Sei nicht Führer vieler,
Weiser sei am Weg
Wachsend zwischen Wolken
In den reinsten Himmel.
Suche nicht nach Glück,
Anderen vergönnt
Sei dem Herz kein Sänger,
Wecker sei der Seele.
Sieh nicht ins Gesicht der Welt
Wenn Du schweigst, sind andre stumm,
Und Dein Wort durchstürzt das Fleisch
Un--endlich.
Weich von Elend
Überstürmt von Tod
Halten wir Güte
In geschlossner Faust.
Wir sind so
Wie die Kinder,
Bloß daß wir
Schreiten müssen.
Da steigen uns
Schwere verworrene
Heimlichkeiten
Vor die Sinne.
Die stürzen uns
In Härte,
Sonst frißt uns
Fremde Lockung.
Güte ist kein Weg,
Helfen kann nur Weisung,
Der Führer ist
Geht einsam voran.
Er kennt kein Opfer,
Ihm sticht das Licht
Der eigenen Augen
Erinnerung aus,
Nur im Schlafe
Umrauscht ihn
Eine Ahnung
Kommender Liebe.
»Fleisch hat die Augen geschlagen,
Ich muß darein gehn,
Wie soll ich nun sehn?«
»Fleisch wird Dich aufwärts tragen.«
»Da ist der Leib sehr wund,
Verzehrt, schwach und heiß.
Wie wird mein Leib nun weiß?«
»Liebe macht ihn gesund.«
»Doch wer gelangt zu mir
Und reicht bis an ein Ende.
Wer greift an meine Hände?«
»_Gott_ ist genug in Dir.«
»Wo find ich seine Zeichen
Und weiß sie zu erfüllen?
Wer kann so hohem Willen
Mit seiner Armut gleichen?«
»Feuer begehrt Dich schwer,
Laß Dich erfassen
Außer allen Maßen
Ist der _Geist_ Dein Herr.
Wachse an diesem Berg,
Wie wirst Du glühend sehn,
Wie wird Dir groß geschehn,
Höchste Lust im _Werk_.«