1,00% 535 mm 535
2,00% 1016 mm 508
4,00% 2082 mm 521
6,00% 3075 mm 513
Aus der genügenden Konstanz des Quotienten P/C ersieht man, daß der
Druck sich proportional zur Konzentration ändert. Der gelöste Stoff übt
somit ganz wie ein gasförmiger einen Druck auf die Wände des Gefäßes
aus, in das er eingeschlossen ist.
Gilt für den gelösten Zustand das Gesetz von *Boyle*, nach dem sich
das Verhältnis von Druck und Volumen für die Gase regelt, so ließ sich
vermuten, daß die Lösungen auch dem zweiten fundamentalen Gesetze der
Aëromechanik folgen, das den Namen *Gay-Lussacs* trägt.
Es gelang *van't Hoff* die Gültigkeit des *Gay-Lussac*schen Gesetzes
für den gelösten Zustand aus den Prinzipien der Thermodynamik
abzuleiten und zu zeigen, daß die Versuchsergebnisse das theoretisch
gewonnene Resultat bekräftigen. Der osmotische Druck ist danach
proportional der absoluten Temperatur, wenn sich die Konzentration der
Lösung nicht ändert. Daß eine Erhöhung der Temperatur den osmotischen
Druck vergrößert, hatte übrigens schon *Pfeffer* beobachtet.
Wie für den gasförmigen Zustand, so lassen sich auch für die Lösungen
die Gesetze von *Boyle* und von *Gay-Lussac* in die bekannte Formel[542]