Chor. Ratefreund. Sklave

+Chor+:

Bald sieht man rund

Menschenbewandelt alle Pfade.

O daß das Schicksal uns begnade!

Dann segnet Liebe unsern Bund!

(Der Sklave geht stumm und langsam mit Körben voll Federn ab

und zu)

+Ratefreund+ (fährt ihn an):

He, schneller, sag’ ich!

+Chor+:

Scheint es nicht

Ergötzlich, sich hier anzubauen,

Wo Liebe wohnt und Weisheit spricht,

Wo Grazien herniederschauen

Und friedvoll strahlt der Ruhe Angesicht?

+Ratefreund+ (zum Sklaven):

Wie träg du bist! Rührst du dich, Wicht?!

+Chor+:

Er soll sich mit den Federn sputen!

Hussah! Hussah!

Befeure ihn mit Peitsch’ und Ruten!

Lahm wie ein Esel trabt er ja!

+Ratefreund+:

Dem faulen Manes eilt es nicht!

+Chor+:

Schaff’ Ordnung in den Federnhaufen:

Hierher, was melodeit,

Dorthin, was prophezeit,

Und da, was auf den Wässern leit.

Kommen dann die Menschen gelaufen,

So kannst du ohne viel Bedenken

Jedem das rechte Gefieder schenken.

+Ratefreund+ (zum Sklaven):

Beim Waldkauz, du, jetzt hab’ ich’s satt!

Wer war noch je so lahm und lendenmatt!

(prügelt ihn hinaus)

Die Vögel · 第 45 / 61 题