Jammert! Heuchelt! Heult!
Plärrt euch unseretwegen, wenn es sein muß, die Hosen voll!
Fabelt von Bürgerkriegsgreueln, Vergewaltigung, Terror,
Geiselfüsilladen, bestialischen Grausamkeiten – aufrichtig sicherlich
meint ihrs, ihr zivilisierten Kannibalen-Geschlechter!
Phantasiert nur des nachts im Traum vom Geschröpftwerden, von
Barrikaden, von euch umschwirrenden Feuergarben und Bajonettstichen!
O welche Leichenbittermienen! O welch eine Krätze rumort in euerem
Gehirn! ... Kickeriki ... Ja, ja, der Hahn kräht ... O ihr gütigen
Visionen, Halluzinationen aller Bornierten!
Schmarotzer-Kulturphilister!
Bei heruntergelassenen Jalousien, bei abgeblendetem traumweichen Licht:
so hockt ihr in eueren Luxusprachtappartements, nichtsdestoweniger aber
sind es die Abfallgruben, die Parasitennester der lebendigen Geschichte.
Aesthetisch vermodernd, trotz euerer Schönheits- und Gesundheitskuren in
warmen Milch- und künstlichen Höhensonnenbädern!
O ihr Treibhausgewächse, von Generation zu Generation übernommen, wie
mit Watte mit ausgesuchtesten Daseinsbedingungen sorgfältig umwickelt
und mühsam am Leben erhätschelt! ...
Packt den Ranzen euch auf mit Traktaten und Katechismen, stopft den
Wanst euch voll, bis zum tödlichen Erbrechen voll, mit Bibelsprüchen! Du
göttliches Gesindel, ihr Augenaufschlagkünstler, ihr zynischen, ihr
virtuosen Schufte der Kirchen! Mästet fortab euch mit Reliquienresten
und langweilt unseretwegen zutod euch im stillen Kämmerlein mit eueren
albernen Sophistereien: Hände aber weg, ein für alle Mal, von all dem,
was lebt, und von all dem, was nach Leben, Leben, lebendigem Leben
stöhnt, was sich Leben erobern will!!!
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Unter dem sausenden Gleiten der Transmissionsriemen beim Funkenspritzen
der Schleifräder, beim Krach der Explosionen tief unten in den Schächten
der Bergwerke –
Wenn der Hobel flitzt, beim Knirschen der Stahlsäge, beim Staub der
Eisenspäne –