Der schönste Herbstmorgen blickte vom Himmel. Wie ein duftiger weisser
Schleier umhüllte Nebel die Stadt; je höher die Sonne stieg, desto
glänzender ward er, und endlich traten golden die Thürme, und ferne
Bergwipfel daraus hervor. Immer tiefer sank der Nebel, und wogte und ballte
sich in den Thälern, zwischen den Bergen. Einzelne Massen riß der Wind
loß, und trieb sie, wie luftige Geisterbilder durch den Aether. Bald war er
verschwunden und glänzte in tausend kleinen Sonnen auf den Grashalmen. Laut
schmetternd begrüßte das Hüfthorn den hellen Morgen.
Sein muthiges Roß stampfte und wieherte, Herz und Sinne waren frisch, Geist
und Seele lebendig! Ach und seine Blicke, seine seligen Blicke, sagten sie
nicht mehr als alle Sprache? O dürfte ich sie deuten. --