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Tausend Jahre oder darüber – ich zähl sie nicht –: aber ich höre
deutlich das Siegeslied, gesungen von dem befreiten Welt-Volk,
hereinschmettern in den Strudel der Klassenkampfzeit aus der alle
Menschenzeitalter triumph-kühn überhöhenden Zukunft:
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„Genossen! Kampfscharen!
„Seht, das ist das Leben, das ihr uns erkämpftet! Auf sonnenstarken
Bergen: geflügelt überspringen wir Gipfel an Gipfel; wie auf einer
Fläche gleiten wir hin auf dem Wind ...
„Greift unsere Körper! Nicht nach der Zahl von Jahren mehr leben wir:
wandelnde Fackeln des Lebens sind wir, genährt an dem ewigen
unauslöschbaren allebendigen Lebensbrand ...
„Herrschaftslos herrschen wir!
„Begeisterungs-glühend, ein Menschen-Stern, zieht jeder Einzelne dahin
über die Erdenbahn.
„Was ists für Wärme, die in einer leuchtenden Woge, länderauf, länderab,
meerauf, meerab bis hinüber über den Süd- und über den Nordpol wallt!?
Nicht Golfstrom ists und nicht Samum: es ist unser neuer Sommer, es ist
Wärme des Menschenherzens.
„Was ists für ein schweigendes Gewittern im Raum, Takt an Takt; es wölbt
sich, ein kristallisches Kuppelgefüge, strömt an, strömt an in
Klangwellen, und wieder strahlt es sich auseinander in vielfarbigen
Schwingungen!? Es ist die unermüdbare Schlagkraft des Menschenherzens.
„Wie Wein schäumt über den Rand: so überquillt vor Fruchtbarkeit die
Erde an den Horizonten. Das ist Menschen-Unsterblichkeit. Das ist
Menschen-Kraft. –
„Genossen! Kampfscharen!
„Im fernsten Dunkel ruhen ungesprochen euere Sprachen. O ihr Brücken,
geflochten aus Menschenleibern, hineingebaut in die Reiche des
unerschöpfbaren Lebenslichts! ... Kameraden! Der Helden der Vorzeit
gedenkt! Der von Menschen einst der Menschheit geschlagenen Wunden
gedenkt!
„Jauchzend gedenkt!“