So haben mich die Jahrtausende gesehn --

So haben mich die Jahrtausende gesehn:

Hochgebäumt über brodelndem Menschen-Weh.

Ich war ein Springquell, mein Blutstrahl fiel

In die tönende Muschel der Erde hinab.

Deingedenken doch war das Rot am Abendhimmel der Schlacht,

War im zehnfachen Tod die tastende Ewigkeit.

Komm und brich den Glanz deiner Schönheit

Lächelnd im Stromfall, wenn ich mich erdwärts ergieße!

Denn so wird die Welt den fliehenden Augenblick schön

Und ihr Abglanz spiegelt im Antlitz der Engel sich fort.

Stürze sie ab!

Geläuterter Widerschein sind wir, der entflieht.

Gedichte(#52219) · 第 17 / 30 题