8. _Jos_. Halb erblindet und auf Vieren wankend, hier und da von
mitleidigen Schiffern aufgenommen, irrt Homer von Stadt zu Stadt, von Insel
zu Insel. Keine Bürgerschaft will ihn ernähren, er wird immer wieder als
lästiger Ausländer abgeschoben, die Stadtväter jeglicher Gemeinde verwahren
sich energisch dagegen, daß dieser krüppelhafte Kerl ihrer Polis
entsprossen sei. Am Strande von Jos ruht er endlich erschöpft aus.
Fischerknaben, leere Netze auf den Schultern, steigen aus Booten und necken
ihn. Geben ihm ein Rätsel auf: »Was wir gefangen haben, ließen wir zurück.
Was wir nicht gefangen haben, tragen wir bei uns.« Homer sinnt verzweifelt,
kann die Lösung nicht finden. Ein Phron ähnlicher Knabe: der Sohn des
Phron, klärt ihn auf; da sie keine Fische zu fangen vermocht, hätten sie
sich am Strande die Läuse gesucht, die Gefangenen getötet, die
Nichtgefangenen unfreiwillig nach Hause mitgenommen . . . Die Lausbuben
ziehen ab. Homer schüttelt klagend das Haupt; vor Gram, nun auch geistig
gealtert über das einfache Rätsel der Jungen gestrauchelt zu sein, stürzt
er sich von den Klippen ins Meer.