Sie sprachen: „Wer hat das Glück? Und wie sagst Du, dass der Arme ihm
näher ist als der Reiche?“
Er sprach: „Der Reiche hat viele Bedürfnisse. So er nicht sein festes Haus
hat, Pferde und Dienerschaft, ein köstliches Essen, wie mag er sich
freuen? Der Arme bedarf des Allen nicht. Der unter freiem Himmel nächtigt,
braucht kein Dach. Der am Brot sich satt isst, bedarf des Fleisches nicht.
Wem Wasser genügt, was soll ihm der Wein?“
Sie sprachen: „Das ist ganz thöricht. Wir wollen Alle in Schlössern
wohnen, Fleisch essen und Wein trinken alle Tage.“
Er sprach: „Seht zu, wo Ihr es findet,“ wandte sich von ihnen und sprach
nicht mehr.
Zu ihm kamen Andre, die sich klug dünkten, sprachen: „Wir wissen sehr
wohl, dass Du recht hast. Alles ist in der Klugheit, im Witz des Menschen.
Mit ihm erfindet er, verbindet Meere und Erdtheile. Sieh das System, das
wir aufgebaut haben, darin das Glück ist und Wohlleben für Alle.“
Er sprach: „Der Stein ist geduldig. Er trägt die Marke, die man ihm
eingräbt. Wie wollt Ihr solches zeichnen in Fleisch und Blut? Die Kräfte
der Natur gehorchen Gesetzen. Wer ihr ihre Gesetze ablauscht, der ist ihr
Herr; weil er ihr folgt in ihren Zwecken, nur ihr Diener ist, den sie
trägt. Kennst Du das Gesetz, das den Knaben leitet zum rothen Mord oder
die tugendsame Jungfrau zur Buhlschaft?“