+Chor+:
Bald sieht man rund
Menschenbewandelt alle Pfade.
O daß das Schicksal uns begnade!
Dann segnet Liebe unsern Bund!
(Der Sklave geht stumm und langsam mit Körben voll Federn ab
und zu)
+Ratefreund+ (fährt ihn an):
He, schneller, sag’ ich!
+Chor+:
Scheint es nicht
Ergötzlich, sich hier anzubauen,
Wo Liebe wohnt und Weisheit spricht,
Wo Grazien herniederschauen
Und friedvoll strahlt der Ruhe Angesicht?
+Ratefreund+ (zum Sklaven):
Wie träg du bist! Rührst du dich, Wicht?!
+Chor+:
Er soll sich mit den Federn sputen!
Hussah! Hussah!
Befeure ihn mit Peitsch’ und Ruten!
Lahm wie ein Esel trabt er ja!
+Ratefreund+:
Dem faulen Manes eilt es nicht!
+Chor+:
Schaff’ Ordnung in den Federnhaufen:
Hierher, was melodeit,
Dorthin, was prophezeit,
Und da, was auf den Wässern leit.
Kommen dann die Menschen gelaufen,
So kannst du ohne viel Bedenken
Jedem das rechte Gefieder schenken.
+Ratefreund+ (zum Sklaven):
Beim Waldkauz, du, jetzt hab’ ich’s satt!
Wer war noch je so lahm und lendenmatt!
(prügelt ihn hinaus)