DER OTTER.

[Sidenote: II 253]

[Sidenote: III 52]

Der _Otter_ (franz. loutre), den wir eine kleine verkürzte Pleit nennen

können, hat eine Länge von 20-28 m (wenigstens 16 m, höchstens 30, s.

~Dehem~, S. 507), eine Breite von 4 m, einen Tiefgang von 1,70-2,20 m

bei Belastung, gewöhnlich 1,80 m. Die Tragfähigkeit schwankt von 70 bis

180 t.

Der «Otter» ist mit gewöhnlicher Takelung versehen, mit Besanmast, oft

mit einem kleinen Mast hinten in der «Statie».

Neben den «Pleiten» und «Ottern» findet man noch auf der Schelde die

«Schuten» (Barken), die den holländischen Schuten entsprechen. Sie

unterscheiden sich also ebensosehr von dem Otter wie sich bei uns die

«Schute» von der «Tjalk» unterscheidet. ~Dehem~ täuscht sich also in

seinem oben genannten Werk etwas, wenn er sagt (S. 507) «die Schute ist

ein Otter von kleinen Abmessungen».

Die «Pleiten» und «Otter» findet man oft hier in den Niederlanden.

Wenn die Schiffe von West-Belgien somit die gleichen Eigentümlichkeiten

zeigen wie die unserer Heimat, so wird es ebenso mit denjenigen von

Ostfriesland sein.

Der Schiffbau seit seiner Entstehung, Band 1 · 第 55 / 142 题