8 74 Amitotische Kernteilungen Zenker.

64 195 Blut }

93b 226 Knochenmark } Sublimat.

Fußnoten:

[90] ¿tò strôma¿ = Unterlage, das Grundgewebe.

[91] Die Bezeichnung Parenchym (von ¿parenchéô¿ = neben hineingießen)

stammt aus der Vorstellung (Erasistratos, 280 v. Chr.), daß

die feineren Bestandteile der Organe durch Austritt aus der

Gefäßbahn entstanden seien. Trotz dieser heute längst widerlegten

Anschauung hat sich der Begriff Parenchym als der außerhalb des

Blutgefäßbindegewebsapparates liegenden Bestandteile eines Organes

eingebürgert.

[92] Die Amöben sind einzellige Organismen, welche die oben

beschriebene Bewegung in ausgezeichneter Weise erkennen lassen, daher

der Name »amöboide Bewegung«.

[93] Die Bezeichnungen azidophil, neutrophil, basophil beziehen

sich auf Granula des Zelleibes, die sich bei der Anwendung gewisser

Farbgemische (s. Technik Nr. 64, S. 95) vorzugsweise mit sauren oder

basischen Farben beladen; neutrophil sind die feinen ~Granula~ der

häufigsten Leukozytenformen, die weder zu sauren noch zu basischen

Farben eine ausgesprochene »Verwandtschaft« besitzen. Die azidophilen

Granulationen nennt man oft eosinophil, weil Eosin ein zu ihrer

Darstellung viel gebrauchter, saurer Farbstoff ist.

[94] Von Mark = Knochenmark.

[95] Als ~klein~ werden nur solche Arterien bezeichnet, die kurz vor

der Einmündung in das Kapillarensystem stehen, als ~mittel~ sämtliche

übrigen mit Ausnahme der ~großen~ (Aorta, Art. pulmonalis).

[96] ~Mikronen~ sind mikroskopisch unterscheidbare Teilchen (mit einem

Durchmesser bis herab zu 0,1 µ; zu ihnen würden der Größenordnung

nach etwa die meisten Bakterien zu rechnen sein. ~Ultramikronen~

sind Teilchen, die mit dem Mikroskop nicht mehr, wohl aber mit dem

Ultramikroskop erkannt werden können. Hierher gehören die Teilchen in

den kolloidalen Lösungen; man rechnet sie vom Durchmesser von 0,1 µ bis

herab zum Durchmesser von 1 µµ. Auch ultramikroskopisch unsichtbare

Teilchen heißen ~Amikronen~.

[97] Viel besser ist die von Weidenreich nach Deetjen angegebene

Methode (Arch. f. mikr. Anatomie, Bd. LXXII. S. 213. 1908), die nur zu

kompliziert ist, um auch noch hier angegeben zu werden.

[98] Färbt man länger, so werden die Erythrozyten ziegelrot, die Balken

dunkelrot, wodurch die leichte Unterscheidbarkeit verloren geht.

[99] Bezüglich des genaueren Verlaufs dieser Partie sei auf die

speziellen Lehrbücher verwiesen.

[100] Siehe darüber Genaueres bei ~K. Brodmann~ in ~Lewandowsky~,

Handbuch der Neurologie, Teil I, 1. Auf die ebenfalls erheblichen

Verschiedenheiten, die sich bei Berücksichtigung des Faserverlaufes

in dem Aufbau der Areae ergeben (Myeloarchitektonik) kann hier nicht

eingegangen werden.

[101] pius, fromm, hier dünn; mater = Mutter, hier das Ernährende;

durus = hart, also dünne und harte Ernährungshaut.

[102] Von ¿leptos¿ = dünn, ¿hê mêninx¿ = die Haut.

[103] Von ¿hê arachnê¿ = die Spinne: Spinngewebe.

[104] ¿pachys¿ = dick.

[105] Die »Henlesche Scheide« entspricht nicht der Endoneuralscheide,

sondern der Perineuralscheide, und zwar nur jener der feinsten

peripherischen Nervenäste. Der Name ist überflüssig.

[106] Über Nervenendigungen an Sinneszellen siehe bei den Sinnesorganen.

[107] Von ¿phaios¿ = grau, bräunlich und ¿to chrôma¿ = die Farbe.

[108] Als Muzin bezeichnet man bestimmte, eiweißartige Stoffe, deren

Lösungen eine gewisse Klebrigkeit eignet.

[109] Vgl. Technik Nr. 130, S. 361.

[110] ¿atrêtos¿ = undurchbohrt, weil diese Follikel sich nicht durch

Platzen entleeren.

[111] Von ¿hê mêtêr¿ = die Mutter (Gebärmutter).

[112] ¿to chorion¿ = die Haut; hier die Ernährungshaut der Keimblase.

[113] Von ¿trephein¿ = ernähren; hier die Epithelschicht des Chorions.

[114] deciduus = hinfällig; also membrana decidua = die hinfällige Haut.

[115] Von ¿amnos¿, Lamm; diese Haut wurde beim opfern trächtiger Schafe

schon im Altertum beobachtet.

[116] Von ¿to chorion¿ latinisiert: die Lederhaut.

[117] Das Pareleidin schwärzt sich wie das Fett, aber erst nach

längerer Einwirkung von Osmiumsäure; es ist also die Schwarzfärbung der

Hornzellen dicker Epidermis nicht etwa auf eine Fettdurchtränkung der

Hornschicht von außen her durch das Sekret der Talg- bzw. Knäueldrüsen

zurückzuführen.

[118] Von rete, das Netz.

[119] Von ¿to chorion¿, die äußere (sehr gefäßreiche) Eihaut:

»chorionähnlich«.

[120] Von cilium, die Wimper, wegen der verdickten Fortsätze dieser

Region so genannt.

[121] Nach ¿Iris¿, der Göttin des Regenbogens, genannt.

[122] Von ¿sklêros¿, hart.

[123] Von ¿makros¿, groß, lang, ¿inos¿, Faser: ohne lange Fasern.

[124] Von ¿ois¿, ¿otos¿, Ohr und ¿lithos¿, Stein; Hörsteine; besser

würden sie als Statolithen bezeichnet, weil sie mit der Hörempfindung

nichts zu tun haben.

[125] Von ¿konis¿, Staub: Gehörstaub.

[126] Diese Namen stammen noch aus der Zeit, in welcher man den Limbus

spiralis zur Lamina spiralis ossea rechnete.

[127] Von den durchschimmernden Streifen der Membr. basilaris so

genannt (Pecten, der Kamm).

[128] Von tierischen Schnecken sind die des Meerschweinchens und der

Fledermaus deswegen zu empfehlen, weil solche Schnecken nicht in

schwammige Knochensubstanz eingebettet sind und ohne weiteres Abmeißeln

und Öffnen sofort eingelegt werden können. Auch Schnecken junger Katzen

sind zu empfehlen. Auch mit Chromosmium-Essigsäure (S. 17) fixierte und

nach §6 (S. 18) entkalkte Schnecken geben gute Bilder.

[129] Von gemma, die Knospe.

[130] Statt der in den speziellen Angaben empfohlenen Zenkerschen

Flüssigkeit kann auch Müllersche Flüssigkeit (Behandlung S. 15)

verwendet werden.

[131] Die beiden Nummern 92 und 94 müssen später noch entkalkt werden.

Namen- und Sachregister[132].

Lehrbuch der Histologie und der mikroskopischen Anatomie des Menschen, mit Einschluss der mikroskopischen Technik · 第 239 / 286 题