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In Tahiti kämmen am Meer die Mädchen schweres Haar mit schwankenden
Händen,
Zu dem nahen Ton der Muscheln neigen sie die braunen Nacken,
Frucht verheißt des Landes Fülle,
Sonnenfeuer folgt zur Frühe jeder Nacht voll fremder Kühle.
In Tahiti weht der Meerwind weiße Vögel durch die Luft,
Kleine Federn fallen wirbelnd in den flinken Tanz der Kinder,
Zarte Finger, steif vor Vorsicht, fassen die verlornen Flocken,
Weiße Zähne funkeln Freude,
Flache Hände fordern mehr.
Nicht am Tor fragt die Arbeit jeden Morgen,
Aller Traum wird ausgeträumt,
Reif verlangt das Weib zum Manne
Und die Falter fliegen nie vergebens
Und die Feinde fliehen nie einander.
In das Spiel des Alltags klingt die Flöte,
Doch zur Feier tönen weiche Harfen
Von den Ufern Duft der Wasserblumen
Und die leise Fahrt der bunten Kähne,
In den dunklen Wäldern Sturm der Wipfel
Und das Flüstern schlankgewachsner Gräser.
Über Wiesen in Tahiti fließen rieselnd frische Bäche,
Streifen leichte Weidenzweige hauchgebeugt die helle Nässe,
Gelber Sand und grüner Halm fangen wechselnd schmale Füße,
Jeder Blick ermahnt zu bleiben
Jede Ferne treibt zu eilen.
Karge Männer gehen nach einem nimmermüden Werke,
Wenn ihr Steinbeil Stämme fällt
Sehn sie stumm der Frauen Sorgfalt,
Und die Liebe lichter Lieder mischt sich ihrem rauhen Sange.
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