86. EIN TÖRICHTER STREIT.

Zwei Knaben, Albert und Paul, suchten im Walde Nüsse. Da bemerkte

Paul eine große Walnuß unter einem Baume und rief seinem Kameraden

zu: "O, sieh dort vor dir die Walnuß!" Albert hob sie schnell auf und

steckte sie in seine Tasche. Damit war aber Paul nicht zufrieden; er

sagte: "Die Nuß gehört mir, ich habe sie zuerst gesehen!" "Und ich

habe sie aufgehoben," erwiderte Albert trotzig; "ich gebe sie nicht

her!" So stritten sie heftig, und schon wollten die törichten Knaben

einander schlagen, als Georg, ein älterer Junge, herbeikam, der im

Walde Eichhörnchen schoß. Albert und Paul baten den großen Knaben, er

solle entscheiden, wem die Nuß gehöre. Was tat Georg? Er zerbrach die

Nuß mit einem Steine und gab jedem der beiden Streitenden ein Stück

von der Schale. "Den Kern," sprach er, "behalte ich als Lohn dafür,

daß ich euer Richter war!" Dann ging er lachend fort.

[Illustration]

Hin und Her: Ein Buch für die Kinder · 第 92 / 106 题