dargestellt werden. Die Umkehrbarkeit tritt schon äußerlich zutage;
denn, die letzte Gleichung ist die Umkehrung der vorletzten. Wir können
beide Gleichungen vereinigen zu
CuSO₄ + Zn ⇄ ZnSO₄ + Cu.
Für die Entladung ist diese Gleichung von links nach rechts, für die
Ladung von rechts nach links zu lesen.
Bei der Ladung müssen wir eine elektromotorische Kraft anwenden, die
etwas größer ist als diejenige des Elementes. Ist aber der innere
Widerstand der Kette sehr klein und der Ladestrom nicht groß, so
unterscheidet sich die für die Ladung erforderliche Spannung nur um
einen sehr kleinen Betrag von der elektromotorischen Kraft des
Elementes, und wir können praktisch die Ladespannung zu 1,1 Volt
annehmen. Soll während der Stromzufuhr genau soviel Cu in Lösung gehen,
wie sich bei der Stromabgabe niedergeschlagen hatte, so müssen wir in
das Element gerade soviel Elektrizität hineinschicken, wie wir ihm
entnommen hatten, bei unserer Annahme also 96540 Coulomb. Wenn dieses
geschehen ist, so haben wir das Element wieder in seinen ursprünglichen
Zustand zurückversetzt, und hierzu bedarf es einer elektrischen Energie
von 96540 . 1,1 Watt.
Der Nutzeffekt ist also theoretisch gleich 100%. In Wirklichkeit liegen
die Verhältnisse etwas anders, weil sowohl bei der Ladung als auch bei
der Entladung der innere, selbst bei großen Elementen nicht unbedeutende
Widerstand überwunden werden muß[16]. Infolgedessen ist bei der
Entladung die nutzbare Spannung, die Klemmenspannung, kleiner als 1,1
Volt, während die bei der Ladung aufzuwendende E.M.K. größer als 1,1
Volt ist (siehe auch Polarisation durch Konzentrationsänderungen).