäunten, nach Süden gelegenen und oben
offenen Raume, liegen die Patienten auf Matratzen oder Decken, oder auf
sonnedurchglühtem Sande; der Kopf ruht etwas erhöht auf einem
Kopfpolster und ist durch ein verstellbares Schattendach geschützt, die
Augen werden durch einen Hut oder Augenschirm noch besonders bewahrt.
(Fig. 22, 23.) Der Sonnenbadler wendet den Körper von Zeit zu Zeit, so
daß alle Teile nacheinander besonnt werden, bis lebhafter
Schweißausbruch erfolgt. Den Schweißausbruch kann man beschleunigen,
indem man das Liegen in der Sonne durch Bewegung, wie Turnen (Fig. 24,
25) oder Turnspiele oder durch nutzbringende Beschäftigung und
ablenkende Gartenarbeit etc. unterbricht. Will man die Schweißwirkung
stark ausnutzen, so empfiehlt es sich, das Sonnenbad auf dem von der
Sonne erhitzten, weißen, feinen Sande zu nehmen, also das Sonnenbad mit
einem Sandbade zu verbinden, welche Kombination besonders
~Nierenkranken~ anzuraten ist, oder zum Zwecke des Nachschwitzens sich
in wollene Decken einpacken zu lassen. Diejenigen Patienten, welche noch
wenig an Luft und Sonne gewöhnt sind, tun gut, anfangs nicht gleich den
ganzen Körper, sondern nur Teile desselben der Sonne auszusetzen, also
zunächst mit Barfußgehen anzufangen (Fig. 25) und dann ein
Kleidungsstück nach dem andern abzulegen, den lichtempfindlichsten Teil
des Körpers, den Kopf, durch eine leichte Kopfbedeckung zu schützen und
öfters den Schatten der Bäume aufzusuchen.
[Abbildung: Tafel XI.