64 195 Blut }
93b 226 Knochenmark } Sublimat.
Fußnoten:
[90] ¿tò strôma¿ = Unterlage, das Grundgewebe.
[91] Die Bezeichnung Parenchym (von ¿parenchéô¿ = neben hineingießen)
stammt aus der Vorstellung (Erasistratos, 280 v. Chr.), daß
die feineren Bestandteile der Organe durch Austritt aus der
Gefäßbahn entstanden seien. Trotz dieser heute längst widerlegten
Anschauung hat sich der Begriff Parenchym als der außerhalb des
Blutgefäßbindegewebsapparates liegenden Bestandteile eines Organes
eingebürgert.
[92] Die Amöben sind einzellige Organismen, welche die oben
beschriebene Bewegung in ausgezeichneter Weise erkennen lassen, daher
der Name »amöboide Bewegung«.
[93] Die Bezeichnungen azidophil, neutrophil, basophil beziehen
sich auf Granula des Zelleibes, die sich bei der Anwendung gewisser
Farbgemische (s. Technik Nr. 64, S. 95) vorzugsweise mit sauren oder
basischen Farben beladen; neutrophil sind die feinen ~Granula~ der
häufigsten Leukozytenformen, die weder zu sauren noch zu basischen
Farben eine ausgesprochene »Verwandtschaft« besitzen. Die azidophilen
Granulationen nennt man oft eosinophil, weil Eosin ein zu ihrer
Darstellung viel gebrauchter, saurer Farbstoff ist.
[94] Von Mark = Knochenmark.
[95] Als ~klein~ werden nur solche Arterien bezeichnet, die kurz vor
der Einmündung in das Kapillarensystem stehen, als ~mittel~ sämtliche
übrigen mit Ausnahme der ~großen~ (Aorta, Art. pulmonalis).
[96] ~Mikronen~ sind mikroskopisch unterscheidbare Teilchen (mit einem
Durchmesser bis herab zu 0,1 µ; zu ihnen würden der Größenordnung
nach etwa die meisten Bakterien zu rechnen sein. ~Ultramikronen~
sind Teilchen, die mit dem Mikroskop nicht mehr, wohl aber mit dem
Ultramikroskop erkannt werden können. Hierher gehören die Teilchen in
den kolloidalen Lösungen; man rechnet sie vom Durchmesser von 0,1 µ bis
herab zum Durchmesser von 1 µµ. Auch ultramikroskopisch unsichtbare
Teilchen heißen ~Amikronen~.
[97] Viel besser ist die von Weidenreich nach Deetjen angegebene
Methode (Arch. f. mikr. Anatomie, Bd. LXXII. S. 213. 1908), die nur zu
kompliziert ist, um auch noch hier angegeben zu werden.
[98] Färbt man länger, so werden die Erythrozyten ziegelrot, die Balken
dunkelrot, wodurch die leichte Unterscheidbarkeit verloren geht.
[99] Bezüglich des genaueren Verlaufs dieser Partie sei auf die
speziellen Lehrbücher verwiesen.
[100] Siehe darüber Genaueres bei ~K. Brodmann~ in ~Lewandowsky~,
Handbuch der Neurologie, Teil I, 1. Auf die ebenfalls erheblichen
Verschiedenheiten, die sich bei Berücksichtigung des Faserverlaufes
in dem Aufbau der Areae ergeben (Myeloarchitektonik) kann hier nicht
eingegangen werden.
[101] pius, fromm, hier dünn; mater = Mutter, hier das Ernährende;
durus = hart, also dünne und harte Ernährungshaut.
[102] Von ¿leptos¿ = dünn, ¿hê mêninx¿ = die Haut.
[103] Von ¿hê arachnê¿ = die Spinne: Spinngewebe.
[104] ¿pachys¿ = dick.
[105] Die »Henlesche Scheide« entspricht nicht der Endoneuralscheide,
sondern der Perineuralscheide, und zwar nur jener der feinsten
peripherischen Nervenäste. Der Name ist überflüssig.
[106] Über Nervenendigungen an Sinneszellen siehe bei den Sinnesorganen.
[107] Von ¿phaios¿ = grau, bräunlich und ¿to chrôma¿ = die Farbe.
[108] Als Muzin bezeichnet man bestimmte, eiweißartige Stoffe, deren
Lösungen eine gewisse Klebrigkeit eignet.
[109] Vgl. Technik Nr. 130, S. 361.
[110] ¿atrêtos¿ = undurchbohrt, weil diese Follikel sich nicht durch
Platzen entleeren.
[111] Von ¿hê mêtêr¿ = die Mutter (Gebärmutter).
[112] ¿to chorion¿ = die Haut; hier die Ernährungshaut der Keimblase.
[113] Von ¿trephein¿ = ernähren; hier die Epithelschicht des Chorions.
[114] deciduus = hinfällig; also membrana decidua = die hinfällige Haut.
[115] Von ¿amnos¿, Lamm; diese Haut wurde beim opfern trächtiger Schafe
schon im Altertum beobachtet.
[116] Von ¿to chorion¿ latinisiert: die Lederhaut.
[117] Das Pareleidin schwärzt sich wie das Fett, aber erst nach
längerer Einwirkung von Osmiumsäure; es ist also die Schwarzfärbung der
Hornzellen dicker Epidermis nicht etwa auf eine Fettdurchtränkung der
Hornschicht von außen her durch das Sekret der Talg- bzw. Knäueldrüsen
zurückzuführen.
[118] Von rete, das Netz.
[119] Von ¿to chorion¿, die äußere (sehr gefäßreiche) Eihaut:
»chorionähnlich«.
[120] Von cilium, die Wimper, wegen der verdickten Fortsätze dieser
Region so genannt.
[121] Nach ¿Iris¿, der Göttin des Regenbogens, genannt.
[122] Von ¿sklêros¿, hart.
[123] Von ¿makros¿, groß, lang, ¿inos¿, Faser: ohne lange Fasern.
[124] Von ¿ois¿, ¿otos¿, Ohr und ¿lithos¿, Stein; Hörsteine; besser
würden sie als Statolithen bezeichnet, weil sie mit der Hörempfindung
nichts zu tun haben.
[125] Von ¿konis¿, Staub: Gehörstaub.
[126] Diese Namen stammen noch aus der Zeit, in welcher man den Limbus
spiralis zur Lamina spiralis ossea rechnete.
[127] Von den durchschimmernden Streifen der Membr. basilaris so
genannt (Pecten, der Kamm).
[128] Von tierischen Schnecken sind die des Meerschweinchens und der
Fledermaus deswegen zu empfehlen, weil solche Schnecken nicht in
schwammige Knochensubstanz eingebettet sind und ohne weiteres Abmeißeln
und Öffnen sofort eingelegt werden können. Auch Schnecken junger Katzen
sind zu empfehlen. Auch mit Chromosmium-Essigsäure (S. 17) fixierte und
nach §6 (S. 18) entkalkte Schnecken geben gute Bilder.
[129] Von gemma, die Knospe.
[130] Statt der in den speziellen Angaben empfohlenen Zenkerschen
Flüssigkeit kann auch Müllersche Flüssigkeit (Behandlung S. 15)
verwendet werden.
[131] Die beiden Nummern 92 und 94 müssen später noch entkalkt werden.
Namen- und Sachregister[132].