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Dieses Buch ist sicher nicht Kind jenes Geistes, „der über den Wassern
schwebt“, es ist aus der Wirklichkeit geboren, und es trägt,
unverschminkt allen sichtbar, noch deutlich das Zeichen dieser
Marter-Hölle an sich. Auch der Sprachkörper: stahlgrau, gehackt, rissig:
die Gelenke im Schmerzkrampf fest angezogen, die Arme an den
Schulterstücken schwer hängend: Hämmer, Aexte, Brecheisen. Ein blutiges
Muskelspiel zuckt ... Das ist nicht der klassische wohlgepflegte Leib,
nicht die parfümierte Tanzpuppe der Biedermeierzeit noch der verträumte
Taugenichts der Romantik: es ist der mit Wundenlöchern über und über
ausgefüllte Dulderleib des werktätigen Volks am Pfahl der Kreuzigung:
mitten im Qualm von Gasschwaden, von Staub, Rauch, Rußfetzen
umschleiert, umschwirrt von giftigen Aasfliegen – das ist der Dulderleib
des werktätigen Volks in jenem geschichtlichen Zeitabschnitt, da er sich
vom Kreuzstamm losreißt, niedersteigt und das Gesindel seiner Peiniger
vor sich in die Knie zwingt ... Ein millionenstimmiger Schrei, ein
Aufruhr- und Klagelied, gesungen von Millionen metallischen Feuerzungen.
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Dieses Buch möchte, ein lebendiges Wesen, künftig wieder selbst Anteil
haben an den Kämpfen, deren Blutzeuge es ist, selbst wieder mit im Feuer
stehen, und mit seinen Blutteilen noch röter färben die rote Fahne,
unter der es als ein Soldat der Revolution dient. –
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Es wird nur wenig von „Liebe“ die Rede sein.
Dieses Buch ist ein Heldengedicht.
Wo Millionen „Hunger“ schreiend – zuerst eine formlose Masse noch, dann
aber immer deutlicher Gestalt gewinnend – sich herauf auf das Plateau
der Weltgeschichte bewegen: in der eisern gehackten Rhythmik solcher
Tage tönt auch die Stimme des Bluts als Metall. Stirnen wölben sich
gegeneinander, wie gemeißelt aus Granit. Die Herztrommel wirbelt
Kampftempo und Marschtakt. Der Gedanke des kämpferischen Menschen stößt
vor in die Zukunft als Stichflamme. Und ein anderer, als der, der einst
du gewesen bist, findest plötzlich nach Jahren du dich wieder, neu
geboren aus mörderischen Krisen, wie aus Schmelzglut. –
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Die Riesendurchbruchsschlacht jener Menschen-Armeen in die Zukunft hat
längst begonnen. Kampfplatz ist die Welt. Dieses Terrain ist nicht mehr
nach Nationen oder Erdteilen abgesteckt. Alle Grenzpfähle der Welt
schlottern gespenstisch im roten Sturmwind, wie Vogelscheuchen ...
Ueberall, wo Menschen im Arbeitsprozeß untereinander verbunden sind,
überall auf der ganzen Erde, auch in den tiefsten Tiefen der Kolonien,
gewittert es ...
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