[Sidenote: II 273]
[Sidenote: III 132]
[Sidenote: III 133]
[Sidenote: III 134]
In Südholland findet man denselben Typ bei der alten _Kinderdijkschen
Hoogaars_ und der «Steekschuit» vom «Biesbosch» und in Seeland bei
der «Steekschuit» und dem «Hoogaars», während der «Hengst» und der
«Veerhengst» ebenfalls «Hoogaars»-Arten sind, die kleine Änderungen
erfahren haben. Ferner gleicht die «Tholensche Schouw» völlig der
«Beyerlandschen Schuitje», die auf den Inseln von Südholland in
Gebrauch ist. Sie zeigen beide das hohe und breite Vorderteil; sie
haben keinen Vordersteven, die Beplankung endet vielmehr in der Spitze
des Vorderteils. Es sind also «Aken».
[Sidenote: III 131]
Der _Hoogaars_ hat also einen graden und über die Horizontale
schwachgeneigten Vordersteven, der viel schwächer ist als der des
«Schockers». Die Beplankung, die bisher aus übereinandergreifenden
Planken bestand, ist jetzt glatt. Sein Vorderteil ist ein wenig
schlanker als das des «Schockers», sein Hinterteil etwas voller.
Das Vorderteil ist bedeckt, das Mittelstück des Schiffes offen,
während das Hinterteil mit einer erhöhten Kajüte versehen ist. Diese
Schiffe haben ein schmales Steuerruder, führen Schwerter, besitzen
eine Takelung am Besanmast mit Stagsegel und «Bugspriet-Klüver». Sie
haben wie die «Schocker» und die andern schon genannten Schiffe einen
flachen Boden, sind aber nicht mit einem Fischkasten ausgestattet. Die
neuen «Hoogaarsen» von grosser Gestalt haben ein volleres Hinterteil
nach Art der «Bujer», was in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
den Typ «Hoogaars-Boeier» (Hoogaars Bujer) hat entstehen lassen. Das
Bestreben, das Hinterteil voller zu bauen, bemerkt man jetzt bei allen
Fischereifahrzeugen, wodurch die charakteristischen Unterschiede
zwischen den verschiedenen Typen verschwinden werden.
Der «Hoogaars» hat eine Länge von 15 m, eine Breite von 4,50 m.
Der «Hoogaars» von Arnemuide ist etwas kleiner, völlig offen und
besitzt am Hinterteil eine kleine Kajüte; die Takelung hat ein Spriet
(Spriettuig).