_Neue Freie Presse_: In der Freundschaft sind Fehler Verbrechen! Davon
handelt der Roman. Es ist die Tragödie restlos angestrebter
Freundesvereinigung, jener Freundschaft, die in der völligen
Umklammerung und Einschließung des geliebten Wesens dessen Menschenrecht
mit Füßen tritt, die sich selbst mordet. »Thieß und Peter« ist ein
Bekenntnisbuch, warm und sprudelnd vom Herzen gespeist. So ist Hans
Francks schöpferischer Erstling eine starke Hoffnung, die am schönsten
eingelöst scheint auf gleichem Weg. Hebbels unerbittlicher Geist und
Otto Ludwigs eherne Erzählerkunst scheinen hier in einem bewegten Kopfe
unserer Zeit wiedergeboren zu sein, der reiche bleibende Früchte
verspricht. Die Sprache ist von elastischer Härte und bringt großartige
Bilder von starker Energie.
_Saale-Zeitung_: Oft, hundertmal, ist die Liebe zweier Männer besungen,
zerstört, angegriffen worden, niemals in der intensiven Art wie hier.
Hans Franck ist es gelungen, sein Thema restlos zu durchleben, zu
erfassen, in sich aufzunehmen, es in die Form der Kunst zu gießen und
geläutert herauszuschälen. Das Thema selbst hat Franck restlos
erschöpft, ohne auch nur die geringsten Seitensprünge zu machen. Hatte
sein Name auch zuvor schon einen guten Klang, so ist Franck mit diesem
Roman in die Reihe unserer ersten deutschen Dichter gerückt. Der Roman
wird in der Geschichte des deutschen Romans noch eine Rolle spielen.