Beispiele, daß nicht alles, was gleißt, Gold ist

Wenn Agathon während einer Staats-Verwaltung, welche nicht ganz zwei Jahre

daurte, das vollkommenste Vertrauen seines Prinzen und die allgemeine

Liebe der Nation, welche er regierte, gewann, und sich dadurch auf diese

hohe Stufe des Ansehens und der scheinbaren Glückseligkeit emporschwang,

welche unverdienter Weise, der Gegenstand der Bewunderung aller kleinen,

und des Neides aller zugleich boshaften Seelen zu sein pflegt: So müssen

wir gestehen, daß diese launische unerklärbare Macht, welche man Glück

oder Zufall nennt, den wenigsten Anteil daran hatte. Die Verdienste, die

er sich in so kurzer Zeit um den Prinzen sowohl als die Nation machte, die

Beruhigung Siciliens, das befestigte Ansehen von Syracus, die

Verschönerung dieser Hauptstadt, die Verbesserung ihrer Polizei, die

Belebung der Künste und Gewerbe, und die allgemeine Zuneigung, welche er

einer vormals verabscheueten Regierung zuwandte--alles dieses legte ein

unverwerfliches Zeugnis für die Weisheit seiner Staats-Verwaltung ab; und

da alle diese Verdienste durch die Uneigennützigkeit und Regelmäßigkeit

seines Betragens in ein Licht gestellt wurden, welches keine Mißdeutung zu

zulassen schien; so blieb seinen heimlichen Feinden, ohne die ungewisse

Hülfe irgend eines Zufalls, von dem sie selbst noch keine Vorstellung

hatten, wenig Hoffnung übrig, ihn so bald wieder zu stürzen, als sie es

für ihre Privat-Absichten wünschen mochten.

Die heimlichen Feinde Agathons--"wie konnte ein Mann, der sich so

untadelich betrug, und um jedermann Gutes verdiente, Feinde

haben?"--werden diejenige vielleicht denken, welche bei Gelegenheit, zu

vergessen scheinen, daß der weise Mann notwendig alle Narren, und der

Rechtschaffene, unvermeidlicher Weise, alle die es nicht sind, zu

öffentlichen, oder doch gewiß zu immerwährenden heimlichen Feinden haben

muß. Eine Wahrheit, welche in der Natur der Sachen so gegründet, und

durch eine nie unterbrochene Erfahrung so bestätiget ist, daß wir weit

bessere Ursache zu fragen haben: "Wie sollte ein Mann, der sich so wohl

betrug, keine Feinde gehabt haben?" Es konnte nicht anders sein als daß

derjenige, dessen beständige Bemühung dahin ging, seinen Prinzen

tugendhaft, oder doch wenigstens seine Schwachheiten unschädlich zu machen,

sich den herzlichen Haß dieser Höflinge zuziehen mußte, welche (wie

Montesquieu von allen Hofleuten behauptet) nichts so sehr fürchten, als

die Tugend des Fürsten, und keinen zuverlässigern Grund ihrer Hoffnungen

kennen, als seine Schwachheiten. Sie konnten nicht anders als den Agathon

für denjenigen ansehen, der allen ihren Absichten und Entwürfen im Wege

stund. Er verlangte zum Exempel, daß man vorher Verdienste haben müsse,

eh man an Belohnungen Ansprüche mache; sie wußten einen kürzern und

bequemem Weg; einen Weg auf welchem zu allen Zeiten (die Regierungen der

Antonine und Juliane ausgenommen) die nichtswürdigsten Leute an Höfen ihr

Glück gemacht haben--kriechende Schmeichelei, blinde Gefälligkeit gegen

die Leidenschaften unsrer Obern, Gefühllosigkeit gegen alle Regungen des

Gewissens und der Menschlichkeit, Taubheit gegen die Stimme aller

Pflichten, unerschrockne Unverschämtheit sich selbst Talente und

Verdienste beizulegen, die man nie gehabt hat; fertige Bereitwilligkeit

jedes Bubenstück zu begehen, welches eine Stufe zu unsrer Erhebung werden

kann--und diesen Weg hatte ihnen Agathon auf einmal versperrt. Sie sahen,

so lange dieser seltsame Mann den Platz eines Günstlings bei Dionysen

behaupten würde, keine Möglichkeit, wie Leute von ihrer Art sollten

gedeihen können. Sie hasseten ihn also; und wir können versichert sein,

daß in den Herzen aller dieser Höflinge eine Art von Zusammen-Verschwörung

gegen ihn brütete, ohne daß es dazu einiger geheimen Verabredung bedurfte.

Allein von allem diesem wurde noch nichts sichtbar. Die Maske, welche

sie vorzunehmen für gut fanden, sah einem Gesicht so gleich, daß Agathon

selbst dadurch betrogen wurde; und sich gegen die Philiste und Timocrate,

und ihre Kreaturen eben so bezeugte, als ob die Hochachtung, welche sie

ihm bewiesen, und der Beifall, den sie allen seinen Maßnehmungen gaben,

aufrichtig gewesen wäre. Diese wackern Männer hatten einen gedoppelten

Vorteil über ihn--daß er, weil er sich nichts Böses zu ihnen versah, nicht

daran dachte, sie scharf zu beobachten--und daß sie, weil sie sich ihrer

eigenen Bosheit bewußt waren, desto vorsichtiger waren, ihre wahren

Gesinnungen in eine undurchdringliche Verstellung einzuhüllen. Versichert

wie sie waren, daß ein Mensch notwendig eine schwache Seite haben müsse,

gaben sie sich alle mögliche Mühe die seinige zu finden, und stellten ihn,

ohne daß er einen Verdacht deswegen auf sie werfen konnte, auf alle

mögliche Proben. Da sie ihn aber gegen Versuchungen, denen sie selbst zu

unterliegen pflegten, gleichgültig oder gewaffnet fanden; so blieb ihnen,

bis auf irgend eine günstige Gelegenheit nichts übrig, als ihn durch den

magischen Dunst einer subtilen Schmeichelei einzuschläfern, welche er

desto leichter für Freundschaft halten konnte, da sie alle Anscheinungen

derselben hatte; und je mehr er berechtiget war, in einem Lande, worin er

sich um alle verdient machte, einen jeden für seinen Freund zu halten.

Diese Absicht gelang ihnen, und man muß gestehen, daß sie dadurch schon

ein großes über ihn gewonnen hatten.

übrigens können wir nicht umhin, es mag nun unserm Helden nachteilig sein

oder nicht, zu gestehen, daß zu einer Zeit, da sein Ansehen den höchsten

Gipfel erreicht hatte; da Dionys ihn mit Beweisen einer unbegrenzten Gunst

überhäufte; da er von dem ganzen Sicilien für seinen Schutzgott angesehen

wurde, und das seltne, wo nicht ganz unerhörte Glück zu genießen schien,

in einem so blendenden Glücksstande lauter Bewundrer und Freunde, und

keinen Feind zu haben--die Damen zu Syracus die einzigen waren, welche

ihre wenige Zufriedenheit mit seinem Betragen ziemlich deutlich merken

ließen. Mit einer Figur wie die seinige, mit allem dem was den Augen und

Herzen nachstellt in so außerordentlichem Grade begabt, war es sehr

natürlich, daß er die Aufmerksamkeit der Schönen auf sich ziehen mußte.

Die Damen zu Syracus hatten so gut Augen wie die zu Smyrna--und Herzen

dazu--oder wenn sie keine hatten, so hatten sie doch etwas, dessen

Bewegungen sehr gewöhnlich mit den Bewegungen des Herzens verwechselt

werden; oder wenn sie auch das nicht hatten, so hatten sie doch Eitelkeit,

und konnten also nicht gleichgültig gegen die eigensinnige

Unempfindlichkeit eines Mannes sein, welcher eben dadurch ein Feind wurde,

dessen überwindung seine Siegerin zur Liebenswürdigsten ihres Geschlechts

zu erklären schien. In den Augen der meisten Schönen ist der Günstling

eines Monarchen allezeit ein Adonis; wie natürlich war also der Wunsch,

einen Adonis empfindlich zu machen, der noch dazu der Liebling eines

Königs, und in der Tat, den Namen, und eine gewisse Binde um den Kopf

ausgenommen, der König selbst war? Man kann sich auf die Geschicklichkeit

der schönen Sicilianerinnen verlassen, daß sie nichts vergessen haben

werden, seiner Kaltsinnigkeit auch nicht den Schatten einer anständigen

Entschuldigung übrig zu lassen. Und womit hätte sie wohl entschuldiget

werden können? Es ist wahr, ein Mann, der mit der Sorge für einen ganzen

Staat beladen ist, hat nicht so viel Muße als ein junger Herr, der sonst

nichts zu tun hat, als sein Gesicht alle Tage ein paarmal im Vorzimmer zu

zeigen, und die übrige Zeit von einer Schönen, und von einer Gesellschaft

zur andern fortzuflattern. Aber man mag so beschäftiget sein als man will,

so behält man doch allezeit Stunden für sich selbst, und für sein

Vergnügen übrig; und obgleich Agathon sich seinen Beruf etwas schwerer

machte, als er in unsern Zeiten zu sein pflegt, nachdem man das Geheimnis

erfunden hat, die schweresten Dinge mit einer gewissen unsern plumpern

Vorfahren unbekannten Leichtigkeit--vielleicht nicht so gut, aber doch

artiger--zu tun; so war es doch Augenscheinlich, daß er solche Stunden

hatte. Der Einfluß, den er in die Staats-Verwaltung hatte, schien ihm so

wenig zu schaffen zu machen; er brachte so viel Freiheit des Geistes, so

viel Munterkeit und guten Humor zur Gesellschaft, und zu den

Ergötzlichkeiten, wo ihn Dionys fast immer um sich haben wollte, daß man

die Schuld seiner seltsamen Aufführung unmöglich seinen Geschäften

beimessen konnte. Man mußte also sie begreiflich zu machen auf andere

Hypothesen verfallen. Anfangs hielt eine jede die andere im Verdacht,

die geheime Ursache davon zu sein; und so lange dieses daurte, hätte man

sehen sollen, mit was für Augen die guten Damen einander beobachteten, und

wie oft man in einem Augenblicke eine Entdeckung gemacht zu haben glaubte,

welche der folgende Augenblick wieder vernichtigte. Endlich befand

sich's, daß man einander Unrecht getan hatte; Agathon war gegen alle

gleich verbindlich, und liebte keine. Auf eine Abwesende konnte man

keinen Argwohn werfen; denn was hätte ihn bewegen sollen, den Gegenstand

seiner Liebe von sich entfernt zu halten? Es blieben also keine andre als

solche Vermutungen übrig, welche unserm Helden auf die eine oder andre Art

nicht sonderliche Ehre machten; ohne daß sie den gerechten Verdruß

vermindern konnten, den man über ein so wenig natürliches und in jeder

Betrachtung so verhaßtes Phänomen empfinden mußte.

Unsre Leser, welche nicht vergessen haben können, was Agathon zu Smyrna

war, werden so gleich auf einen Gedanken kommen, welcher freilich den

Damen zu Syracus unmöglich einfallen konnte--nämlich, daß es ihnen

vielleicht an Reizungen gefehlt habe, um einen hinlänglichen Eindruck auf

ein Herz zu machen, welches nach einer Danae (welch ein Gemälde macht

dieses einzige Wort!) nicht leicht etwas würdig finden konnte, seine

Neugier rege zu machen. Allein wenn die Nachrichten, denen wir in dieser

Geschichte folgen, Glauben verdienen, so hat eine den mehr bemeldten Damen

so wenig schmeichelnde Vermutung nicht den geringsten Grund: Syracus hatte

Schönen, welche so gut als Danae, den Polycleten zu Modellen hätten dienen

können; und diese Schönen hatten alle noch etwas dazu, das die Schönheit

gelten macht; einige Witz, andre Zärtlichkeit; andre wenigstens ein gutes

Teil von dieser edeln Unverschämtheit, welche eine gewisse Klasse von

modernen Damen zu charakterisieren scheint, und zuweilen schneller zum

Zweck führt als die vollkommensten Reizungen, welche unter dem Schleier

der Bescheidenheit versteckt, ein nachteiliges Mißtrauen in sich selbst zu

verraten scheinen. Es konnte also nicht das sein--Gut! So wird er sich

etwan des Socratischen Geheimnisses bedient, und in den verschwiegenen

Liebkosungen irgend einer gefälligen Cypassis das leichteste Mittel

gefunden haben, sich vor der Welt die Miene eines Xenocrates zu

geben?--Das auch nicht! wenigstens sagen unsre Nachrichten nichts davon.

Ohne also den Leser mit vergeblichen Mutmaßungen aufzuhalten, wollen wir

gestehen, daß die Ursache dieser Kaltsinnigkeit unsers Helden, etwas so

natürliches und einfältiges war, daß, so bald wir es entdeckt haben werden,

Schah Baham selbst sich einbilden würde, er habe wo nicht eben das, doch

ungefähr so etwas erwartet.

Der Kaufmann, mit welchem Agathon nach Syracus gekommen war, war einer von

denjenigen, welchen er ehmals zu Athen das Bildnis seiner Psyche zu dem

Ende gegeben hatte, damit sie mit desto besserm Erfolg aller Orten möchte

aufgesucht werden können. Gleichwohl erinnerte er sich dieses Umstands

nicht eher, bis er einsmals bei einem Besuch, den er ihm machte, dieses

Bildnis von ungefähr in dem Cabinet seines Freundes ansichtig wurde.

Dasjenige was Agathon in diesem Augenblick empfand, war wenig von dem

unterschieden, was er empfunden hätte, wenn es Psyche selbst gewesen wäre.

Die Ideen seiner ersten Liebe wurden dadurch wieder so lebhaft, daß er,

so schwach auch seine Hoffnung war, das Urbild jemals wieder zu sehen,

sich aufs Neue in dem Entschluß bestätigte, ihrem Andenken getreu zu

bleiben. Die Damen von Syracus hatten also würklich eine Nebenbuhlerin,

ob sie gleich nicht erraten konnten, daß diese zärtlichen Seufzer, welche

jede unter ihnen seinem Herzen abzugewinnen wünschte, in mitternächtlichen

Stunden vor einer gemalten Gebieterin ausgehaucht wurden.

Unter allen denjenigen, welche sich durch die Unempfindlichkeit unsers

Helden beleidiget fanden, konnte keine der schönen Cleonissa in Absicht

aller Vollkommenheiten, welche Natur und Kunst in einem Frauenzimmer

vereinigen können, den Vorzug streitig machen. Eine vollkommen

regelmäßige Schönheit ist (mit Erlaubnis aller derjenigen, welche dabei

interessiert sein mögen, die Grazien ihrer Königin vorzuziehen) unter

allen Eigenschaften, die eine Dame haben kann, diejenige welche den

allgemeinsten, geschwindesten und stärksten Eindruck macht; und für

tugendhafte Personen hat sie noch diesen Vorteil, daß sie das Verlangen

von der Besitzerin eines so seltnen Vorzugs geliebt zu sein, in dem

nämlichen Augenblick durch eine Art von mechanischer Ehrfurcht

zurückscheucht, deren sich der verwegenste Satyr kaum erwehren kann.

Cleonissa besaß diese Vollkommenheit in einem Grade, der den

kaltsinnigsten Kennern des Schönen nichts daran zu tadeln übrig ließ; es

war unmöglich sie ohne Bewunderung anzusehen. Aber die ungemeine

Zurückhaltung, welche sie affektierte, das Majestätische, das sie ihrer

Miene, ihren Blicken und allen ihren Bewegungen zu geben wußte, mit dem

Ruf einer strengen Tugend, worein sie sich dadurch gesetzt hatte,

verstärkte die bemeldte natürliche Würkung ihrer Schönheit so sehr, daß

niemand kühn genug war, sich in die Gefahr zu wagen, den Ixion dieser Juno

abzugeben. Die Mittelmäßigkeit ihrer Herkunft, und sowohl der Stand als

die Vorsicht eines eifersüchtigen Ehmannes, hatten sie während ihrer

ersten Jugend in einer so großen Entfernung von der Welt gehalten, daß sie

eine ganz neue Erscheinung war, als Philistus (der sie, wir wissen nicht

wie, aufgespart, und Mittel gefunden hatte, sie mit guter Art zur Witwe zu

machen) sie in Qualität seiner Gemahlin an den Hof der Prinzessinnen

brachte; unter welchen Namen die Mutter, die Gemahlin, und die Schwestern

des Dionys begriffen wurden. Nicht viel geneigter als sein Vorgänger,

eine Frau von so besondern Vorzügen mit einem andern, und wenn es Jupiter

selbst gewesen wäre, zu teilen, hatte er anfangs alle Behutsamkeit

gebraucht, welche der geizige Besitzer eines kostbaren Schatzes nur immer

anwenden kann, um ihn vor der schlauesten Nachstellung zu verwahren. Aber

die Tugend der Dame, und die herrschende Neigung, welche Dionys in den

ersten Jahren seiner Regierung für diejenige Klasse von Schönen zeigte,

welche nicht so viel Schwierigkeiten machen; vielleicht auch eine gewisse

Laulichkeit, welche die Eigentümer dieser wundertätigen Schönheiten

gemeiniglich nach Verfluß zweier oder dreier Jahre, oft auch viel früher,

unvermerkt zu überschleichen pflegt; hatten seine Eifersucht so zahm

gemacht, daß er in der Folge kein Bedenken trug, sie den Prinzessinnen so

oft sie wollten zur Gesellschaft zu überlassen. Wir wollen nicht

untersuchen, ob Cleonissa damals würklich so tugendhaft war, als die

Sprödigkeit ihres Betragens gegen die Manns-Personen und die strengen

Maximen, wornach sie andre von ihrem Geschlecht beurteilte, zu beweisen

schienen. Genug daß die Prinzessinnen, und was noch mehr ist, ihr Gemahl,

vollkommen davon überzeugt waren, und daß sich noch keiner von den

Höflingen unterstanden hatte, eine so ehrwürdige Tugend auf die Probe zu

setzen. Während der Zeit, da Plato in so großem Ansehen bei Dionysen

stund, war Cleonissa eine von den eifrigsten Verehrerinnen dieses Weisen,

und diejenige, welche den erhabenen Jargon seiner Philosophie am

geläufigsten reden lernte. Es mag nun aus Begierde sich durch ihren Geist

eben so sehr als durch ihre Figur über die übrigen ihres Geschlechts zu

erheben, (eine ziemlich gewöhnliche Schwachheit der eigentlich so

genannten Schönen,) oder aus irgend einem reinern Beweggrunde geschehen

sein; so ist gewiß, daß sie alle Gelegenheiten den göttlichen Plato zu

hören mit solcher Begierlichkeit suchte, eine so ausnehmende Hochachtung

für seine Person, einen so unbedingten Glauben an seine Begriffe von

Schönheit und Liebe, und alle übrige Teile seines Systems zeigte, und mit

einem Wort, in kurzer Zeit, an Leib und Seele einer Platonischen Idee so

ähnlich sah: Daß dieser weise Mann, stolz auf eine solche Schülerin, durch

den besondern Vorzug, den er ihr gab, die allgemeine Meinung von ihrer

Weisheit unendlich erhöhte. Es ist wahr, es wäre nur auf ihn angekommen,

bei gewissen Gelegenheiten gewisse Beobachtungen in ihren schönen Augen zu

machen, welche ihn ohne eine lange Reihe von Schlüssen auf die Vermutung

hätten bringen können, daß es nicht unmöglich sein würde, diese Göttin zu

humanisieren. Aber der gute Plato hatte damals schon über sechzig Jahre,

und machte keine solche Beobachtungen mehr. Cleonissa blieb also in dem

Ansehen eines lebendigen Beweises des Platonischen Lehrsatzes, daß die

äußerliche Schönheit ein Widerschein der intellektualischen Schönheit des

Geistes sei; das Vorurteil für ihre Tugend hielt dem Eindruck, welchen

ihre Reizungen hätten machen können, das Gleichgewicht; und sie hatte das

Vergnügen, die vollkommne Gleichgültigkeit, welche Dionys für sie behielt,

der Weisheit ihres Betragens zu zuschreiben, und sich dadurch ein neues

Verdienst bei den Prinzessinnen zu machen.

Aber--o! wie wohl läßt sich jener Solonische Ausspruch, daß man niemand

vor seinem Ende glücklich preisen solle, auch auf die Tugend der Heldinnen

anwenden! Cleonissa sah den Agathon, und--hörte in diesem Augenblick auf

Cleonissa zu sein--Nein, das eben nicht; ob es gleich nach dem

Platonischen Sprachgebrauch richtig gesprochen wäre; aber sie bewies, daß

die Prinzessinnen, und sie selbst, und ihr Gemahl, und der Hof, und die

ganze Welt, den göttlichen Plato mit eingeschlossen, sich sehr geirret

hatten, sie für etwas anders zu halten als sie war, und als sie einem

jeden mit Vorurteilen unbefangenen Beobachter, einem Aristipp zum Exempel,

in der ersten Stunde zu sein scheinen mußte.

Sich über einen so natürlichen Zufall zu verwundern, würde unseren

Bedünken nach, eine große Sünde gegen das nie genug anzupreisende Nil

admirari sein, in welchem (nach der Meinung erfahrner Kenner der

menschlichen Dinge) das eigentliche große Geheimnis der Weisheit,

dasjenige was einen wahren Adepten macht, verborgen liegt. Die schöne

Cleonissa war ein Frauenzimmer, und hatte also ihren Anteil an den

Schwachheiten, welche die Natur ihrem Geschlecht eigen gemacht hat, und

ohne welche diese Hälfte der menschlichen Gattung weder zu ihrer

Bestimmung in dieser sublunarischen Welt so geschickt, noch in der Tat, so

liebenswürdig sein würde als sie ist. Ja wie wenig Verdienst würde selbst

ihrer Tugend übrig bleiben, wenn sie nicht durch eben diese Schwachheiten

auf die Probe gesetzt würde?

Dem sei nun wie ihm wolle, die Dame fühlte, so bald sie unsern Helden

erblickte, etwas, das die Tugend einer gewöhnlichen Sterblichen hätte

beunruhigen können. Aber es gibt Tugenden von einer so starken Komplexion,

daß sie durch nichts beunruhiget werden; und die ihrige war von dieser

Art. Sie überließ sich den Eindrücken, welche ohne Zutun ihres Willens

auf sie gemacht wurden, mit aller Unerschrockenheit, welche ihr das

Bewußtsein ihrer Stärke geben konnte. Die Vollkommenheit des Gegenstandes

rechtfertigte die außerordentliche Hochachtung, welche sie für ihn

bezeugte. Große Seelen sind am geschicktesten, einander Gerechtigkeit

widerfahren zu lassen; und ihre Eigenliebe ist so sehr dabei interessiert,

daß sie die Parteilichkeit für einander sehr weit treiben können, ohne

sich dadurch besonderer Absichten verdächtig zu machen. Ein so unedler

Verdacht konnte ohnehin nicht auf die erhabene Cleonissa fallen; indessen

war doch nichts natürlicher, als die Erwartung, daß sie in unserm Helden

eben diesen, wo nicht einen noch höhern Grad der Bewunderung erwecken

werde, als sie für ihn empfand. Diese Erwartung verwandelte sich eben so

natürlich in ein mit Unmut vermischtes Erstaunen, da sie sich darin

betrogen sah; und was konnte aus diesem Erstaunen anders werden, als eine

heftige Begierde, ihrer durch seine Gleichgültigkeit äußerst beleidigten

Eigenliebe eine vollständige Genugtuung zu verschaffen? Auch wenn sie

selbst gleichgültig gewesen wäre, hätte sie mit Recht erwarten können, daß

ein so feiner Kenner ihren Wert zu empfinden, und eine Cleonissa von den

kleinern Sternen, welchen nur in ihrer Abwesenheit zu glänzen erlaubt war,

zu unterscheiden wissen werde. Wie sehr mußte sie sich also beleidiget

halten, da sie mit diesem edeln Enthusiasmus, womit die privilegierte

Seelen sich über die kleinen Bedenklichkeiten gewöhnlicher Leute

hinwegsetzen, ihm entgegengeflogen war, und die Beweise ihrer

sympathetischen Hochachtung nicht so lange zurückzuhalten gewürdiget hatte,

bis sie von der seinigen überzeugt worden wäre? Da es nur von ihrer

Eigenliebe abhing, die Größe des Unrechts nach der Empfindung ihres eignen

Werts zu bestimmen; so war die Rache, welche sie sich an unserm Helden zu

nehmen versetzte, die grausamste, welche nur immer in das Herz einer

beleidigten Schönen kommen kann. Sie wollte die ganze vereinigte Macht

aller ihrer intellektualischen und körperlichen Reizungen, verstärkt durch

alle Kunstgriffe der schlauesten Koketterie (wovon ein so allgemeines

Genie als das ihrige wenigstens die Theorie besitzen mußte) dazu anwenden,

ihren Undankbaren zu ihren Füßen zu legen; und wenn sie ihn durch die

gehörige Abwechslungen von Furcht und Hoffnung endlich in den kläglichen

Zustand eines von Liebe und Sehnsucht verzehrten Seladons gebracht, und

sich an dem Schauspiel seiner Seufzer, Tränen, Klagen, Ausrufungen und

aller andern Ausbrüche der verliebten Torheit lange genug ergötzt haben

würde--ihn endlich auf einmal die ganze Schwere der kaltsinnigsten

Verachtung fühlen lassen. So wohlausgesonnen diese Rache war; so eifrig

und mit so vieler Geschicklichkeit wurden die Anstalten dazu ins Werk

gesetzt; und wir müssen gestehen, daß wenn der Erfolg eines Projekts

allein von der guten Ausführung abhinge, die schöne Cleonissa den

vollständigsten Triumph hätte erhalten müssen, der jemals über den Trotz

eines widerspenstigen Herzens erhalten worden wäre. Ob diese Dame, wenn

Agathon sich in ihrem Netze gefangen hätte, fähig gewesen wäre, die Rache

so weit zu treiben als sie sich selbst versprochen hatte?--ist eine

problematische Frage, deren Entscheidung vielleicht sie selbst, wenn der

Fall sich ereignet hätte, in keine kleine Verlegenheit gesetzt haben würde.

Aber Agathon ließ es nicht so weit kommen. Er legte eine neue Probe ab,

daß es nur einer Danae gegeben war, die schwache Seite von seinem Herzen

ausfündig zu machen. Cleonissa hatte bereits die Hälfte ihrer Künste

erschöpft, ehe er nur gewahr wurde, daß ein Anschlag gegen ihn im Werke

sei; und von dem Augenblick, da er es gewahr wurde, stieg sein Kaltsinn,

nach dem Verhältnis wie ihre Bemühungen sich verdoppelten, auf einen

solchen Grad; oder deutlicher zu reden, der Absatz, den ihre zuletzt bis

zur Unanständigkeit getriebene Nachstellungen mit der affektierten

Erhabenheit ihrer Denkungs-Art, und mit der Majestät ihrer Tugend machten,

tat eine so schlimme Würkung bei ihm, daß die schöne Cleonissa sich

genötiget sah, die Hoffnung des Triumphs, womit sich ihre Eitelkeit

geschmeichelt hatte, gänzlich aufzugeben. Die Wut, in welche sie dadurch

gesetzt wurde, verwandelte sich nach und nach in den vollständigsten Haß,

der jemals (mit Shakespear zu reden) die Milch einer weiblichen Brust in

Galle verwandelt hat. Alles was sie ihrer Tugend in diesen Umständen zu

tun gab, war, die Bewegungen dieser Leidenschaft so geschickt zu verbergen,

daß weder der Hof noch Agathon selbst gewahr wurde, mit welcher Ungeduld

sie sich nach einer Gelegenheit sehnte, ihn die Würkungen davon empfinden

zu lassen.

In dieser Situation befanden sich die Sachen, als Dionys, des ruhigen

Besitzes der immer gefälligen Bacchidion, und ihrer Tänze überdrüssig,

sich zum ersten mal einfallen ließ, die Beobachtung zu machen, daß

Cleonissa schön sei. Er hatte sie noch nicht lange mit einiger

Aufmerksamkeit beobachtet, so deuchte ihn, daß er noch nie keine so schöne

Kreatur gesehen habe; und nun fing er an sich zu verwundern, daß er diese

Beobachtung nicht eher gemacht habe. Endlich erinnerte er sich, daß die

Dame sich jederzeit durch eine sehr spröde Tugend und einen erklärten Hang

für die Metaphysik unterschieden hatte; und nun zweifelte er nicht mehr,

daß es dieser Umstand gewesen sein müsse, was ihn verhindert habe, ihrer

Schönheit eher Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Eine Art von

maschinalischer Ehrfurcht vor der Tugend, die von seiner Indolenz und der

furchtbaren Vorstellung herkam, welche er sich von den Schwierigkeiten sie

zu besiegen in den Kopf gesetzt hatte, würde ihn vielleicht auch diesesmal

in den Grenzen einer untätigen Bewunderung gehalten haben, wenn nicht

einer von diesen kleinen Zufällen, welche so oft die Ursachen der

größesten Begebenheiten werden, seine natürliche Trägheit auf einmal in

die ungeduldigste Leidenschaft verwandelt hätte. Da dieser Zufall

jederzeit eine Anekdote geblieben ist, so können wir nicht gewiß sagen, ob

es (wie einige Sicilianische Geschichtschreiber vorgeben) der nämliche

gewesen, wodurch in neuern Zeiten die Schwester des berühmten Herzogs von

Marlborough den ersten Grund zu dem außerordentlichen Glück ihrer Familie

gelegt haben soll; oder ob er sie vielleicht von ungefähr in dem Zustand

überrascht haben mochte, worin der Actäon der Poeten das Unglück hatte,

die schöne Diana zu erblicken. Das ist indessen ausgemacht, daß von

dieser geheimen Begebenheit an, die Leidenschaft und die Absichten des

Dionys einen Schwung nahmen, wodurch sich die Tugend der allzuschönen

Cleonissa in keine geringe Verlegenheit gesetzt befand, wie sie in einer

so schlüpfrigen Situation dasjenige, was sie sich selbst schuldig war, mit

den Pflichten gegen ihren Prinzen vereinigen wollte. Dionys war so

dringend, so unvorsichtig--und sie hatte so viele Personen in Acht zu

nehmen--sie, die in jedem andern Frauenzimmer eine Nebenbuhlerin hatte,

und bei jedem Schritt von hundert eifersüchtigen Augen belauret wurde,

welche nicht ermangelt haben würden, den kleinsten Fehltritt, den sie

gemacht hätte, durch eben so viele Zungen der ganzen Welt in die Ohren

flüstern zu lassen. Auf der einen Seite, ein von Liebe brennender König

zu ihren Füßen, bereit eine unbegrenzte Gewalt über ihn selbst und über

alles was er hatte, um die kleinste ihrer Gunstbezeugungen hinzugeben--auf

der andern, der glänzende Ruhm einer Tugend, welche noch kein Sterblicher

für fehlbar zu halten sich unterstanden hatte, das Vertrauen der

Prinzessinnen, die Hochachtung ihres Gemahls--Man muß gestehen, tausend

andre würden sich zwischen zweien auf so verschiedene Seiten ziehenden

Kräften nicht zu helfen gewußt haben. Aber Cleonissa wußte es, ob sie

sich gleich zum ersten mal in dieser Schwierigkeit befand, so gut, daß der

ganze Plan ihres Betragens sie schwerlich eine einzige schlaflose Nacht

kostete. Sie sah beim ersten Blick, wie wichtig die Vorteile waren,

welche sie in diesen Umständen von ihrer Tugend ziehen konnte. Das

nämliche Mittel, wodurch sie ihren Ruhm sicher stellen, und die

Freundschaft der Prinzessinnen erhalten konnte, war unstreitig auch

dasjenige, was den unbeständigen Dionys, bei dem vorsichtigen Gebrauch der

erforderlichen Aufmunterungen, auf immer in ihren Fesseln behalten würde.

Sie setzte also seinen Erklärungen, Verheißungen, Bitten, Drohungen, (zu

den feinern Nachstellungen war er weder zärtlich noch schlau genug) eine

Tugend entgegen, welche ihn durch ihre Hartnäckigkeit notwendig hätte

ermüden müssen, wenn das Mitleiden mit dem Zustand, worein sie ihn zu

setzen gezwungen war, sie nicht zu gleicher Zeit vermocht hätte, seine

Pein durch alle die kleinen Palliative zu lindern, welche im Grunde für

eine Art von Gunstbezeugungen angesehen werden können, ohne daß gleichwohl

die Tugend, bei einem Liebhaber wie Dionys war, dadurch zuviel von ihrer

Würde zu vergeben scheint. Die zärtliche Empfindlichkeit ihres

Herzens--die Gewalt welche sie sich antun mußte, einem so liebenswürdigen

Prinzen zu widerstehen--die stillschweigenden Geständnisse ihrer

Schwachheit, welche zu eben der Zeit, da sie ihm den entschlossensten

Widerstand tat, ihrem schönen Busen wider ihren Willen entflohen--o!

tugendhafte Cleonissa! Was für eine gute Aktrice warest du!--Was hätte

Dionys sein müssen, wenn er bei solchen Anscheinungen die Hoffnung

aufgegeben hätte, endlich noch glücklich zu werden?

Inzwischen war, ungeachtet aller Behutsamkeit, welche Cleonissa, und

Dionys selbst gebrauchte, die Leidenschaft dieses Prinzen, und die

unüberwindliche Tugend seiner Göttin, ein Geheimnis, welches der ganze Hof

wußte, wenn man schon nicht dergleichen tat, als ob man Augen oder Ohren

hätte. Cleonissa hatte die Vorsicht gebraucht, die Schwestern des Prinzen,

von dem Augenblicke, da sie an seiner Leidenschaft nicht mehr zweifeln

konnte, zu ihren Vertrauten zu machen; diese hatten wieder im Vertrauen

alles seiner Gemahlin entdeckt, und die Gemahlin seiner Mutter. Die

Prinzessinnen, welche seine bisherigen Ausschweifungen immer vergebens

beseufzet, und besonders gegen die arme Bacchidion einen Widerwillen

gefaßt hatten, wovon sich kein andrer Grund, als die launische

Denkungs-Art dieser Damen angeben läßt, waren erfreut, daß seine Neigung

endlich einmal auf einen tugendhaften Gegenstand gefallen war. Die

ausnehmende Klugheit der schönen Cleonissa machte ihnen Hoffnung, daß es

ihr gelingen würde, ihn unvermerkt auf den rechten Weg zu bringen.

Cleonissa erstattete ihnen jedes mal getreuen Bericht von allem was

zwischen ihr und ihrem Liebhaber vorgegangen war--oder doch von allem, was

die Prinzessinnen davon zu wissen nötig hatten; alle Maßregeln, wie sie

sich gegen ihn betragen sollte, wurden in dem Cabinet der Königin

abgeredet; und diese gute Dame, welche das Unglück hatte, die

Kaltsinnigkeit ihres Gemahls gegen sie lebhafter zu empfinden, als es für

ihre Ruhe gut war, gab sich alle mögliche Bewegungen, die Bemühungen zu

befördern, welche von der tugendhaften Cleonissa angewandt wurden, den

Prinzen in die Schranken der Gebühr zurückzubringen. Alles dieses machte

eine Art von Intrigue aus, bei welcher, ungeachtet der anscheinenden Ruhe,

der ganze Hof in innerlicher Bewegung war. Der einzige Philistus,

derjenige der am meisten Ursache hatte, aufmerksam zu sein, wußte nichts

von allem was jedermann wußte; oder bewies doch wenigstens in seinem

ganzen Betragen eine so seltsame Sicherheit, daß wir, wenn uns das

außerordentliche Vertrauen nicht bekannt wäre, welches er in die Tugend

seiner Gemahlin zu setzen Ursache hatte, fast notwendig auf den Argwohn

geraten müßten, als ob er gewisse Absichten bei dieser Aufführung gehabt

haben könnte, welche seinem Charakter keine sonderliche Ehre machen würden.

Alles ging wie es gehen sollte; Dionys setzte die Belagerung mit der

äußersten Hartnäckigkeit und mit Hoffnungen fort, welche der tapfre

Widerstand der weisen Cleonissa ziemlich zweideutig machte--die Liebe

schien noch wenig über ihre Tugend erhalten zu haben, obgleich diese

allmählich anfing, von ihrer Majestät nachzulassen, und zu erkennen zu

geben, daß sie nicht ganz ungeneigt wäre, unter hinlänglicher Sicherheit

sich in ein geheimes Verständnis, in so fern es eine bloße Liebe der Seele

zur Absicht hätte, einzulassen--Die Prinzessinnen sahen mit dem

vollkommensten Vertrauen auf die keuschen Reizungen ihrer Freundin, der

Entwicklung des Stücks entgegen--und Philistus war von einer Gefälligkeit,

von einer Indolenz, wie man niemals gesehen hat: Als Agathon, zum Unglück

für ihn und für Sicilien, durch einen Eifer, der an einem Staats-Mann von

so vieler Einsicht kaum zu entschuldigen war, sich verleiten ließ, den

glücklichen Fortgang der verschiedenen Absichten, welchen

Dionys--Cleonissa--die Prinzessinnen--und vielleicht auch Philistus--schon

so nahe zu sein glaubten, durch seine unzeitige Dazwischenkunft zu

unterbrechen.

Geschichte des Agathon. Teil 2 · 第 47 / 64 题