Vorwort.
Der zweite Band befaßt sich in der Hauptsache mit den im 17.
Jahrhundert entstandenen Grundlagen der neueren Naturwissenschaft.
Es sind die Schöpfungen eines *Galilei*, *Newton*, *Huygens* und
zahlreicher anderer Forscher ersten Ranges, die wir in diesem Zeitraum
der Entwicklung der Wissenschaften entstehen sehen. Die grundlegenden
Arbeiten jener Männer sind durch »*Ostwalds* Klassiker der exakten
Wissenschaften« heute weiteren Kreisen in erläuterten Ausgaben und,
wo es erforderlich war, in deutscher Übersetzung zugänglich gemacht.
Der zweite Band nimmt, wie es auch die folgenden tun werden, auf diese
Ausgaben oft Bezug, so daß die Absicht des Verfassers, in seinem Werke
gewissermaßen einen Rahmen für »*Ostwalds* Klassiker« zu schaffen, mehr
als im ersten Bande zum Ausdruck kommt.
Bezüglich der übrigen Gesichtspunkte, die bei der Abfassung des
Werkes in Betracht kamen, muß auf das Vorwort zum ersten Bande
hingewiesen werden. Der Verfasser hofft, daß es ihm gelungen ist,
auch in dem zweiten Bande die Geschichte der Wissenschaften im Rahmen
der Gesamtentwicklung darzustellen und ein Buch zu schaffen, mit dem
nicht nur dem Historiker, sondern auch dem Arzte, dem Techniker, dem
Lehrenden und Studierenden, kurz jedem, der an den Naturwissenschaften
lebhafteren Anteil nimmt, gedient ist. War es doch sein Bestreben, die
Entwicklung der Naturwissenschaften in ihren noch heute wertvollen
Grundlagen, sowie in ihren Beziehungen zu den übrigen Wissenschaften,
insbesondere zur Philosophie, zur Mathematik, zur Heilkunde und zur
Technik darzustellen.
An der Überwachung des Satzes haben sich wieder die Herren Geh. Hofrat
Prof. Dr. *E. Wiedemann* (Erlangen), Prof. Dr. *E. O. v. Lippmann*
(Halle a. S.), dem der vorliegende Band gewidmet ist, und Prof. Dr.
*J. Würschmidt* (Erlangen) beteiligt. Ich bin ihnen für zahlreiche
Verbesserungen und Zusätze zum größten Dank verpflichtet. Auch sonst
gingen mir manche Anregungen teils in Besprechungen, teils persönlich
zu, die ich hier dankbar anerkenne.
*München*, im Frühjahr 1921.
Friedrich Dannemann.
Inhalt.