Herr, kannst du nicht die Dinge strafen,
sie widerstreben deinem Sohn:
der Kissen Eigensinn läßt ihn nicht schlafen
und in Verzweiflung treibt das Telephon.
Die Lampe macht sich launenhaft zum Feinde,
mit dem ein ungewisser Krieg beginnt,
und eine ganze drohende Gemeinde
hat Hinterhälte, wo sie Aufruhr sinnt.
Die Dunkelheit ist stumm im Bunde
mit jeder Ecke, jeder Wand,
es höhnt die Uhr mit falscher Stunde
und Rundes rinnt aus meiner Hand.
Und viel ist störrisch in Verstecken,
die Riegel geben mir nicht nach --
Herr, soll mich noch ein Stein beflecken,
ein hohles Holz mit solcher Schmach?
Oder: sind dir die Dinge näher
und mehr dein Sohn, als ich es bin,
und stelltest du sie mir als Späher
um meine Leidenschaften hin?
Damit sie mich vor dir erproben
und Spiegel meiner Schwachheit sind --
wie wird mein Bitten, wird mein Toben
an ihnen ein vertaner Wind!
Daß ich an ihnen Demut lerne
und die Geduld, die bei dir thront,
damit ein Hauch von deinem Sterne
mit mir im gleichen Raume wohnt.
Damit ich ohne Überheben
behüte, was mir Nachbar bleibt,
und weiß: der Dinge Dämmern und mein Leben
sind deiner Einsamkeit gleich einverleibt.