6. Auftritt.

Lisbeth. Mux.

Lisbeth: Da ist das Frühstück, laßt es wohl euch schmecken!

Mux: Stell’ es nur her, dann kannst du wieder geh’n.

Was stehst du noch? Ich brauch dich nimmermehr.

Lisbeth (zaghaft): Mein Vater!

Mux: Nun, was gibt’s?

Lisbeth: Wißt ihr es auch,

Daß es nun Frühling ist?

Mux: Sollt’ ich’s nicht wissen?

Man kann vor Schmutz und Nässe nicht vor’s Haus,

Was soll man tun, das Uebel kommt alljährlich.

Lisbeth: Ihr nennt’s ein Uebel, Vater? Ich tu’s nicht.

Mux: Nenn’ du’s Vergnügen, wenn’s dir lieber ist,

Ich lieb’ es nicht, im Schmutz umherzuwaten.

Lisbeth: Müßt ihr denn immer nur zu Boden schau’n?

Seht doch zum Himmel, seht sein helles Blau,

Seht zu den Bäumen, wie die Knospen schwellen,

Wollt ihr nicht einmal auch ins Freie kommen?

Mux: Ach so, will’s da hinaus? Laß nachmittags

Den Wagen dir bespannen, fahr’ ins Freie.

Lisbeth: Fahrt ihr nicht mit? Ich hätte gar so gern

Die Fahrt mit euch gemacht.

Mux: Was fällt dir ein?

Ich hab’ nicht Zeit noch Lust zu solcher Fahrt.

Fahr’ du allein dem Frühling nur entgegen,

Nimm, wenn du willst, die alte Ursel mit,

Sie ist zwar taub, allein das schadet nicht.

Lisbeth: Mein Vater, wißt, ich möcht’ euch etwas sagen,

Doch in der Stube nicht, mir wird’s so schwer,

Ich sagt’ es leichter unter freiem Himmel.

Mux: Was das für lächerliche Faxen sind!

Heraus mit dem, was du zu sagen hast,

Gleich auf der Stelle! Schleich’ dich nicht darum

Wie eine Katze um den heißen Brei —

Was ist es? Vorwärts!

Lisbeth (weinend, im Hinauseilen): Nichts, mein Vater, nichts,

Als daß es Frühling ist, wollt’ ich euch sagen.

Der Teufelsschlosser · 第 20 / 53 题