Dieser Roman wird einmal in der Entwicklungsgeschichte der modernen
Literatur eine wichtige Rolle spielen. Man wird ihn als einen alles
Wesentliche zusammenfassenden und reflektierenden Spiegel des zügellosen
Individualitätsstrebens betrachten, das doch das entscheidende Merkmal
unserer modernen Romanliteratur bleibt, von ihm zugleich aber eine
Wendung zum realen Leben datieren. Es sind einige Kapitel in dem Roman,
die wie das Morgenrot einer neuen Klassik anmuten.
(Westermanns Monatshefte)
Wassermanns Künstlertum wird immer geklärter und reifer. Der klangvolle
Fluß der Sätze, einer altgoethischen Prosa, hat in den »Masken Erwin
Reiners« eine souveräne Kraft und Freiheit. Die Linie der Handlung
erhebt sich planvoll und unverwirrt, wie noch in keinem Buche
Wassermanns.
(Die Zeit, Wien)