Wir tragen die Speere In Händen die Jugend,
Wir gehn durch die Tage, Die unser noch nicht sind,
Mit fremdem Blick. Die wissenden Augen
Sehen ein Licht, Das fernher leuchtet.
Wir ahnen die Stunde, Die kommen muß,
Deren Gewalt uns Zusammenwirft
In eine große Verbrüderung.
Wir fühlen nahe Göttlichen Sturmwind.
Wir wissen den Weg Und wollen nicht klagen,
Daß wir allein gehn, Von Welt zerklüftet,
Von tausendfachen Begierden umstellt.
Noch sind uns Frauen Last nur und Untergang.
Nicht dürfen wir greifen Nach Schwesterhänden,
Ehe wir nicht Unsere Brüder gefunden.
Daß wir nicht Frauen, Die wartend am Wege stehn,
Unsere Jugend In den Schoß hinwerfen,
Träumend davongehn, Schwer von Erinnerung
Und arm wie Bettler An heiliger Kraft.
Aber schon brennen Höher die Flammen,
Unsere Speere Leuchten im Frührot,
Und wir durchbrechen Machtvoll die Himmel.
Schwestern, Geliebte! Wir kommen als Sieger,
Euch zu befreien Und lächelnd zu münden
In Euere Güte Und Eure Wollust,
Um zu erfüllen Unser Geschlecht!