Sie schreien und kämpfen, sie zweifeln und verzweifeln, sie wissen kein
Ende ihren Zänken.
Laß' Dein Leben unter sie kommen wie eine Flamme Licht, mein Kind, ohne
Flackern und rein, und entzücke sie zum Schweigen.
Sie sind grausam in ihrer Gier und ihrem Neid; ihre Worte sind wie
verborgene Messer, dürstend nach Blut.
Geh' und stelle Dich unter ihre schelen Herzen, mein Kind, und laß'
Deine milden Augen auf sie fallen wie der verzeihende Abendfriede über
den Streit des Tags.
Laß' sie Dein Antlitz sehn, mein Kind, und so den Sinn aller Dinge
erkennen; laß' sie Dich lieben und so einander lieben.
Komm' und wohne im Busen der Unendlichkeit, mein Kind. Mit Sonnenaufgang
öffne und erhebe Dein Herz wie eine blühende Blume, und zum Untergang
neige Dein Haupt und vollende im Schweigen des Tages Gottesdienst.