Jagsthausen. Götzens Burg

Elisabeth. Maria. Karl, sein Söhnchen.

Karl. Ich bitte dich, liebe Tante, erzähl mir das noch einmal vom

frommen Kind, 's is gar zu schön.

Maria. Erzähl du mir's, kleiner Schelm, da will ich hören, ob du

achtgibst.

Karl. Wart e bis, ich will mich bedenken.--Es war einmal--ja--es war

einmal ein Kind, und sein Mutter war krank, da ging das Kind hin-Maria.

Nicht doch. Da sagte die Mutter: "Liebes Kind"-Karl. "Ich bin

krank"-Maria. "Und kann nicht ausgehn"-Karl. Und gab ihm Geld und

sagte. "Geh hin, und hol dir ein Frühstück." Da kam ein armer

Mann-Maria. Das Kind ging, da begegnet' ihm ein alter Mann, der

war--nun Karl!

Karl. Der war--alt-Maria. Freilich! der kaum mehr gehen konnte, und

sagte. "Liebes Kind"-Karl. "Schenk mir was, ich habe kein Brot

gessen gestern und heut." Da gab ihm 's Kind das Geld-Maria. Das für

sein Frühstück sein sollte.

Karl. Da sagte der alte Mann-Maria. Da nahm der alte Mann das

Kind-Karl. Bei der Hand, und sagte--und ward ein schöner glänzender

Heiliger, und sagte:--"Liebes Kind"-Maria. "Für deine Wohltätigkeit

belohnt dich die Mutter Gottes durch mich: welchen Kranken du an

rührst"-Karl. "Mit der Hand"--es war die rechte, glaub ich.

Maria. Ja.

Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand: Ein Schauspiel · 第 10 / 98 题