Owê rœselehter gruoz,

wie du lachest!

sô du herzeliebe lachen wilt, 10

dâ wirt sender sorgen buoz.

sô du machest

daz diu liebe gegen der liebe spilt

nâch gewinne,

da ist eht Minne 15

nâhe bî

unde machet zwei geliebe herzenswære frî.

Herzentrût, mîn künigin,

lât erwinden

gegen mir noch den senelîchen strît, 20

sît ich iuwer eigen bin.

fröide vinden

wolte ich, frouwe, daz wær an der zît.

umbevâhen

lieplîch nâhen, 25

daz tuot wol,

unde nâher baz, ob ichz mit hulden sprechen sol.

Swaz ich her gesungen hân,

daz vervâhet

mich vil kleine: dast mîs herzen klage. 30

dâ von muoz ich singen lân.

si versmâhet

daz mîn herze si in liebe trage.

jâ si denket

(daz mich krenket 35

vil der tage)

daz ich ir niht gedienen müge: daz ist mîs herzen klage.

[[42]]

Sumer, dîn     gewalt wil swinden.

daz mac man wol an der linden

kiesen: diu ist worden val.

ûf dem walde und in den ouwen

dâ mac man die rîfen schouwen. 5

dar zuo lât diu nahtegal

ir vil fröiderîchez singen:

des wil si der winter twingen.

sô kan mir diu süeze bringen

sorgen vil dem herzen mîn. 10

Frouwe, ir sît     mîn frouwe aleine

diech vor allen wîben meine.

des sult ir geniezen lân

mich. ich lebe in senden sorgen

beide âbent und den morgen. 15

doch fröit mich ein lieber wân

unde ein minneclîch gedinge,

daz diu süeze Minne twinge

sô daz mir an iu gelinge;

dar an al mîn fröide lît. 20

Swaz der winter sorgen bringe

dien vil liehten bluomen rôt,

swaz er kleiner vogele twinge,

doch klag ich ein ander nôt.

der ich mich ze dienste ie bôt, 25

derst mîn swære gar ze ringe:

des bin ich an fröiden tôt.

Owê, jâ hât mich betwungen

ir vil minneclîcher munt.

an ir ist mir niht gelungen. 30

swære diust mir worden kunt,

sît ich vant sô süezen funt

an der minneclîchen jungen.

herze, diu hât dich verwunt.

Ich solt aber dur die süezen 35

[[43]]

grüezen     meigen walt heid ouwe

und der kleinen vogele süezez singen,

lieze eht mir an ir gelingen

trût min trôst, mîs herzen frouwe,

daz si mînen kumber wolde büezen: 5

seht, sô wurde ich fröiderîche.

trûter lîp, nu tuo genædeclîche:

rôter munt, du maht mîn leit verdringen.

Süeziu Minne, sît dîn minne

sinne     krenket zallen stunden, 10

wie solde ich iemer danne frô belîben?

lieber lîp vor allen lîben,

heilent mir mîns herzen wunden,

daz mîn fröide lige an dem gewinne.

tuot ir daz, sô wirde ich fröidebære. 15

sælic wîp, nu scheident mich von swære.

Minne, du maht mir mîn leit vertrîben.

Ich hân fröide von ir eine.

seine     trœstet mich ir güete.

dâ von muoz mir spilndiu fröide swinden. 20

lieze si mich gnâde vinden,

seht, sô fröite mîn gemüete,

daz mir wurde ir rôter kus, ein kleine;

sô wær ich vil manger sorgen âne.

triutelehter lîp, ich lebe in wâne 25

daz ich fröide von iu müge enpfinden.

[triutelehter lîp ... 25

triutelehter lîp, ich lebe in wâne

daz ich fröide von iu müge enpfinden. 25]

Nu hât Meige walt heid ouwe

wol bekleit mit maneger wunneclîchen spæhen wât.

alsô hât mîs herzen frouwe

sich bekleit mit kleide daz ir wunneclîch an stât. 30

wîp-     lîch güete, schœne und êre,

dâ bî reinen muot,

diz gewant treit diu vil hêre;

daz ir edelem herzen sanfte tuot.

bî den kleiden lât sich vinden 35

der vil triutelehte lôse lîp.

Ach, solt ich mich senden vinden

[[44]]

bî den kleiden diu diu reine minneclîche an treit,

sô mües al mîn leit verswinden

unde wurde an mangen fröiden denne wol gemeit.

sol     diu fröide an mir verderben,

dast mîs herzen nôt, 5

sô muoz ich in jâmer sterben.

owê süezer munt durliuhtic rôt,

wie mich jâmert nâch den kleiden,

sît si stânt der lieben alsô wol!

Wil si mînen kumber wenden, 10

diu vil reine minneclîche der ich eigen bin,

sô sol si diu kleit mir senden

bî dem triutelehten lîbe; so ist mîn leit dâ hin.

kan     mich iemen frô gemachen?

jâ, ir rôter munt. 15

wil mir der von herzen lachen,

sô wird ich an fröiden wol gesunt.

süeze Minne, bit die hêren

daz si trœste mich vil senden man.

Ez fuor ein büttenære 20

vil verre in frömdiu lant.

der was sô minnebære,

swâ er die frouwen vant,

daz er dâ gerne bant.

Dô sprach der wirt mære 25

zuo zim waz er kundè.

‘ich bin ein büttenære:

swer mir des gundè,

sîn vaz ich im bundè.’

Dô truoc er sîne reife 30

und sînen tribelslagen.

mit sînem umbesweife

kund er sich wol bejagen,

ein guot geschirre tragen.

Sînen tribelwegge 35

den nam si in die hant

mit sîner slehten egge.

[[45]]

si sprach ‘heilant,

got hât iuch har gesant.’

Dô si dô gebunden

dem wirte sîn vaz

nebent unde ouch unden, 5

si sprach ‘ir sint niht laz.

mir wart nie gebunden baz.’

Von Walhen fuor ein pilgerîn

mit sînem kötzeline.

zerhouwen wâren im die schuo; 10

er was sô rehte fîne.

er bat der hereberge in der minne.

‘ja enist er niht guot pilgerîn’

sprach der wirt: ‘vil leit ist er mir hinne.’

‘Waz hilfet iuwer mette gân 15

und iuwer venjen suochen;

daz ir des armen pilgerîns

hie inne niht welt ruochen?’

er bat . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . 20

Uns jungen mannen sanfte mac

an frouwen misselingen.

ez kam umb einen mitten tac,

dô hôrte ich eine swingen:

wan si dahs, 25

wan si dahs, si dahs, si dahs.

Guoten morgen bôt ich ir;

ich sprach ‘got müeze iuch êren.’

zehant do neic diu schœne mir;

dar in sô muoste ich kêren: 30

wan si dahs,

wan si dahs, si dahs, si dahs.

Si sprach ‘hien ist der wîbe niht:

ir sint unrehte gegangen.

ê iuwer wille an mir geschiht, 35

ich sæhe iuch lieber hangen.’

[[46]]

wan si dahs,

wan si dahs, si dahs, si dahs.

Winter, du wilt aber twingen

bluomen und der vogele sanc,

die man hôrte suoze erklingen 5

in der ouwe, dêst niht lanc.

nu ist mîn hôchgemüete kranc.

doch wil sich mîn fröide ringen

durch die nâch der ich ie ranc.

Sælic wîp süez unde reine, 10

schœne und minneclîchen var,

owê daz ir mîn sô kleine

nement mit spilnden ougen war!

ich diend ie mit triuwen dar.

sît ich iuch mit triuwen meine, 15

lânt mich niht verderben gar.

Liehter sumer, dîn süeze wunne

wil bî mangen fröiden sîn.

baz     dan ich gedenken kunne

singent aber diu vogellîn. 20

dâ bî siht man schône in blüete

boume stân. des meigen güete

treit dem winter manegen haz.

Nu ist der vogele nôt zergangen.

noch klag ich ein ander nôt. 25

wê,     jâ muoz mich des belangen

daz ir munt durliuhtic rôt

mir niht wil diu fröide mêren.

süeze Minne, maht du lêren

si, daz mir mîn leit zergê? 30

Michn trœstet niht der walt und ouch diu heide,

michn trœstet niht der kleinen vogele singen:

den tuot der kalte winter aber leide.

dâ bî kan mich diu minneclîche twingen.

waz went ir daz diu liebe kiusche meine? 35

[[47]]

nu ist siz doch diu süeze, diu vil reine:

wan lât si mir durch wîbes güete baz an ir gelingen?

Diu minneclîche mac wol mit mir teilen

ir wîbes güete die si hât beslozzen.

si mac mir mîne sêrewunden heilen, 5

die si mir mit ir minne hât geschozzen.

vil sælic wîp, nu wende mîne swære:

und tuost du daz, sô wirde ich fröidebære.

gedenke daz ich wîbes güete selten hân genozzen.

Nu siht man die     grüenen heide 10

wol bekleidet, wol geschœnet:

schouwent an den grüenen walt!

nu hœrt man diu vogelîn singen

in den wunneclîchen ouwen,

diu der kalte winter twanc: 15

die siht man in wunnen beide:

vogele sanc     mit fröiden dœnet,

wan ir stimme ist manicvalt:

nu siht man die bluomen springen:

der mac man ein wunder schouwen, 20

sît der liebe sumer ist hie.

Manger fröit sich     gegen der wunne:

sô leb ich in sender swære

nâch der lieben frouwen mîn,

diu dâ kan sô suoze lachen, 25

swenne ir rôter munt erlachet

unde er liebe lachen sol.

baz dan ich erdenken kunne

kan si wol, diu sældenbære,

kiusche und dâ bî wîplîch sîn. 30

si kan mir die fröide machen

daz mîn herze an fröiden krachet.

frouwe Minne, dar zuo sprich.

Minne, hilf daz     mir diu hêre,

diu mir in mîn herze tougen 35

mit ir liehten ougen brach,

mîne sende swære büeze

[[48]]

die ich von der schœnen dulde.

doch fröit mich ein lieber wân,

daz si mir mîn leit verkêre,

wan ich hân,     dast âne lougen,

von ir sendez ungemach. 5

Minne, sprich daz si mich grüeze;

Minne, wirp mir umbe ir hulde:

sost mir senden siechen baz.

Nu wol ûf! grüezen

wir den süezen 10

der uns büezen

wil des winters pîn,

der uns wil bringen

vogele singen,

bluomen springen, 15

und der sunnen schîn.

dâ man sach ê

den kalten snê,

dâ siht man gras,

von touwe naz 20

(brüevent daz)

die bluomen und den klê.

Vor hin in walde

ûf der halde

hœrt man balde 25

wunneclîchen schal.

in süezer wîse

gar von prîse,

hôhe, lîse,

singt diu nahtegal. 30

der vogele sanc

derst niht ze kranc

hin gegen dem meigen.

megde, leigen,

wir sun reigen 35

den lieben sumer lanc.

Des meigen blüete,

[[49]]

des sumers güete,

hôchgemüete

gît den vogellîn.

daz hilft mich kleine,

wan diu reine 5

trœste aleine

noch daz herze mîn.

ir brûnez hâr,

ir ougen klâr,

ir rôter munt 10

hât mich verwunt

biz an den grunt,

swie frô ich doch gebâr.

Winter, du wilt aber vil verderben

liehter bluomen, die doch schœne wâren; 15

unde ein wîp diu wil mich fröide ersterben,

der ich pflac in fröiderîchen jâren:

diu gúote, diu gúote, diu gúote, diu réine,

die ich mit ganzen triuwen iemer meine.

Sît diu welt an fröiden wil verswinden, 20

sô möht ich wol lâzen ungesungen.

wan ein wîp, dêswâr ich wolte erwinden,

nâch der ie mîn herze hât gerungen.

diu gúote, diu gúote, diu gúote, diu réine,

die ich mit ganzen triuwen iemer meine. 25

Wol gebâren unde lieplîch lachen,

lieplîch blicken dar und dan mit güete,

daz kan diu vil guote wol gemachen.

gegen ir trôste fröit sich mîn gemüete.

diu gúote, diu gúote, diu gúote, diu réine, 30

die ich mit ganzen triuwen iemer meine.

Wer gesach ie von sô rôtem munde

minneclîcher lachen unde grüezen?

den kust ich vil gerne, ob si mirs gunde,

diu mir mînen kumber kan gebüezen: 35

diu gúote, diu gúote, diu gúote, diu réine,

die ich mit ganzen triuwen iemer meine.

[[50]]

Diu reine ist vrî vor aller missewende,

der ich dienen wil gar eigenlîche.

ich bite si daz si mir helfe sende:

tuot si daz, sô wirde ich fröiderîche.

diu gúote, diu gúote, diu gúote, diu réine, 5

die ich mit ganzen triuwen iemer meine.

Nu siht man aber die wunneclîchen heide

in spæher wât mit bluomen wol beschœnet.

man hœrt diu vogellîn in dem walde singen:

den tet der kalte winter vil ze leide: 10

nust aber der walt mit sange wol bedœnet:

den hœrt man in diu ôren suoze erklingen:

si fröunt sich gegen des süezen meigen blüete.

sô sent sich mîn gemüete

nâch der vil reinen güete. 15

daz si mir got behüete.

Swaz iemen seit, sô lît der wunsch an wîben.

si kunnen in diu herzen lieplîch lachen;

ir lôslîch ougenblic tuot fröidenrîche;

ir reiniu güete kan wol leit vertrîben; 20

sô siz mit güete wellent lieplîch machen,

der fröide ich in der welte niht gelîche.

âhî, daz tuot mir niht diu reine süeze

die ich mit sange grüeze.

got mir des helfen müeze 25

daz si mir kumber büeze.

Ir wol gerœter munt, ir liehten ougen,

ir kel, ir kinne, ir rœselehtiu wangen

die hânt daz sende herze mîn betwungen.

dô si dar in geblihten lieplîch tougen, 30

dar nâch zehant dô wart ich ir gevangen.

dar zuo dô kam diu Minne drin gedrungen;

si sprach ‘nu habe ich mich dîn underwunden.’

daz hân ich wol befunden

an mînen senden wunden: 35

die stênt noch unverbunden.

Waz treit iuch für, frou Minne, ob ich verdirbe?

[[51]]

waz hilfet ez iuch, süeziu sældenbære?

durch got, nu bin ich doch verselt iu beiden.

waz treit iuch für, frou Minne, ob ich erstirbe?

waz hilfet iuch mîn lange werndiu swære?

mich jâmert, sol mîn herze von iu scheiden, 5

sît ich iu hân gedienet manege stunde.

hei kus von rôtem munde,

ob mir dîn trôst des gunde

daz mich diu liebe enbunde!

Ich wil den valschen und den ungetriuwen 10

ze leide singen, und den edeln jungen

ze liebe und der vil lieben diech dâ minne.

ir valschez herze kan den valsch wol briuwen.

sô wê in wart, sô wê der valschen zungen!

diu valschet in ir herze und in ir sinne. 15

daz schât mir niht. ob mich diu süeze reine

wil meinen, als ich meine

si lieben alterseine,

sô schât ir haz mir kleine.

Nu ist manic herze vrô, 20

wan daz mîne daz muoz iemer trûric sîn,

ez enwende ir güete alsô

daz ir güete trœste mir daz herze mîn.

hei nahtegal!

süezen schal 25

bringet uns des meigen zît.

al mîn trôst an einem reinen wîbe lît.

Aller mîner sælden tac

lît an der diu mir daz herze hât verwunt.

niemen mich getrœsten mac 30

wan diu schœne unde ir rôserôter munt.

hei wære ab daz

âne ir haz

daz ichs umbevienge alsô,

Minne, sunder dînen danc, sô wære ich frô. 35

Minne, ‘sunder dînen danc,’

habe ich daz gesprochen, daz ist mir vil leit.

[[52]]

nu sich an, mîn lîp ist kranc:

niemen mich getrœstet wan ir werdekeit.

hei Minne, sprich

wider mich;

sprich ein güetlîch wort zuo ir, 5

daz diu reine süeze tuo genâde an mir.

Sol ich disen sumer lanc

bekumbert sîn mit kinden,

sô wær ich vil lieber tôt.

des ist mir mîn fröide kranc. 10

sol ich niht zen linden

reigen, owê dirre nôt!

wigen wagen, gigen gagen,

wenne wil ez tagen?

minne minne, trûte minne, swîc, ich wil dich wagen. 15

Amme, nim daz kindelîn,

daz ez niht enweine,

alse liep als ich dir sî.

ringe mir die swære mîn:

du maht mich aleine 20

mîner sorgen machen frî.

wigen wagen, gigen gagen,

wenne wil ez tagen?

minne minne, trûte minne, swîc, ich wil dich wagen.

Diu nahtegal diu sanc sô wol 25

daz man irs iemer danken sol

und andern kleinen vogellîn.

dô dâhte ich an die frouwen mîn:

diu ist mîs herzen künigîn.

ANMERKUNGEN.

Her Gotfrit von Nifen _C_.

3, 1 = 1 _C_.

5. clage _C_.

6. 9. 11. vogel _C_.

8. div liebû _C_.

12 = 2 _C_.

16. 17. lieb mir _C_.

22. mich blangen _C: verbessert von Benecke_.

23 = 3 _C_.

4, 2. eine _C_.

3. was _C_.

5 = 4 _C_.

Frouwe _Benecke_: Frouwen _C_.

8. ân] holt ane _C_.

14. si _Hagen: fehlt C_.

16 = 5 _C_.

18. ane _C_.

24. clage _C_.

26. werde _C_.

ein gemeinez spil _ist so viel als_ ein gelîche geteiltez spil.

_der sinn ist also ‘da sie mich von meinem leide nicht befreien

will, so schaffe dass auch sie in gleiches liebesleid komme.’_

27 = 6 _C_, 1 _ik_.

liehten bernden _ik_.

28. frœwet _C_, vrowet _i_, freuwet _k_. maniges senden _C_,

senendez _i_, senen des _k_.

30. wunneclichen _C_, sûzzen _k_, susen _i_.

31. aber als ê _ik_.

33. doch twinget _ik_.

34 = 7 _C_, 2 _ik_.

35. ich en tet es _C_, tet ichs nüt _i_, tet ich nuts _k_.

reine _C_: vil schœnes _i_, vil schonez _k_.

36. so muest ich den summer _ik_.

37. wan daz mich ir minnenclicher lîp _ik_.

5, 1. der mich har _ik_.

2. mich _fehlt ik_.

3. vñ doch an ir eine al _C_, die reine an der al (alle _k_) _ik_.

4 = 8 _C_.

11 = 9 _C_.

16. sit mir _C_.

18 = 10 _C_, 3 _ik_.

minre _i_.

hertzen lieben _k_.

19. al min trost und al min vrœide lit _ik_.

21. wende _ik_.

22. dich min _ik_.

23. sit ich bin der minnen (minne _k_) kint _ik_.

24. so bint die minnenclich oder aber mich enpint _ik_.

25 = 11 _C_.

27. maniger _C_.

32. wernde _C_.

35. ime _C_. mere _C_.

36. ime _C_.

6, 1 = 12 _C_.

4. senden _wäre mehr nach des dichters gewohnheit_.

8. siht _Benecke_: sich _C_.

14 = 13 _C_.

21. ich _Hagen_: ist _C_.

27 = 14 _C_.

30. swenne si _C_.

32. liebe liebr _C_.

33. sis _C_.

7, 2 = 15 _C_.

3. minnecliche _C_.

8. clage _C_.

12. wer es _C_.

14. geklaget _C_.

15 = 16 _C_.

17. vogellinen _C_.

19. maniger _C_.

20. sinem _C_.

22. als _C_.

24 = 17 _C_.

29. in mime _C_.

30. wolde _C_.

31. alsô _Hagen_: ald _C_, alse _Goldast_.

33 = 18 _C_.

8, 3. neinâ _steht auffordernd indem es das gegentheil verbittet,

wie Hartmann von Starkenberg MS. 2, 54a ein lied beginnt_ Neinâ,

helfent frô belîben gegen der wunneclîchen zît. _Ulrich von

Wintersteten MSH. 1, 163a_ Minne, wis (_l._ wic) gelîche mit der

wâge, sît daz ich bin dîn. neinâ, tuoz ê mich der zît betrâge,

süeze trœsterîn. 167a neinâ, wünschent alle daz diu Minne mir

gelîche twinge ir herze, ir muot und al ir sinne.

4. rœselecht _C_.

5 = 19 _C_.

8. gedinge _C_.

10. sône _Wackernagel_: so _C_.

11. von den nœten _C_.

14 = 20 _C_.

17. _bedingendes_ und _im vordersatze. Gottfried im Tristan 13879_

und ich von iu nu scheiden sol, daz wizze got von himele wol, daz

nimet mir mîne sinne; _der Tanhauser MS. 2, 60a_ und ich ir alsô

nâhe kam daz ich ir bôt den mînen gruoz und si mîn rehte war

genam, dô wart mir aller sorgen buoz; _meister Alexander MSH. 3,

27_ der ünden ein vil michel teil stôzent an unser überbort. unde

wir nu niht œsen wol, unser schif wirt (_nicht_ werde) ünden vol:

sô grôz ist unser sünden hort; _Heinrich im Tristan 128_ und er

zwivalter liebe enpfant, des nam in selben wunder; 332 nu, Kâedîn

wart besant. unde er ze Tristane kam, Tristan in heimelîchen nam;

3327 und sie der niht enfunden, sie machten an den stunden -- eine

hütte; 3785 unde ir dise geschiht geschach, si begunde smielen;

4263 unde er von dem rosse saz, in sînem schimpfe sprach er daz;

5848 und er gaz, dô fuorte er die geste dar. _ebenso ist bei

Gottfried von Neifen 22, 29_ und daz ergienge _zu fassen_.

19. were _C_.

in frœiden immer sin _C_.

22. vntz _C_.

23 = 21 _C_.

heide anger vogel _C_.

27. dc klage ich _C_.

29. bin der _C_.

31 = 22 _C_.

in bernder _C_.

34. lvhten _C_.

[11. von den nœten _C_. [_G_]]

9, 2 = 23 _C_.

5. da fû _C_.

9. mir _C_.

10 = 24 _C_.

18 = 25 _C_.

19. nieman dan _C_.

26 = 26 _C_.

27. 30. manigem _C_.

34. frœide ê sorge _C_.

35. embant _C_.

36. so wurde ich sorgen fri _C_.

37 = 27 _C_.

10, 3. dahte _C_.

6. en wænde _C_.

8. der rôse _Hagen_: die rosen _C_. _vergl._ 17, 14.

11 = 28 _C_.

13. name ein _C_. sô wol dir, wîp, wie reine ein name

_Reimar der alte MS. 1, 67a nach ABE_.

16. ouch _C_.

17. blangen _C_.

20. dc ist _C_.

22 = 29 _C._

29. gegen _C._

33 = 30 _C._

34. swa _C._

35. ie getwang _C._

11, 5. trage _C._

6 = 31 _C._

9. maniger _C._

13 = 32 _C._

17. gedienet _C._

19. spilende _C._

20 = 33 _C._

22. bitte _C._

23. suoze _C._

24. die ich _C._

25. Minne _fehlt C._

27 = 34 _C._

28. dar [ů] _C._

30. h. in liebe stirbe _C._

34 = 35 _C._

12, 2. vogelin _C._

4. alles _C._

5 = 36 _C._

7. dien _C._

12 = 37 _C._

15. gesach in got: _Jac. Grimm gr._ 4, 175, _myth._ 19, _Notker ps._

126, 5. 134, 3. 136, 1. 8, _Vorauer hs._ 61, 12. 70, 4, _Karajans

sprachdenkmale_ 10, 4. 15, 17, 19, 3.

17. solde ich die _C._

19 = 38 _C._

21. si liebet lieb vũ hœhet muot _C._

23. swer _Goldast irrig._

24. ie _Hagen_: e _beide mahl C._

26 = 39 _C._

Si ist _C._

27. herzelieben _C._

29. schœner ist vũ _C._

33 = 40 _C._

vogel _C._

13, 1. klage _C._

5. lieben ie _Benecke_: lie _C._

6 = 41 _C._

7. die ich _C._

10. min niht _C._

16 = 42 _C._

22. das din _C._

24. rosvarwen _C._

25. wê _fehlt C._

26 = 43 _C._

Ich wene nieman _C._

28. _über_ gênt _für_ gebent, _wie_ 19, 3. 28, 6, _Sommer zum

Flore_ 141.

29. entwenken _Benecke_: entwichen _C._

36 = 44 C.

14, 2. mines _C._

6. wer aber _C._

8 = 45 _C._

Sich _Benecke_: Mich _C._

suessú _C._

10. manigen _C._

11. vogelin _C._

17 = 46 _C._

ieman _C._

18. danne _C._

21. gegen _C._

23. liebe dur _C._

25. rehte _C._

26 = 47 _C._

31. nach lieb kan _ist in C ein blatt ausgeschnitten._

34 = 48 _C._

eine: _s. zu Engelh._ 2107.

15, 5. frouwe _C._

6 = 49 _C._

9. manigen _C._

10. vogel _C._

14 = 50 _C._

18. als _C._

22 = 51 _C._

24. geeret _C._

30 = 52 _C._

33. ie mîn herze _Hagen_: min herze ie _C._

16, 1 = 53 _C._

6. 7. _wie hier stumpfe reime stehen, während die vorhergehenden

strophen an derselben stelle klingende haben, so haben die zeilen_

37, 30. 34. 48, 33-35. _klingenden, die anderen strophen derselben

lieder an derselben stelle stumpfen reim. vergl. Wilh. Wackernagel

altfranz. lieder und leiche s._ 215 _f. aber auffallend ist dass

die zeile_ scheit den strît _mit ihren zwei hebungen zeilen mit

einer hebung_ (der heider, daz wunder, die sinne, diu guote)

_entsprechen soll._

9 = 54 _C_.

11. vogel _C_.

15. danne _C_.

18 = 55 _C_.

Nieman nieman _C_.

27 = 56 _C_.

32. einem _Goldast_: ein _C_.

36 = 57 _C_.

17, 3. dvhte _C_.

4. iv _C_.

8 = 58 _C_.

14. touwen, _wie_ 10, 8, _oder_ touwe _Lachmann zu Walther_ 27, 29:

towes _C_.

17 = 59 _C_.

19. 22. vogel _C_.

35 = 60 _C_.

18, 16 = 61 _C_.

34 = 62 _C_.

36. nieman _C_.

[18, 16 = 61 _C_. [_«1» in «18» unsichtbar_]]

19, 14 = 63 _C_.

23. kvnde _C_.

24. ir kel vnde ouch _C_. _der starke accusativus_ kel _steht im

reime bei Wachsmut von Mülhausen MS. 1, 178a und beim Marner MS.

2, 176b, der dativus im Wartburger kriege MS. 2, 5b. ich habe es

für bedenklich gehalten diese form hier zu dulden, in einer

schlecht überlieferten zeile._ _denn_ liehten _habe ich

eingeschaltet._

26. blangen _C_.

32 = 64 _C_.

34. voglin _C_.

[beim Marner MS. 2 [MS 2]]

20, 4 = 65 _C_.

9. wolde _C_.

herzeliebi _C_.

13 = 66 _C_.

15. tete _C_.

16. ir liebi wêge _C_.

22 = 67 _C_.

25. hat _C_.

26. wolten _C_.

28. nim vrouwe minne war ichs meine _C_: _verbessert von Benecke._

31 = 68 _C_.

33. frowe _C_.

36. gegen _C_.

21, 2 = 69 _C_.

hœre _C_.

vogel _C_.

8. 11. maniger _C_.

12 = 70 _C_.

16. sin entrœste _C_.

18. es ist _C_.

21. als e we _C_.

22 = 71 _C_.

30. mueste _C_.

31. leit sint daz _Hagen_: dc sint leit _C_.

32 = 72 _C_.

37. dannoch was ich vil gemeit _C_.

22, 3. vertrîben _Benecke_: triben _C_.

5 = 73 _C_.

14. minne bette _C_. _die vorhergehenden strophen lauten aus auf

_î, ê, â, ô_. diese vocale stehen also nicht in der ordnung des

alphabetes, so dass es zweifelhaft bleibt ob hier ein versschluss

mit _û_ zu suchen ist. wenigstens weiss ich keinen mit

wahrscheinlichkeit herzustellen._

15 = 74 _C_.

16. vogel _C_.

25 = 75 _C_.

Solte -- vmbe vahen _C_.

27. mehte es _C_.

30. iemer _C_.

31. haslich _C_.

32. benimt _C_.

35 = 76 _C_.

23, 8 = 77 _C_.

17. das _C_.

vogellin _C_.

18 = 78 _C_.

19. die _C_.

24. sældelôsen _Hagen_: sendelosen _C_.

28 = 79 _C_.

mīne wnden _C_.

24, 1 = 80 _C_.

2. maniger _C_.

8. ich si _C_.

11 = 81 _C_.

13. maniger _C_.

16. vntvgende _C_.

18. ich ir noch die k. _C_.

20. were _C_.

21 = 82 _C_.

24. dc ich _C_.

28 = 83 _C_.

31. gegen _C_.

34. ach _C_. âhî _betont auf der ersten silbe Walther von Klingen

MS. 1, 31b_, âhî, waz dem fröide gît.

35 = 84 _C_.

25, 2. hant _C_.

4. manigem _C_.

11. tragent _C_. trânt _ist einem dichter zuzutrauen der_ gebent

_in_ gênt _zusammen zieht und_ 37, 8 geswigen _in_ geswîn.

19. vogel _C_.

20. gegen _C_.

22 = 85 _C_.

23. lieb _C_.

26, 1. roter _C_.

7 = 86 _C_.

14. minne vñ _C_.

18. fvnden _C_.

30 = 87 _C_.

33. wand _C_.

37. si ist _C_.

27, 3. minneclichû _C_.

5. du _fehlt C_.

15 = 88 _C_.

zungen _fehlt bei Bodmer durch ein versehen_.

17. voglin _C_.

25 = 89 _C_.

32. alder _C_.

35 = 90 _C_.

28, 8 = 91 _C_.

10. herzeliebû _C_.

12. lieb _C_.

15. ane _C_.

18 = 94 _C_, 1 _p_.

ouwe _C_, anger _p_.

mit _C_: in _p_.

19. suessen _C_, liehte _p_.

20. sint _fehlt p_.

21. wil _C_: kan _p_.

22. vogelin _C_, vögelin _p_.

23. sû _p_.

25. so klage _C_, nun klage _p_.

26. solt aber ichs der _C_, getorst ichs der vil _p_.

27. minne, _nicht_ minnen, _auch p_.

28. danne _C_.

lieben _p_.

29 = 92 _C_, 2 _p_.

Wei waz guete _p_.

30. sit ir trost kan wol v. _p_.

31. senden _p_.

32. der in rehte siht in dougen _p_.

33. gewalt _p_.

34. alle sin _p_.

35. liebi _C_.

wonet in stete truwe bi _p_.

36. sost in beiden _p_.

29, 1. beide _p_.

herzen _C_.

2. sû wendet kumberlichen tol _p_.

3 = 93 _C_.

5. name _C_.

7. wol _fehlt C_.

8. zame _C_.

14 = 95 _C_, 5 _p_.

18. herzen _p_.

22. solt _C_, möht _p_.

23. ir minnenclichen _p_.

wer _p_, were _C_.

25 = 3 _p_.

26. 28. 29. die _p_.

33. det _p_.

36 = 96 _C_.

30, 1. voglin _C_.

5. klage _C_.

8. nv ist _C_.

10 = 97 _C_.

21 = 98 _C_.

32 = 99 _C_.

33. wâ _fehlt C_.

38. bi ûch _C_.

31, 5 = 100 _C_.

12. wenig _C_.

13. entwenchen _C_.

16 = 101 _C_.

17. das _C_.

19. dc der liebi _C_.

22. frůde _C_.

23. maniger _C_.

26. gegen _C_.

27 = 102 _C_.

29. maniger _C_.

30. vogelin _C_.

32. mir _Hagen_: _fehlt C._

innenklichen _C_.

33 = 103 _C_.

blike _C_.

36. hoh _C_.

32, 2 = 104 _C_.

8 = 105 _C_.

12. tehsen _C_.

13. ich si vnderwilent _C_.

wê _fehlt C._

14 = 106 _C_.

16. 20. vogel _C_.

20. das ist _C_.

22. clage _C_.

27 = 107 _C_.

30. hilf et _Hagen_: hilfe _C_.

33. gegen _C_.

33, 2. kan si dabi kvmb’ her buessen _C_.

5 = 108 _C_.

10. wê _fehlt C_.

11. der wirt tvgende bereit _C_.

12. rehtû _C_.

13. wibes _C_. _dies wahrscheinlich zu machen in gebildeter

mittelhochdeutscher rede reichen die von Jacob Grimm gr. 4, 269

verglichenen beispiele nicht hin. bei Wolfram von Eschenbach 6, 9

war die verbesserung_ ein offen süeze wirtes wîp _durch das

versmass geboten. in dem liede Johanns von Brabant MS. 1, 7b hat

herr von der Hagen mit recht_ reiner wîbe güete _geschrieben: es

folgt_ si gênt hochgemüete -- swenne si wellent lachen -- trûren

si kunnen verswachen (_l_. swachen). _die stelle aus der Wiener

hs. 2705 (Th. 428)_ ein wîp volliu rîcher sinne, _mit

nachgesetztem adjectivum, ist nicht zu vergleichen._

19 = 109 _C_.

23. wirt _C_.

30. sorge _C_.

33 = 110 _C_.

34. vil _fehlt C_.

34, 5. die _C_.

6 = 111 _C_, 4 _p_.

7. beschach _C_.

8. dû ist _C_, die ist _p_.

alle _p_.

9. bliben _p_.

10. wil sú -- blibe _p_.

11. sú sprichet _p_.

12. wolde _C_, wil _p_.

14. sú kan -- bringen _p_.

15. sendez _fehlt p_.

16 = 112 _C_.

21. ich si _C_.

Die Lieder Gottfrieds von Neifen · 第 2 / 3 段