Herzog Albrecht, Freiherr von Törring, Nothhafft von Wernberg und
Ritter Frauenhoven, vom Turnier kommend, nebst Knappen und Dienern.
Bürgermeister Nördlinger.
Albrecht. Ich danke jetzt, Herr Bürgermeister, ich danke für das
Geleite!
Bürgermeister. Gestrenger Herr, ich kenne meine Pflicht! (Ruft.)
Wein her!
Nothhafft von Wernberg (zum Herzog). Ihr könnt ihn nicht vor dem
Trunk verabschieden.
Albrecht. Frauenhoven!
Frauenhoven. Was ist's?
Albrecht. Hast du das Mädchen gesehen--Aber, du mußt ja, du mußt ja!
Frauenhoven. Welche denn?
Albrecht. Welche! Ich bitte dich, geh, ihr nach! Vom Pferd hätt'
ich mich geworfen und wäre ihr gefolgt, wenn nicht (er zeigt auf den
Bürgermeister) der da-
Bürgermeister (mit einem Pokal). Gestrenger Herr, die reichsfreie
Stadt Augsburg heißt Euch nach ruhmvoll bestandenem Turnier in Eurer
Herberge willkommen, und dankt Euch, daß Ihr ihre Patrizier einer
Lanze gewürdigt habt.
Albrecht (trinkt). Sie lebe hoch, denn sie verdient's! Ha, wo solch
ein wunderbares Licht der Schönheit leuchtet--(streift sich mit der
Hand über die Stirn) ja, sie verdient's! (Wendet sich.) Frauenhoven,
du bist noch da?