Unterdessen rücken die zwei meist an Umfang zunehmenden
Zentralkörperchen weiter auseinander und wandern entlang der
Kernmembran je einem Punkte zu, der 90° von ihrer ursprünglichen
Lagerstätte entfernt liegt. Zwischen den auseinanderrückenden
Zentralkörperchen spannen sich feine Fasern, welche die
»~Zentralspindel~« bilden. An sie legen sich Fäden der Astrosphären
an, die man jetzt bis zu den als einzelne Chromosome unterscheidbaren
Chromatinsträngen verfolgen kann. Gegen das Ende der Prophase ist die
Kernmembran verschwunden und auch das Kernkörperchen ist unsichtbar
geworden.
Das bisher beschriebene Verhalten der Zentralkörperchen hat
nicht allgemeine Gültigkeit; so teilt sich z. B. bei Ascaris
megalocephala univalens das Zentralkörperchen innerhalb
des Kerns, der sich streckt und an seinen Enden je ein
Zentralkörperchen austreten läßt. Mit dem Austritt bildet sich
die Kernspindel.