Mux. Bettlerin.
Bettlerin: Gelobt sei Jesus Christ!
Mux: Was wollt ihr da?
Bettlerin: Herr, eine milde Gabe, seid so gut.
Mux: Packst du dich gleich hinaus, du alte Hexe!
In aller Morgenfrühe kommst du her,
Mit deinem Blick mein Frühstück zu vergiften.
Bettlerin: Herr, ich bin blind, mein Blick vergiftet nichts.
Mux: So, du bist blind und fandest doch herein?
Bettlerin: Mein Enkel, der mich führt, steht vor der Türe.
Mux: Der Junge könnte auch was bess’res tun,
Als sich zum Tagdieb so heranzubilden.
Bettlerin: Er ist ein Kind noch, kaum fünf Jahre alt
Und hat auf dieser Welt nur mich allein.
Mux: Es wär’ ein Glück für ihn, hätt’ er dich nicht.
Bettlerin: Die blinde Bettlerin, zur Last den andern,
Trägt für den Enkel dennoch einen Schatz
In ihrer Brust, den er sonst nirgends findet:
Ein Herz voll Liebe.
Mux: Fütt’re ihn damit!
Was bettelst du, wenn du so reich dich fühlst?
Bettlerin: Habt ihr nur Spott für mich und harte Worte,
So laß mich fort.
Mux: Ich halte dich nicht auf!