C) _Oberrheinschiffe._

Schiffe von oberhalb Bonn, einschliesslich der Gegend westlich vom

Rhein und östlich der _Maas_. Hier sind als Grundtyp anzuführen der

_Keen_, neben ihm die _Keenaak_ und ein Schiff neueren Datums, der

_Slof_.

Einer dieser Type wurde im 19. Jahrhundert in ’s Gravenmoor

eingeführt, weil er sehr geeignet schien, zur Ausnutzung der Weiden

des Biesbosches; aber er hat dabei schon verschiedene Abänderungen

erfahren, infolge des Wechsels des Hinterteils und des Steuers.

Keiner dieser Type stammt aus den Niederlanden.

Der «Hagenaak» wie der «Turfeiker» entsprechen der «Dortenschen Aak».

Endlich findet man auf diesem Teil des Rheines wie auf der Maas ein

Schiff, das erst aus dem 19. Jahrhundert stammt und das _Bunder_

genannt wird.

Ausser dem Bunder haben auch die unter C aufgeführten Type einen Rumpf,

der klinkerweise gebaut ist (mit Überlappung). Die unter B genannten

müssen ehemals einen klinkerweise gebauten Rumpf gehabt haben, nach

den Erklärungen alter Schiffer und nach dem, was aus einem alten Bild

von Whalemajol aus der Sammlung des Herrn van Gijn hervorgeht, sowie

aus einem Stein vom Ende des 18. Jahrhunderts, der in der Vorderseite

eines Hauses der St-Pieterstraat in Maastricht angebracht ist und eine

«Herna» darstellt. Es lässt sich nicht feststellen ob die glatten

Schiffsrümpfe und die mit überlappender Beplankung gleichzeitig

bestanden haben oder ob die ersteren neueren Datums sind. Es ist jedoch

anzunehmen, dass die Schiffsrümpfe mit überlappender Beplankung die

älteren sind.

Es ist sonderbar, dass ein der «Herna» sehr ähnlicher Typ sich im

Adriatischen Meer findet, nämlich die _Rascona_, die in dem

bekannten Werke von ~Paris~ beschrieben und dargestellt ist

(Bd. 2, Nr. 86); dies Schiff wird noch mit dem alten «Stuurriem»

(Steuerruder) gelenkt.

Der Schiffbau seit seiner Entstehung, Band 1 · 第 30 / 142 题