In der Schlacht von Königgrätz hatte König Wilhelm sich gewaltig
exponiert. »Es war sehr gut,« schreibt Bismarck darüber an die
Gattin, »daß ich mit war. Denn alle Mahnungen anderer fruchteten
nicht, und niemand hätte gewagt, so zu reden, wie ich es mir beim
letztenmal, welches half, erlaubte, nachdem ein Knäuel von zehn
Kürassieren und fünfzehn Pferden vom sechsten Kürassierregiment
neben uns sich blutend wälzte, und die Granaten den Herrn in
unangenehmster Nähe umschwirrten. Die schlimmste sprang zum Glücke
nicht. Es ist mir aber doch lieber so, als wenn er die Vorsicht
übertriebe. Er war enthusiasmiert über seine Truppen und mit Recht,
so daß er das Sausen und Einschlagen neben sich gar nicht zu merken
schien, ruhig und behaglich wie am Kreuzberg, und fand immer wieder
Bataillone, denen er danken und guten Abend sagen mußte, bis wir
denn richtig wieder ins Feuer hineingeraten waren. Er hat aber so
viel darüber hören müssen, daß er es künftig lassen wird, und Du
kannst beruhigt sein: ich glaube auch kaum noch an eine wirkliche
Schlacht.«