Die grossen Type dieser Schiffe sind vertreten durch die «Galiot» und
die «Galeasse» dann kommen das «Kuff» und die «Smak» (Schmack); zu der
Familie der Schmacken gehören die «Damloopers» und die «Smalschepen»
und die «Wijdschepen» sowie die «Friesche Turfschepen» (Torffahrzeuge
von Friesland).
Sie stammen alle von demselben allgemeinen Typ ab und unterscheiden
sich nur durch Einzelheiten, die eine Folge dieser oder jener örtlichen
Notwendigkeit sind.
Die Familie der «Smakken» (Schmacken) hat die «Tjalken» entstehen
lassen.
Die «Tjalken» findet man besonders in Friesland und Groningen. In der
Provinz Holland nennt man sie infolge einiger kleiner Umänderungen
«Schuiten» (Schuten). In Seeland, wo sie ein schmaleres Deck haben,
nennt man sie «Poonen». In Nord-Holland führen sie den Namen «Jacht»
(Yacht). Bei diesen ist entgegen den «Poonen» der Boden weniger breit
als bei der «Tjalk».
Auf der belgischen Schelde sind sie etwas länger und heissen «Pleiten»
während die kleineren dort «Otters» heissen. Ostfriesland zeigt uns
dieselbe Familie: hier sind es die «Motten», die etwas an die «Kuffen»
erinnern. Wir finden dort auch noch einen sehr alten Typ eines
Handelsschiffs, das von den alten Fischerbarken abstammt; es heisst
«Ever» und «Bremerkahn».
Daneben und unabhängig von der oben genannten Familie der «Tjalken»
finden wir seit den ältesten Zeiten in Overyssel einen ganz allein
stehenden Typ. Wenn man diese Schiffe im 17. Jahrhundert zur Zeit
Witsens noch «Potten» und «Pujen» nennt, so findet man sie später und
noch jetzt nach einigen kleinen Abänderungen unter dem Namen «Snijboon»
(wörtlich Bohnen); daraus ist der «Praam» entstanden. Dieselbe Form,
aber kleiner findet sich in dem «Somp» und der «Pegge».
Alle diese Schiffe unterscheiden sich von den «Schmacken» in baulicher
Hinsicht dadurch, dass der Vorder- und Hintersteven spitz sind, während
die «Schmacken» abgerundete Steven haben.
Auch hier fehlen die Kombinationen nicht. So gibt es «Koftjalken»,
«Praamaken» und «Aaktjalken».
Ferner sind zu erwähnen die «Boeiers» (Bujer), die indessen keine
Aehnlichkeit mit den alten «Kromstevens» haben.
Endlich wollen wir noch die «Kraken» erwähnen, die jedoch nichts
gemeinsames mit den spanischen «Karaken» haben. Es sind ganz einfach
sehr feste «Tjalken», die etwas gradere Linien haben, d. h. die weniger
Krümmung besitzen.