Götz. Lerse. Georg.
Götz. Wir dürfen keinen Augenblick säumen! Arme Jungen, ich darf
euch keine Rast gönnen. Jagt geschwind herum und sucht noch Reiter
aufzutreiben. Bestellt sie alle nach Weilern, da sind sie am
sichersten. Wenn wir zögern, so ziehen sie mir vors Schloß. (Die
zwei ab.) Ich muß einen auf Kundschaft ausjagen. Es fängt an heiß zu
werden. Und wenn es nur noch brave Kerls wären! Aber so ist's die
Menge. (Ab.)
(Sickingen. Maria.)
Maria. Ich bitte Euch, lieber Sickingen, geht nicht von meinem Bruder!
Seine Reiter, Selbitzens, Eure sind zerstreut; er ist allein,
Selbitz ist verwundet auf sein Schloß gebracht, und ich fürchte alles.
Sickingen. Seid ruhig, ich gehe nicht weg.
(Götz kommt.)
Götz. Kommt in die Kirch, der Pater wartet. Ihr sollt mir in einer
Viertelstund ein Paar sein.
Sickingen. Laßt mich hier.
Götz. In die Kirch sollt Ihr jetzt.
Sickingen. Gern--und darnach?
Götz. Darnach sollt Ihr Eurer Wege gehn.
Sickingen. Götz!
Götz. Wollt Ihr nicht in die Kirche?
Sickingen. Kommt, kommt!