Ein Hase und ein Fuchs machten im Winter eine Reise. Alles war mit
Schnee bedeckt. Der Hunger plagte sie sehr. Da sahen sie ein Mädchen
mit einem Korbe kommen, darin war Brot. Das merkte der Fuchs und
sagte zu dem Hasen: "Lege dich wie tot auf den Boden, dann wird das
Mädchen den Korb niederstellen, um dich aufzuheben. Ich nehme den
Korb weg und mache mich schnell davon. Du eilst mir nach, und dann
lassen wir es uns wohl sein." Das war dem Hasen recht.
Der Fuchs verbarg sich hinter einem Haufen Schnee, und der Hase legte
sich nieder. Das Mädchen stellte den Korb richtig hin und griff nach
dem Hasen. Da schlich der Fuchs hervor und machte sich mit dem Korb
so schnell davon, daß das Mädchen ihm nicht nachkam. Unser Hase aber
eilte ihm in großen Sätzen nach. An einem Wasser hielten sie still.
Weil aber der Fuchs nicht teilen wollte, so sagte der Hase: "Brot
haben wir, jetzt sollten wir auch noch Fische haben. Dann hätten wir
ein Essen wie die großen Herren. Stecke deinen Schwanz ins Wasser, so
werden sich die Fische daran hängen, denn die haben jetzt auch nicht
viel zu beißen."
Der Fuchs ging an den Weiher hin und hing seinen Schwanz in das
Wasser. Es dauerte aber nicht lange, so war er im Eise festgefroren.
Der Fuchs konnte ziehen und zappeln, wie er wollte--das Eis ließ ihn
nicht los. Er mußte nun zusehen, wie der Hase ein Brot nach dem
andern verzehrte. Dann rief der listige Hase dem Fuchs zu: "Im
Frühjahr sehen wir uns wieder. Laß dir die Zeit nicht zu lang werden,
bis das Eis auftaut."