So wußtn sie also nich ob ich war oder nich.
Ich habe fergessen zu sagn, das ich mein Tagbuch mitgebracht hadte in
mein Taschntuch eingebundn un ein reines Hemd un ein par Schtrümpfe.
Es war Tante Betseys Lawor das ich zerbrach, wi ich das Mäuschen fangen
wollte. Es wahr aus so schpaßgen blauen Porzllan -- das Lawor, nich
das Mäuschen -- un Tante wahr sehr bös. Ich firchtete sie wird mich
deswegn nachaus schickn.
* * * * *
Ich bin nun schon 2 Tag hir, sie behelt mich nur um meine Leite zu
ergern, aber oh! sie laßt mich arbeitn, wi ein Schklafe. Es wird mir
schon zu fad. Ich muß Schnitzl aufklaubn un sogar die Fisoln aufbindn
-- eine waare Schande! bei uns zuhaus macht das die Kechinn. Sie
leßt mich nich mit die andern Jungen schpiln. Zwei mahl hab ich mich
schon zum Deppoh geschlichn um den Bremser zu suchn, er soll mich mit
zuricknehmen. Er wird es tun, das weiß ich sicher. Heimweh is etwas
schreckliches.
* * * * *
Fier lange, lange Tage un Nechte! Wi langsam die Zeit kricht, wi
eine Schneke! Ich bin deschpart, kein Geld, keine Freinde un keine
Gelegnheit den Bremser zu sehn. Heut hab ich zwelf Virtl Heidlbeern
klaubn missen un mein Schtolz fertragt eine solche Ernidregung nich.
Oh kennt ich noch eimal die Heimath meiner Kindheit sehn ich were ein
brafer Junge! Umsons sin dise traurige Gedankn! Warte! -- Hurrah! Ich
hab eine Ideh! Ich wills nich in mein Tagbuch schreibn, weil ich glaube
das Tante Betsey es list wenn ich nich zuhaus bin.
* * * * *
Oh glicklicher Junge! Wider zuhause! Trenen ferdunkln meine Augn, wenn
ich an die Ssene denk, wi mein Fater mich in Triumf nachaus brachte.
Meine Mutter schluchste, meine Schwester kißtn mich, selbs di Kechin
weinte un Betti hilt sich die Schirze for die Augn. Die ganze Schtadt
hat solches Aufsehns fon mir gemacht als ob ich der armer Kaptehn Roß
wer. Bein Deppoh warn eine große Menge Leite um mich zu erwartn. Nein
so was! Papa wahr so zornig auf der Tante, das er kein Wort mit ihr
redete, wi er mich holn kam, weil alle Leite sagtn ich muß tot oder
geschtohln sein. Wi ich das Geld zum tellergrafihrn bekam, war so: sie
schickte mich Heidlbeern klaubn zum einmachn, aber ich verkaufte sie un
ging zum Deppoh un tellergrafihrte:
»Ich bin bei Tante Betsey -- bitte, bitte, komm un hol mich nachaus.
Dein Sohn Schorschi.«
Meine Schwestern sin greßlich libe Medchen. Ich will nie, nie wider so
lang ich leb etwas thun, was sie ergert. Ich bin fest beschlossn den
Fater unsres Lands zum Forbild zu nehmen und wenn ich groß wer, ein
berihmter un guter Mensch zu sein.
Der neuer Predger kam heut Abens zu uns zum Tee. Er heißt Ehrwirdn
Nebnezer Slokum. Er is 26 Jar alt wi er selbs gesagt hat. Er is bleich
tregt weiße Fatermerder un hat Medchen un Zuckerbeckerein sehr gern, wi
ich bemerke. Er patschte mir aufn Kopf -- ich kann es nich ausschtehn
am Kopf gepatscht zu wern, das paßt fir Jungen fon drei oder fier. Ich
denke er macht sich angenehm zu Lil aber sie will ihm nich habn. Die
einzge Sehle auf der Erde um die sich Lil kimmert is Montag de Jones.
Heut formidtag trug ich ihm 1 Brif hin. Sie gab mir ein 10 Centschtick
wenn ich ferschprech niemandn dafon zu sagn. Er schrib einen andern
zurick un gab mir auch 10 Cent. Lil wartete in Hof, wi ich zurickkam.
Sie schtekte dem Brif schnell in der Tasche un lif henauf. Was hat das
zu bedeitn?
Nach den Tee gingn wir alle im Sallohn. Herr Slokum fragte mich ob ich
gern Gummizuckerl esse, weil ich grad eins in den Mund schteckte. Wir
warn allein bein Fenster. Ich sagte ja un das ich mir immer kaufe,
wenn Herr de Jones mir Geld gibt, weil ich ihm einen Brif fon meiner
Schwester Lil gebracht hab. Was machte ihm nur so grin im Gesicht wi
ich das sagte? Un dann fragte er, wi oft ich mir kaufe un ich sagte,
jedn Tag. Er seifzte ein bischen, wi wenn er zufil gegessn hädt un bald
darauf sagte er, er muß nachaus gehn un eine Predig schreibn.
Oh Gott! So etwas! Eimal schimpftn sie nich auf dem armen Schorschi un
prigltn ihm nich un schicktn ihn nich bei hellen Licht zubed. Pa sagt
er wird mir nechste Woche ein Welozipeh kaufn. Es scheint ich hab mich
sehr nitzlich gemacht wenn ich auch erst 8 Jar alt bin. Letztn abens,
wi ich in mein Tagbuch geschribn hadte un nich ein bischen schlefrig
war ging ich in Lilys Zimmer um mir eine fon ihre Umhilln zu nehmen um
Betti zu erschrekn, da fihlte ich auf eimal etwas in der Tasche, was
ein Brif wahr, den ich las. Es schtand drin: »Der Wagn wird heut Abens
neun Uhr an der Ecke wartn -- schleiche forsichtig henaus, alles wird
gut gehn. Laß mich nich fergebns wartn, theierste Lil.«
»Was is das?« sagte ich. »Es is beina neun. Ich will hingehn un
zuschaun.«
Ich hengte die Umhille zurick in dem Kastn, kroch iber der hintere
Treppe und kam auf der Gasse. Ich ferschteckte mich hinter ein Faß mit
Asche. Richtig schtand mein Wagn an der Ecke. Eine Menute schpeter kam
meine Schwester Lil im Regnmantl mit einen Bündl in der Hand. Herr de
Jones schprang aus den Wagn, half ihr henein, schlug die Thir zu und
fort warn sie. Der Kutscher haute auf die Ferde, wi wenn es hinter ihm
brennte.
Ich lif so schnell ich nur konnte zuhaus, platzte henein wo die Leite
saßn un schnappte: »Ihr thetet besser, euch zu beeiln, wenn ihr sie
noch erwischen wollt. Ich glaube man sollte dem Kutscher einschperrn,
weil er die Ferde so priglt.«
»Wofon sprichs du?« sagte Mamma.
»Oh nichs. Nur Lil ist mit ihm in einen Wagn dafongelaufn. Sie gehn
nach Platville um sich traun zu lassn. Ich hab sie wegfahrn gesehn.«
Dann sagte Papa etwas sehr schlechtes. Elsbett lif henauf in Lils
Zimmer, um zu sehn ob ich die Wahrheit gesagt hab. Ich wurde zubett
gejagt wi immer wenns einen Schpaß gibt, un wi ich heut aufkomm un zum
Frühschtick henuntergeh war meine libe Lil wider mit den andern bein
Tisch un nach den Frühschtick sagte sie zu mir: »Oh Schorschi, wi
konntes du uns nur ferratn!« und fengt auf eimal laut zu weinen an.
Ich winsche, ich hedts nich getan.
»Er wußte nicht, daß sie geladen war«
In unsern Haus ist ein Unfall passihrt. Mir wirde es nich sehr zur Ehre
gereichn, wenn ich erzehlte, wer Schuld wahr. Ich bin ein entsetzlicher
Junge. Dir, mein Tagbuch will ich alle meine Sindn geschtehn. Ich
wollte es ja gar nich tun. Ferdin ich also dafir Schelte? Ich winschte
die großn Leite mechtn mich nich immer so schimpfn. Ich bin ein
schreklicher Junge aber nich absichtlich, es passihrt nur grad so.
Jetz is die ganze Schtadt withend auf mir. Papa sagt er erwartet, das
ich ins Gefengnis muß. Oh mein theires Tagbuch has du je gedacht das
dein kleiner Eigenthimer in dem Kerker kommen wird? Oh es is greßlich
den Kirchnforschteher un den Richter un das alte Fräuln Harkneß so die
Schtirn auf sich runzln zu sehn, als wenn man ein herzloser Ferbrecher
wer -- wenn man es nich eimal hat tun wolln. In der Frih wahr ich ein
sehr brafes Kind ich schpilte dribn bei Hansi Braun und nichs geschah
-- außer das ich bein Essn dribn blib, obwohl Hansis Mudter es nich
wollte und dann kam er heriber un wir unterhiltn uns sehr gut. Wir
warn obn in Mammas Zimmer wi sie zu Besuch aus wahr. Ich schtellte
einen Sessl aufn Tisch un kraxlte henauf zu den oberstn Bredt fon
den Kamihnschrank un nahm ein par Medezinflaschn un gab es Henschen
zu kostn, weil er sagte es schmekt gut. Aber dann war er pletzlich
ganz blaß un so krank in seinen Magn das er nich wußte ob er auf di
Fiße oder aufn Kopf schteht. Also liß ihm Betti eine Schale schmutzign
warmen Wasser mit Senf heneingemischt trinkn, so ein schreklicher
Saft, das er alles wider henausschmeißn mußte un dann wahr ihm gut. Wi
Betti um den Senf ging, gukte ich in Papas Tasche un fand dort so eine
schpaßige Pestole. Hansi sagte es is ein Rewolwer un ich verbot ihm ein
Wort zu sagn un lif un ferschtekte ihm unter meinen Polster.
[Illustration]
»Wir wolln uns damit Schpaß machn, wenn dir wider ganz gut is,« sagte
ich aber er mußte nachaus gehn nachdem er gebrochn hadte, sein Kopf tat
ihm so weh.
Ich liß die Pestole unter meinen Polster weil ich mich firchtete Betti
kennte sie sehn. Ich wollte meine Schwestern damit erschrekn, weil ich
nich glaubte das sie geladn is, aber sie werdn doch erschrekn, wi wenn
sie were. Medchen schrein immer wi toll, wenn sie eine Flinte oder
Pestole sehn.
Also Herr Slokum kam wider zum Tee. Predger sin am libstn dabei zum
Tee zu kommen, es is ihre halbe Arbeit herumzugehn un mit die Damen
zu schpeisn. Ich blib ferschtekt. Pa mußte zu einer Fersammlung und
Mamma ging sehn wi es Hansi geht. Susann ging mitn Dokter schpazirn un
Elsbett un Lil gabn acht das der Predger in Sallohn nich einschlaft.
Lily hadte seit den Abend wi sie weggelaufn war kein Wort zu mir
gesprochn. Sie is gar nich mehr wi sie früer wahr, sie war so gut wi
ein Junge zu einen Witz oder Schpaß, jetz mecht ich mich nich wundern,
wenn sie einen Farrer heiratn mecht, so erns is sie. Ich winsche ich
hedte das damals nich ausgetratscht, sie sagt, sie hedte mich zu sich
genommen wenn sie Herrn Jones geheiratet hädte. So schwindn meine
Hoffnungen eine nach der andere -- das is eine traurige Welt.
»Nun,« sagte ich, »jetz will ich henauf schleichn un die Pestole holn,
in Sallohn heneingehn un sie ein bischen aufschtörn. Sie is nich
geladet. Oh was fir ein Schpaß, sie so quitschn zu hern! Betti,« sagte
ich, »borg mir dein Umhengtuch, ein par Menutn, ich will Indjahner
schpiln.«
Sie treimte nich in entferntsten fon einen Rewolwer un lieh mir ihr
Tuch. Ich wiklte mich henein, nahm einen Schtock auf der Schulter
schtatt einer Flinte un kroch hinauf, ganz leise damit sie nich
bemerkn, das Indjahner ihr Lager umzingeln. Ich machte die Thir ganz,
ganz leise auf un gukte henein. Der Predger un Elsbett warn am dribern
Ende fon Zimmer am Sofa. Lil schtikte an einer Lampntatze, alles wahr
ruig -- die Schtunde war gelegen, der Moment war gekommen un mit einen
unmenschlichn Geheil schtirzte ich in ihr Lager schrie dreimal »Hurra!«
zilte mit der Pestole un sagte: »Ibergebt euch oder ich schise!«
Elsbett schlug die Hende for die Augn un kreischte un kreischte, Lily
schtand auf un sagte gans sanff: »Schorschi, oh Schorschi gib sie weg!
Si is geladn!« »Ibergib dich, blasser Heiptling!« antwortete ich un
tanzte runderum un zilte immer mit meiner Waffe auf dem Predger.
»Oh Schorschi!« bat Lil un kam näer, »hör auf, hör auf!«
»Ich werde dem blassn Heiptling auf dem Krigsfade tetn!« sagte ich.
Schlecht wi mir is, muß ich doch lachn, wenn ich mich erinner, wi Herr
Slokum iber der Sofalehne schprang un henunterkroch. Lily packte meinen
Arm. Ich schittlte sie ab un feierte.
Ach theires Tagbuch, muß ich dir noch mehr sagn? Das alte Ding war doch
geladet! Das wahr ein greßlicher Irrtum, dem ich machte. Wer wirde
gedenkt habn, das sie ganz fertig geladn war, das sie losgehn mußte wi
ich nur dem Dricker berihrte? Die Kugl ging durch der Sofalehne wi wenn
gar keine dagewesn wer un ferletzte Herrn Slokum grade auf der Schtirn,
und machte eine große un gefehrliche Wunde, wenigstns sagt der Dokter
so.
Jetz ligt er obn in den bestn ibrign Zimmer. Der Doktor is bei ihm un
noch fiele andre Leite. Er sagt gar nichs, weil er nich schprechn kann,
er is bewußtlos. Ich bin sicher, kein andrer Junge kann sich schlechter
driber fihln wi ich.
Ich winschte ich hedte das alte Ding nie angegriffn. Wozu war es
iberhaupt geladet? Ich bin in mein Zimmer eingeschperrt un soll for
einen Monath nich herausgelassn wern. Zehn zu eins, wenn er schtirbt
sind sie gemein genug un lassn mich nich zum Begrebniß gehn. Sie solltn
nich so hart sein zu dem kleinen Schorschi, ich wußte nich, das sie
geladn wahr! Oh Godt! oh Godt! Warum macht so ein kleines Schtickchen
fon einer Kugl so fil Unrue im Kopf! Ich bin froh es wahr nich Lil, sie
is ein so libes Medchen. Si kißte un besemftigte mich wi ich so fest
schrie, es schteckte mir ein Klumpn in der Kehle. Ich dachte ich muß
erschtickn, so erschrokn un engslich war ich. Alle außer ihr schautn
so finster auf mir, wi wenn ich der Teufl wer. Wenn ich jemals ein
Mann werd, werd ichs hoffentlich besser wissn als den kleinen Hansi zu
vergifftn oder auf dem Predger zu schißn. Aber ich werde es nie nie
werdn, denn wenn ich im Gefengnis komme un aufgehengt werd kann ich
nich lebn um groß zu wern. Oh was fir ein Gedanke!
Ich weinte mich gestern Nacht in Schlaf. Diser Tag wahr tausnd Meiln
lang. Brod un Wasser zum Frühschtik, Brod un Wasser zu Midtag, Brod un
Wasser am Abens, keine Sehle zu schprechn, die Thir zugeschperrt. Ich
muß nur schnell mein Leid ausschittn, denn es demmert schon un mir is
keine Lampe erlaubt -- nich eimal eine Kertze oder ein Zindholz. Sie
habn mich allein gelassn damit ich meine Sinde in finstern mit Schweign
bisse. Oh Betti, Betti komm! Horch, ich here wispln bein Schlißlloch --
wer is das? Es war meine Schwester Lil.
»Schorschi,« sagte sie grad durchs Schlißlloch, »armer Junge, fihl dich
nich so schlecht, es geht ihm besser.« -- »Hurrah!« schrie ich.
»Es ging nich bis ins Gehirn. Das Sofa brach die Gewalt der Kugl. Sie
wurde fon Schtirnbein aufgehaltn un Dokter Moor nahm sie henaus. Jetz
sitzt er im Bed un ißt Tee un Butterbrod. Er wird in ein oder zwei Tagn
nachaus gehn kennen.«
»Ich winsche, ich kennte Tee un Butterbrod essn.«
»Lily du bist ein gutes Medchen. Heirate dem Herrn Slokum nich, denn er
helt in Feier nich schtand. Wenn das foriber is, will ich dir helfen
Montagu zu heiratn un alles tun, was du ferlangst. Bitte, Lil, wills
du zu Papa gehn un ihm bittn, mir ein Licht zu erlaubn? Sag ihm es
is grausam kleine Jungen richn zu lassn, wi man Waffln beckt, wenn
sie selber keine kriegn solln. Sag der Kechin, sie soll di Kichnthir
zumachn, damit ich nich weiß das Eier un Schinkn zum Frihschtik kommen.
Wird mein Eichhernchen reglmeßig gefittert? Ich glaube Hektor denkt,
ich bin tot.«
»Sage der Mamma, ich firchte das ich krank werd, ich habe so ein
unheimliches Gefihl auf den Bodn fon mein Magn.«
Ich sage Lil is ein fortreffliches Medchen! Sie hat einen Schlissl zu
meiner Thir gefundn un mir ein neues Buch, ein großes Schtick Kuchn
un eine Kerze gebracht. Der Kuchen schmekte greßlich gut. Wenn man
Robinson Kruso in ein Zimmer eingeschperrt hädte, wer er dort geblibn?
Nein er hädte fersucht, sich zu befrein. Wenn ich eine Schere hädte
mechte ich meine Bedtdeke zerschneiden zu ein Seil zusammknüpfn un mich
fom Fenster henunterlassn.
Ich fand keine Schere, aber ich konnte das Leintuch ganz leicht
zerreißn. Ich machte ein langes Seil band ein Ende an den Handgriff fon
der Schreibtischlade, der nebenan schtand, kroch aus den Fenster hilt
mich fest an den Seil wi die Leite tun, wenn das Haus brennt und liß
mich henunter.
Was dann geschah, kann ich nich sagn, denn wi mein Kopf an der Hofmauer
anschlug, wußte ich eine gute Weile nichs fon mir. Kann sein, das die
Schreibtischlade herausrutschte, kann sein, die Ticher warn nich fest
genug zusammgeknipft, alles was ich weiß is, das ich zuers die Schterne
sah un dann -- wahr alles schwarz wi die Nacht. Fater sagte wi ich
wider zu mir kam: »Er is unferbesserlich. Ich gebe ihm auf, es is alles
umsons. Oh wi schade, das er wider zu sich gekommen is!«
Nun, warum krigtn sie mich dann? Ich habe es nich ferlangt. Warum
krigtn sie nich einen gutn kleinen Jungen fon Frau Meyer anschtatt so
einen schlechtn, schlechtn Jungen wi mich? Ich glaub wenn Papa bei
Brod un Wasser eingeschperrt, war wi ein Strefling in Zuchhaus, mechte
er die Leintücher noch erger zerreißn wi ich. Große Leite sin sehr
ungerecht zu Kindern.