Kaum je hat ein jüdischer Poet seinen Glaubensgenossen und über das
Judentum der Gegenwart überhaupt schärfere und zutreffendere Dinge
gesagt als Wassermann in diesem Buche. Die besten Eigenschaften des
jüdischen Volkes erscheinen in ihm selbst verkörpert, vor allem der
kritisch skeptische Sinn, der auch sich selbst nicht schont. Mit diesem
verbindet sich auch bei Wassermann eine starke, jedoch mehr mystisch als
sinnlich glühende Phantasie, der namentlich in dem phantastischen
Vorspiel des Romans, welches eine mit dem Erscheinen des merkwürdigen
Messias Sabbatai Zewi verknüpfte Judenverfolgung im siebzehnten
Jahrhundert behandelt, eine glänzende poetische Leistung gelungen ist.
(Neue Zürcher Zeitung)