Der Baron. Nu, nu! fein wild, fein wild! Vorhin liefst du vor mir:
was sollte das bedeuten?-Das Fräulein. Vor Ihnen bin ich nicht
gelaufen, Papa: sondern nur vor Ihrem Verweise.
Der Baron. Der Unterscheid ist sehr subtil. Aber was war es denn,
das meinen Verweis verdiente?
Das Fräulein. Oh! Sie werden es schon wissen. Sie sahen es ja! Ich
war bei dem Herrn--
Der Baron. Nun? und-Das Fräulein. Und der Herr ist eine Mannsperson,
und mit den Mannspersonen, haben Sie befohlen, mir nicht allzuviel zu
tun zu machen.--
Der Baron. Daß dieser Herr eine Ausnahme sei, hättest du wohl merken
sollen. Ich wollte wünschen, daß er dich leiden könnte--Ich werde es
mit Vergnügen sehen, wenn du auch beständig um ihn bist.
Das Fräulein. Ach!--es wird wohl das erste- und letztemal gewesen
sein. Sein Diener packt schon auf--Und das wollte ich Ihnen eben
sagen.
Der Baron. Was? wer? sein Diener?
Der Reisende. Ja, mein Herr, ich hab es ihm befohlen. Meine
Verrichtungen und die Besorgnis, Ihnen beschwerlich zu fallen-Der
Baron. Was soll ich ewig davon denken? Soll ich das Glück nicht
haben, Ihnen näher zu zeigen, daß Sie sich ein erkenntliches Herz
verbindlich gemacht haben? Oh! ich bitte Sie, fügen Sie zu Ihrer
Wohltat noch die andre hinzu, die mir ebenso schätzbar, als die
Erhaltung meines Lebens, sein wird; bleiben Sie einige Zeit
--wenigstens einige Tage bei mir; ich würde mir es ewig vorzuwerfen
haben, daß ich einen Mann, wie Sie, ungekannt, ungeehrt, unbelohnt,
wenn es anders in meinem Vermögen steht, von mir gelassen hätte.
Ich habe einige meiner Anverwandten auf heute einladen lassen, mein
Vergnügen mit ihnen zu teilen, und ihnen das Glück zu verschaffen,
meinen Schutzengel kennenzulernen.
Der Reisende. Mein Herr, ich muß notwendig-Das Fräulein. Dableiben,
mein Herr, dableiben! Ich laufe, Ihrem Bedienten zu sagen, daß er
wieder abpacken soll. Doch da ist er schon.