»Seit seiner letzten Reise nach Deutschland vergaß Gérard,
der mehr wie je von einem rätselhaften Sehnen nach der Unendlichkeit
geplagt wurde, oft, daß er auf der Erde war. Er
fühlte, daß er den Boden verlor und ins Leere trat; er wand
sich der Vergangenheit zu, um das Leben wieder zu erfassen
und sich noch lebendig zu glauben. Seine letzten Seiten zeugen
von dieser Vorliebe für die Vergangenheit; er hatte alle Bücher
geschlossen, ausgenommen das Buch seiner Seele; er las keine
Gedichte mehr außer denen auf seine eigenen Liebeserlebnisse.
Er ahnte, daß derTod ihn holen würde; und wie ein Wanderer,
der die Nacht hereinbrechen sieht, kehrte er um und
warf noch einen Blick auf die zurückgelegten Strecken. Von
allen zertrümmerten Denkmälern seines Herzens pflückte er
ehrfurchtsvoll das Mauerkraut.«
Arsène Houssaye.