79. DER HASE UND DER FUCHS.

Ein Hase und ein Fuchs machten im Winter eine Reise. Alles war mit

Schnee bedeckt. Der Hunger plagte sie sehr. Da sahen sie ein Mädchen

mit einem Korbe kommen, darin war Brot. Das merkte der Fuchs und

sagte zu dem Hasen: "Lege dich wie tot auf den Boden, dann wird das

Mädchen den Korb niederstellen, um dich aufzuheben. Ich nehme den

Korb weg und mache mich schnell davon. Du eilst mir nach, und dann

lassen wir es uns wohl sein." Das war dem Hasen recht.

Der Fuchs verbarg sich hinter einem Haufen Schnee, und der Hase legte

sich nieder. Das Mädchen stellte den Korb richtig hin und griff nach

dem Hasen. Da schlich der Fuchs hervor und machte sich mit dem Korb

so schnell davon, daß das Mädchen ihm nicht nachkam. Unser Hase aber

eilte ihm in großen Sätzen nach. An einem Wasser hielten sie still.

Weil aber der Fuchs nicht teilen wollte, so sagte der Hase: "Brot

haben wir, jetzt sollten wir auch noch Fische haben. Dann hätten wir

ein Essen wie die großen Herren. Stecke deinen Schwanz ins Wasser, so

werden sich die Fische daran hängen, denn die haben jetzt auch nicht

viel zu beißen."

Der Fuchs ging an den Weiher hin und hing seinen Schwanz in das

Wasser. Es dauerte aber nicht lange, so war er im Eise festgefroren.

Der Fuchs konnte ziehen und zappeln, wie er wollte--das Eis ließ ihn

nicht los. Er mußte nun zusehen, wie der Hase ein Brot nach dem

andern verzehrte. Dann rief der listige Hase dem Fuchs zu: "Im

Frühjahr sehen wir uns wieder. Laß dir die Zeit nicht zu lang werden,

bis das Eis auftaut."

Hin und Her: Ein Buch für die Kinder · 第 85 / 106 题