»Ophir«
Abenteuer und Kämpfe auf einer Reise in das Sambesigebiet und
durch das fabelhafte Goldland Ophir. Erzählung für Deutschlands
Söhne und Töchter von Wilhelm Mader. Mit zahlreichen
Illustrationen.
Preis Mark 4.50.
Diese dritte und letzte der Erzählungen des Verfassers, die uns in
gediegenster Weise mit den Wundern Zentralafrikas vertraut machen,
ist, wie die andern, als selbständige, abgeschlossene Erzählung
gegeben; doch bildet sie zugleich die Fortsetzung und den
Abschluß der vorhergehenden (»Im Lande der Zwerge« und »Nach den
Mondbergen«). -- Umfangreicher als die beiden andern, läßt auch
sie den Leser vom ersten bis zum letzten Kapitel nicht los: all
die Rätsel des alten biblischen Ophir, südlich vom Sambesi, die
Irrfahrten, Abenteuer und wundersamen Erlebnisse der
heldenmütigen Forscher fesseln und steigern die Erwartung von
einer Episode zur andern. Das Buch enthält ganz großartige
Schilderungen, wie beispielsweise: die Überlistung der
Sklavenjäger, die Fahrt durch die Stromschnellen des Sambesi und
namentlich die mit staunenswerter Phantasie geschilderten
»springenden Wasser« mit den Geheimnissen, die sie beschützen:
das sind Wirkungen von ganz einzigartiger Gewalt! Der schwarze
Kaschwalla und der dicke Kapitän Hugo von Münchhausen sorgen
dafür, daß der Leser über dem Staunen und Ergriffensein das
Lachen nicht verlernt, während die Taten der Zwergprinzessin zur
Bewunderung hinreißen. Wer die Stunden, die er dem Lesen von
»Ophir« widmete, nicht zu den genußreichsten seines Lebens zählt,
dem ist nicht mehr zu helfen! Dem Genuß aber hält der Gewinn, den
der Leser daraus schöpft, die Wage.