I was, so viele? Und seit wann?

+Poet+:

Lang, lang sing’ ich die Stadt schon an.

+Ratefreund+:

Wie? Hab ich nicht das Kind erst eben

Getauft und ihm den Namen ’geben?

+Poet+:

O ... blitzschnell wie ein Pferdehuf

Flog zu mir her der Muse Ruf.

— Du aber, der die Stadt erschuf,

Gib mir, was dein geneigter Geist

Dich mir von dir zu geben heißt.

+Ratefreund+:

Dies Übel läßt nicht mit sich spaßen,

Wenn wir kein Trinkgeld springen lassen.

(Zu einem Diener):

Du hast ein Hemd und auch ein Koller.

Tu eines ab und gib’s dem Roller!

(Reicht’s dem Poeten):

So, nimm das Wams und hüll dich drein.

Dich friert ja bis ins Mark hinein.

+Poet+ (freudig bewegt):

Nicht ohne Sympathie empfängt

Die Muse das, was man ihr schenkt.

Vernimm dafür des Pindar Weisen.

+Ratefreund+:

Der Mensch ist nimmer loszueisen!

+Poet+:

Es irrt ein Mann im Skythenland.

Wer wob ihm wohl das Leibgewand?

Ein Wams läuft ruhmlos ohne Hemd.

(Den Ratefreund anstoßend):

... Verstehst du mich?

+Ratefreund+:

Potz, wie verschämt!

So willst du also auch das andre?

(zum Diener):

Schnell, gib dem Dichter, was ihn grämt.

(Wirft dem Poeten das Hemd zu):

Fang’ auf und zieh dir’s an und .. wandre!

+Poet+:

Ich geh ja schon ... Zu Hause dann

Dicht’ ich die Stadt von neuem an:

Sing’, Muse du auf goldnem Throne,

Die Stadt der frostig-kalten Zone,

Allwo ich Schnee und Früchte sah ...

Trala lala lala lala. (tänzelt ab)

+Ratefreund+ (ihm mit der Peitsche nachwinkend):

Dein Unterzeug hast du gewonnen

Und bist noch grad dem Frost entronnen!

Wer hätt’ gedacht, daß dieser Hund

Uns also rasch erschnüffeln kunnt’!

(zum Sklaven):

Von neuem bring’ das heilige Naß!

(Der Opferkrug wird ihm gereicht):

Neigt euch in Andacht!

Die Vögel · 第 26 / 61 题